Gerhard Nelges

„Die Zukunft des Sports sichern“

Sportstättenkonzept und Sportbüro bei Jahreshauptversammlung diskutiert

Die Sportentwicklungsplanung in der Stadt und das vor Jahresfrist eingerichtete Sportbüro waren bei der Jahreshauptversammlung des Stadtsportverbandes Porta Westfalica die beiden Themen, die im Sportheim des SV Hausberge die meiste Zeit für sich beanspruchten.

Vorsitzender Gerhard Nelges (TuS Möllbergen) ging vor den Vertretern der insgesamt 53 Sportvereinen der Stadt in seinem Jahresbericht zunächst auf die Aktivitäten des Gremiums ein, das u. a. zusammen mit Politik und Verwaltung sämtliche Sportstätten und -hallen bereiste, sich zu mehr als 15 Terminen mit den Verantwortlichen der Stadt traf und auch die Sportlerehrung mitgestaltete. Nelges vermerkte zudem, dass trotz knapper öffentlicher Gelder wieder sämtliche Zuschussanträge der Vereine positiv beschieden werden konnten.

In der Kasse des Verbandes selbst hielten sich laut Kassenwart Heinz Kuhlmann (Schützenverein Kleinenbremen) Einnahmen und Ausgaben die Waage. Nelges: „Wir haben unsere Reserven nicht angreifen müssen.“ Nach dem Bericht der Kassenprüfer wurde dem SSV-Vorstand einstimmig Entlastung erteilt. Neuwahlen standen in diesem Jahr nicht auf der Tagesordnung.

In der Aussprache stand dann das seit dem 1. März 2007 bestehende und in Räumlichkeiten des Rathauses untergebrachte Sportbüro im Blickpunkt, das als eine Anlaufstelle für Übungsleiter, Vereinsmitarbeiter und Sportinteressierte in Porta Westfalica gedacht ist. Die dort tätige Ines Vogt konnte bei der Versammlung nicht anwesend sein, hatte aber einen schriftlichen Bericht über ihre bisherigen Tätigkeiten vorgelegt wie u. a. Erfassung und Aktualisierung der Vereinsdaten, Erstellung einer Internet-Seite (www.ssv-porta.de), die Organisation von Übungsleiter-Lehrgängen, Seminaren und Kursen oder das Aufstellen eines Veranstaltungskalenders. Diskutiert wurde über Sinn und Nutzen dieser Einrichtung, zumal das Sportbüro nur donnerstags von 16 bis 18 Uhr besetzt ist und die Sportvereine zumeist den direkten Weg zu Verwaltung und Politik wählten. Es wurde aber als durchaus sinnvolle Einrichtung angesehen und nach dem Votum der Vereine zunächst einmal weiter Bestand haben, wobei dem SSV-Vorstand freie Hand gewährt wurde (falls z. B. die benötigten finanziellen Mittel knapp werden sollten).

Über den Stand der in Angriff genommenen Sportentwicklungsplanung in Porta Westfalica referierte dann der Erste Beigeordenete der Stadt, Kai Abruszat, der zunächst bekannte: „Die Anlagen sind in die Jahre gekommen. Wir haben einen Sanierungsstau.“ Um in und an den insgesamt 15 Sportstätten alle Arbeiten zu erledigen, seien insgesamt rund 6,5 Millionen Euro notwendig. Und dieses Geld ist natürlich nicht vorhanden. Die Notwendigkeit eines Konzeptes unterstrich er mit den Worten: „Wir müssen weg vom Gießkannen-Pronzig und klare Schwerpunkte setzen.“ Noch in der ersten Hälfte dieses Jahres werde eine Entscheidung fallen, welche „externe Hilfe“ die Stadt nutzen werde. Und im zweiten Halbjahr soll das weitere Vorgehen dann den Vereinen vorgestellt werden. Für die Erstellung des Konzeptes selbst veranschlagte Abruszat bis zu vier Jahre und betonte: „Wir wollen einen Konsens finden, mit dem alle 53 Sportvereine leben können.“

Und Gerhard Nelges pflichtete ihm bei: „Wir wollen versuchen, die Zukunft des Sports in Porta zu sichern.”

1.3.2008 minden-web


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