Jan Frohne überwindet hier den Grevener Block.
“Nachspiel” für Herren des 1. VC Minden ?
Relegation zur Regionalliga strittig / Mindener Siege – aber MTV patzt
„Mein Team ist stark genug, um in der Oberliga mitzuhalten.“ Diese Einschätzung von Trainer Stefan Engelking vor der Saison haben die Volleyballer des 1. VC Minden mehr als bestätigt.
Mit 3:0 (25:19; 25:22, 25:19) buchten die Mindener am Samstagabend in der Halle an der Parkstraße gegen TVE Greven in nur 57 Minuten Saisonsieg Nummer 11 und beendeten als Aufsteiger die Spielzeit auf einem hervorragenden dritten Platz nur vier Punkte hinter Meister VV Humann Essen III und zwei hinter „Vize“ TVK Wattenscheid. „Greven hatte keine Chance. In der Halle hatte wohl niemand das Gefühl, wir könnten verlieren“, war Engelking sehr zufrieden. Die Mindener machten von Anfang an viel Druck und zwangen den immerhin Sechstplatzierten, der schon das Hinspiel 0:3 verloren hatte, immer wieder zu Fehlern.
Möglicherweise ist damit für die Mindener die Saison aber noch nicht vorbei. VV Humann Essen wurde nämlich mit seiner 2. Mannschaft ebenfalls Meister in der Oberliga-Staffel 1 vor TVA Fischenich und MTV Köln, doch nach der Spielordnung kann ein Verein in Klassen von der Regionalliga an aufwärts nur mit einem Team vertreten sein. Somit muss eines der beiden Essener Teams verzichten, und aus einer der beiden Staffeln würde der Drittplatzierte die Aufstiegsrelegation bestreiten. „Verzichtet Essen II und geht Köln in die Relegation, legen wir Einspruch ein“, kündigte VC-Vorsitzender Peter Mehwald am Rande des Greven-Spieles an. Im anderen Falle würde wohl Köln das tun. Die Instanzen sind somit nun gefordert, einen Weg zu finden.
Ebenso wie Stefan Engelking nach fünf Jahren bei den VC-Herren scheidet auch Jens Jäger nach sieben Jahren als Trainer der Damen des MTV Hausberge aus. In beiden Fällen soll in den nächsten Wochen die Nachfolge geregelt werden.
Spannung und Knistern fehlten
Zum Jäger-Abschied kassierten die schon seit Wochen als Verbandsliga-Meister und sofortiger Wiederaufsteiger in die Oberliga feststehenden Portanerinnen jedoch eine Niederlage, denn am Samstagabend in Hausberge gabe es mit einem nicht eingeplanten 0:3 (21:25, 20:25, 22:25) gegen den SC Halle die zweite Saisonpleite. „So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Die Spannung war aber raus, es war kein Knistern da. Als Trainer bist du dann hilflos“, meinte Jäger, hatte mit seinen Mädchen anschließend aber dennoch gut Feiern. Zuvor gaben diese nicht mehr 100 Prozent, fanden nie ins Spiel, verschlugen viele Angaben, zeigten Schwächen im Aufbau und machten zuwenig Druck: „Es war nicht unser Tag.“
Letztlich durchaus zufrieden mit der Saison sein können die Verbandsliga-Damen des 1. VC Minden, die nach einem 3:2 (20:25, 22:25, 25:9, 25:17, 15:8) bei SC GW Paderborn mit einem ausgeglichenen Konto abschlossen und schon vor dieser Partie den Klassenerhalt sicher hatten. Yuri Chabrowski, der die Mannschaft auch weiterhin trainieren wird, trauerte allerdings dem hauchdünn verpassten Platz 4 hinterher: „Wenn wir ein Satz weniger abgegeben und SC Halle nicht in Hausberge gewonnen hätte …“. Zuviele Fehler und verschenkte Punkte ließen den VC in Paderborn zwat zunächst 0:2 in Rückstand geraten, doch dann passte alles, und im Tiebreak drehte man sogar ein 2:6 um. Sonderlob bekamen Helene Töws für ihre leistung in Block und Angriff und Tatjana Gripp, die in den letzten beiden Sätzen stellte für die gesundheitlich nicht auf der Höhe befindliche Kristina Chabrouskaya.


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