Mühlenkreisauswahl-Spieler bei der ersten Zusammenkunft in Barkhausen mit den Trainern Bernd Rust (blauer Trainingsanzug) und Hermann Gotthelf (in Weiß links daneben).
Bernd Rust: Nur mit 100 Prozent eine Chance
Mindener Aspiranten auf die Mühlenkreisauswahl bereiten sich bereits intensiv auf das Pfingstturnier in Stemwede vor
„Wenn wir uns nicht 100prozentig vorbereiten, haben wir keine Chance. Das sind andere Welten, das ist Fußball auf sehr hohem Niveau.“ Bernd Rust und Hermann Gotthelf als Trainer der A-Junioren-Mühlenkreisauswahl wissen, was auf ihre Jungs an Pfingsten beim Internationalen A-Jugend-Turnier des TuS Stemwede zukommt. Deshalb fand auch schon vor dem Jahreswechsel in Barkhausen das erste Treffen mit denjenigen Spielern aus dem Mindener Fußballkreis statt, die sich bis zum Turnier durchbeißen und dann zur „ersten Wahl“ gehören wollen.
18 Akteure aus sechs Vereinen umfasst derzeit die Mindener „Hälfte“, etwa ebenso viele bereiten sich sich im Lübbecker Fußballkreis unter Jörg Rodewald und Oliver Sander vor. Bis Mitte März zum ersten gemeinsamen Training werden auf beiden Seiten einige Spieler durchs Sieb fallen, und bis zum Turnier vom 9. bis 11. Mai wird der Kader weiter auf insgesamt letztlich 18 Akteure reduziert, die dann die Minden-Lübbecker Mühlenkreisauswahl bilden.
Ihre Gegner stehen bereits fest: Neben dem Profi-Nachwuchs von SV Werder Bremen, Hertha BSC Berlin und Borussia Mönchengladbach werden es aus dem Ausland die Spanier von RCD Mallorca, die Wolverhampton Wanderers aus Großbritannien, die Brasilianer vom FC America und die Holländer von Twente Enschede sein, ein erlesenes Feld, in dem die bis maximal Verbandsliga spielenden heimischen Nachwuchsleute mithalten wollen.
Nach dem ersten Treffen und Training in Barkhausen und der mit Platz 2 abgeschlossenen Teilnahme am Hallenturnier des SV Hausberge (Rust: „Der Tag diente mehr dem Kennenlernen untereinander“) bitten der 41-jährige A-Lizenz-Inhaber aus Windheim und Hermann Gotthelf, der vorrangig für das Torwart-Training zuständig ist, ihre Schützlinge im Februar an drei weiteren Montagen nach Barkhausen in den Stützpunkt zu Übungseinheiten. Dabei geht es dann nicht um elementare Dinge wie Kraft, Kondition oder technische Fähigkeiten. „Dafür seid ihr selbst und eure Vereinstrainer zuständig. Wir wollen hier vielmehr unter anderem neue Spielsysteme kennen lernen und den technischen Ablauf mit dem Ball schneller machen“, formuliert Rust. Das Spiel mit Viererkette und Raumdeckung ist Selbstverständlichkeit: „Wir müssen Eins-gegen-Eins-Situationen verhindern. Da sind uns die Gegner beim Pfingstturnier überlegen.“ Nicht gerade zum Vorteil für die Auswahl werden könnte der geänderte Modus mit nun zwei Vierergruppen in der Vorrunde und längerer Spielzeit: „Da haben die guten Mannschaften mehr Zeit, uns auseinander zunehmen . . .“
Nichtsdestotrotz soll die Schmach des Vorjahres mit ausschließlich Niederlagen und dem letzten Platz natürlich getilgt werden. Für Ende Februar ist noch ein Testspiel gegen einen namhaften Gegner geplant, und nach einem weiteren Training in Barkhausen beginnt dort ab dem 10. März mit dem ersten Termin beider Kreise gemeinsam die heiße Vorbereitungsphase, für die sich Rust einen optimaleren Verlauf als vor Jahresfrist erhofft.
Kader der Auswahl
FC Bad Oeynhausen: Tobias Rosemeier, Yannik Göhner, Michael Hötte und Jakob Klassen
FT Dützen: Eike Krel, Rafael Lessmann und Dany Odoy
SV Kutenhausen-Todtenhausen: Christian Schoer, Jan Halstenberg und Patrik Wehmeyer
RW Maaslingen: Tim Ruhland
Union Minden: Bernd Kerbs, Kosta Litau, Hussein Hamdan und Torben Möhlmann
RW Rehme: Ergun Ardug, Robert Dorn und Stefan Langermann
16.1.2008 minden-web


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