
Auftaktrennen der Bundesliga abgesagt
Witterungsbedingungen machen Speedway am Ostersonntag im Lindenau-Stadion des SC Neuenknick unmöglich
Speedway in Neuenknick hat schon seit Jahren am Ostersonntag seinen festen Platz im Terminkalender. Doch diesmal nicht: Die Rennveranstaltung wurde sechs Tage zuvor abgesagt.
„Es hat keinen Zweck. Aufgrund der aktuellen und über Ostern zu erwartenden Witterungsbedingungen können wir den Fahrern keine regulären Bedingungen bieten“, erklärte Günter Prange als Pressesprecher des Speedway-Clubs Neuenknick den Grund. In den letzten Wochen hatte auf der Bahn im Lindenau-Stadion noch trainiert und gefahren werden können, doch inzwischen machen Regen, Graupel, Hagel und Schnee eine Nutzung unmöglich. Das gleiche gilt für das gesamte Bahngelände und die unbefestigten Parkgelegenheiten rund um den „Hexenkessel“. Und bis Ostermontag ist keine Besserung in Sicht. „Außerdem würden bei den zu erwartenden niedrigen Temperaturen wohl weitaus weniger Zuschauer den Weg nach Neuenknick finden“, hat auch der finanzielle Aspekt für den kleinen Klub im Petershäger Norden eine nicht unwichtige Bedeutung.
Fallen sollte am Ostersonntag in Neuenknick der Startschuss zur Bundesliga-Saison 2008. Daneben sollten im Vormittagsprogramm noch die Schüler A und B sowie die B-Lizenz (500 ccm) an den Start gehen. Nun müssen Prange und SCN-Vorsitzender Karl-Heinz „Kalle” König auf die Suche nach einem neuen Termin gehen. Denkbar wäre ein Datum im Mai. Daneben hat der Verein bereits im Juli einen Termin für ein offenes Rennen angemeldet, der dann genutzt werden könnte.
Wieder Änderungen im Liga-Reglement
Die Bundesliga-Saison wird somit erst am 30. März in Diedenbergen eröffnet und kann – trotz einigem Hin und Her im Vorfeld und wieder einmal Veränderungen – doch sehr spannend werden. Neu: Jedes Team darf wieder zwei Ausländer einsetzen, die Stamm-Mannschaft besteht nur noch aus vier Fahrern, aber im Rahmen eines Bundesliga-Rennens werden jetzt acht statt vier Juniorenläufe durchgeführt: Vier Läufe mit U19- und vier Läufe mit U21-Fahren. So steuert der jeweilige Sieger z. B. drei Laufpunkte zum Endergebnis seines Teams bei (3-2-1-0). Die „Averagespunkte“ der Stamm-Mannschaft dürfen 32 nicht überschreiten, was Ausgeglichenheit der Teams bedeutet und spannende Rennen erwarten lässt.
Durch die neue Freiheit, was den Einsatz ausländischer Fahrer angeht, haben praktisch alle sieben Vereine kräftig investiert. Die wichtigsten Fahrerwechsel: Tobias Kroner ist von Meister Olching nach Brokstedt gewechselt. Matthias Schultz ging von Diedenbergen zum Liga-Neuling Wolfslake. Max Dilger wechselte von Pfaffenhofen nach Neuenknick. Der Güstrower Roberto Haupt fährt für die Pfaffenhofen Lions, Steffen Mell für die Wölfe aus Wolfslake.
19.3.2008 minden-web






