Gruppenbild der Kreisliga-Meister mit Dame und Urkunden (von links): Hans Schumann für TuS Lahde-Quetzen (A), Anabela Polzin für SC Oberbecksen (C1), Hartmut Horstmann für SC Hille (B Süd), Klaus Schildmeier für SV Frille-Wietersheim (B Nord) und Maik Senne für VfB Gorspen-Vahlsen III (C2).
Fairness-Pokal nach Lerbeck und erneut Porta
Drei verdienstvolle Mitarbeiter bei Arbeitstagung in Hartum verabschiedet / Schiedsrichter-Ansetzungen künftig im DFBnet
Mit dem Sport-Club Blau-Weiß
Lerbeck für die zurückliegende Saison hat bereits zum
achten Mal in Folge ein Verein aus der Stadt Porta Westfalica den
Fairness-Pokal des Mindener Fußballkreises gewonnen.
In den Meisterschafts- und Pokalspielen
2006/2007 (gewertet werden Senioren- und Altherren-Mannschaften)
kassierten die beiden Lerbecker Teams insgesamt nur zwei gelb-rote
Karten. Bei der Arbeitstagung der Vereine vor der neuen Spielzeit in
der Hartumer Buschklause konnte SC-Vorsitzender Karl-Gerhard Schlusen
somit aus den Händen des Kreisvorsitzenden Walter Schütte
die Trophäe entgegennehmen, die ein Jahr beim Verein verbleibt.
TuS Kleinenbremen als Gewinner in der
Saison zuvor erhielt zur Erinnerung eine kleinere Ausführung,
die Spartenleiter Eckhard Starnitzke entgegennahm und die im
Vereinsbesitz bleibt. Auch die sechs Spielzeiten zuvor hatten mit
zweimal in Folge FSC Eisbergen sowie SuS DE Costedt, zweimal TuS
Barkhausen und dem FC BW Holtrup weitere Portaner Klubs den
Fairnesspokal gewonnen. Zweiter mit immerhin vier gewerteten
Mannschaften wurde für die zurückliegende Saison im Übrigen
SC RW Maaslingen, dessen Erste auch im Wettbewerb der Landesliga
Platz 1 nur knapp verpasste.
Den Verbandsliga-Aufsteiger bezeichnete
Walter Schütte in seinem Saison-Rückblick als einen
„würdigen Meister aus dem nordöstlichsten Zipfel
Westfalens, den man nun im ganzen Verband kennen lernen werde”. Und
wären nicht RWM-Klassenpartner FC Oeynhausen und
Bezirksliga-Vize TuS Petershagen-Ovenstädt in den
Aufstiegsrelegationen gescheitert, hätte die Saison noch
erfolgreicher verlaufen können, zumal FT Dützen, Union
Minden, SV Hausberge und auch der VfB Gorspen-Vahlsen („auf den
habe ich zur Halbserie keinen Pfifferling mehr gegeben”) den
Besitzstand wahrten und nur SV Eidinghausen-Werste aus der
Bezirksliga abstieg.
Zusammen mit den Staffelleitern Günter
Ruschmeier und Ralf Schlingmann ehrte Schütte dann die Meister
der Kreisligen, TuS Lahde-Quetzen (A), SV Frille-Wietersheim (B
Nord), SC Hille (B Süd), SC Oberbecksen (C1) und VfB
Gorspen-Vahlsen III (C2). Letzterer verzichtete ebenso wie die Teams
auf den Plätzen 2 und 3 seiner Staffel auf den Aufstieg, und
kamen in diesen Genuss die ersten Drei der C1. Aus diesem Grunde
konnte man auch auf ein Relegationsspiel der B-Liga-Vorletzten
verzichten und stiegen nur SV Weser Leteln II und TuS Barkhausen ab.
Bei den Frauen machte SV
Kutenhausen-Todtenhausen als Kreisliga-Meister mit dem Aufstieg den
unvorhergesehenen Abstieg von TuS Wasserstraße aus der
Bezirksliga wett.
Haben gut lachen: SC Blau-Weiß Lerbecks Vorsitzender Karl-Gerhard Schlusen (links) und Kreisvorsitzender Walter Schütte mit dem Fairness-Pokal, der abermals in die Stadt Porta Westfalica ging.
„Es ging immer um die Sache”
Besondere Ehrungen zuteil wurden dann
drei langjährigen Mitarbeitern in Gremien des Kreises, die im
April beim Kreistag an gleicher Stelle altersbedingt „abgedankt”
hatten. Bereits mit allen verbandsseitig möglichen Ehrungen
ausgestattet, überreichte ihnen Schütte wertvolle
Glaspokale.
Der 73-jährige Horst Berger vom
Haddenhauser SV, der zwischen 1955 und 1983 Spiele bis hinauf zur
damaligen Oberliga West leitete und auch acht Jahre
Schiedsrichter-Lehrwart des Kreises war, arbeitete von 1983 bis
vergangenen April als Beisitzer in der Kreisspruchkammer und war
zwischenzeitlich auch drei Jahre stellvertretender Vorsitzender.
Wilfried Schilling, gerade 70 geworden,
wirkte in seinem Stammverein TuS Dehme ebenfalls in zahlreichen
Funktionen, ist beim jetzigen TuS Victoria Dehme wieder 2.
Vorsitzender und war beim letzten Kreistag nach stolzen 34 Jahren aus
der KSK ausgeschieden, in die er 1973 als Beisitzer gewählt
worden war.
Werner Schöttker, im März 74
Jahre alt geworden und eine „Institution” beim FSC Eisbergen, war
von 1970 bis 1972 Kreisjugendwart, wurde 1983 in die
Kreisspruchkammer gewählt und war ab 1989 bis zuletzt deren
Vorsitzender. Schütte: „Wir beide haben manchen harten Strauß
ausgefochten, aber es ging dabei immer um die Sache.”
Horst Berger, Werner Schöttker und Wilfried Schilling (von links) wurden für langjährige verdienstvolle Arbeit für den Fußballkreis bei der Versammlung in Hartum mit Glaspokalen ausgezeichnet.

Udo Quast
Gast und Schiedsrichter nicht mehr einzuladen
Einen breiten Raum nahmen bei der
insgesamt mehr als drei Stunden dauernden Versammlung die Neuerungen
in Anspruch, die das DFBnet bei der Abwickelung des Spielbetriebs mit
sich bringt. „Erstmals verteile ich heute hier keine Spielpläne
auf Papier”, verwies Schütte darauf, dass nunmehr sämtliche
Informationen im Internet zu finden seien, nun erstmals auch die
Ansetzung der Schiedsrichter, die über das Online-System des DFB
künftig per E-Mail über ihre Einsätze benachrichtigt
werden. Die gastgebenden Vereine müssen somit nicht mehr im
Vorfeld Unparteiische und Gastverein schriftlich einladen, es sei
denn, es änderten sich Zeit oder Ort gegenüber der
amtlichen Ansetzung.
Auf mögliche Anlaufschwierigkeiten
und Probleme ging auch Kreis-Schiedsrichter-Obmann Udo Quast ein
(im Kreis haben bislang erst 63 Prozent der Unparteiischen eine E-Mail-Adresse gemeldet), betonte aber: „Wir nehmen den
modernsten Weg und sind gut vorbereitet.” Ansetzungen werden
allerdings erst 15 Tage vor dem jeweiligen Spiel „fixiert” und
veröffentlicht und dadurch die Schiris automatisch zeitnah per
E-Mail an ihren Einsatz erinnert. Verhindert werden soll damit
gleichzeitig eine mögliche Informationsflut, die bei kompletter
Ansetzung vorab bis zum Saisonende drohen würde.
Schütte: „Das DFBnet ist eine
phantastische Einrichtung wenn es funktioniert und alle
mitziehen.” Und scherzhaft setzte er hinzu: „Der letzte Schritt
wäre, wir tragen unsere Spiele am PC aus . . .”
FC Assyrian neu im Spielbetrieb
Bei der Arbeitstagung in Hartum konnte
Kreisvorsitzender Walter Schütte mit dem FC Assyrian Bad
Oeynhausen einen neuen Fußballverein begrüßen.
Innerhalb kürzester Zeit erfüllte der Klub um seinen 1.
Vorsitzenden Mario Bohos gegenüber dem Verband die notwendigen
formellen Anforderungen, und nachdem die Stadt Bad Oeynhausen ihm
jetzt den Aschenplatz im Schulzentrum Nord als Heimstätte
zuwies, konnte er noch in die Kreisliga C eingereiht werden.
Harte
Worte richtete Schütte in Sachen Sportplätze an die
Verantwortlichen in Minden: „Die Stadt zockt mit den
Nutzungsgebühren die Vereine ab, aber steckt nichts rein. Ich
möchte wissen, wo das Geld bleibt.” Angesichts nicht intakter
Sanitäranlagen auf dem Sportplatz am Fort C habe sie dem VfL
Minden für Heimspiele den Bierpohlplatz zugewiesen, wo die
Bedingungen kaum besser sind. Schütte appelierte an die Mindener
Vereine: „Am Fort C gibt es einen Super-Platz, aber die Stadt lässt
ihn einfach kaputt gehen. Nehmt das nicht so hin!”
Zur Vorlage
der Spielerpässe vor der neuen Saison werden den Kreisvereinen
auch diesmal zwei Termine angeboten: Am Dienstag, 7. August, im
Sportheim Dehme und am Donnerstag, 9. August, im Sportheim Quetzen,
jeweils ab 18.30 Uhr.
„Steuern und Buchführung” ist eine
Pflichtveranstaltung für die Kreisvereine am Montag, 24.
September (19 Uhr, Buschklause Hartum) überschrieben, bei der
Fachreferenten des westfälischen Verbandes über Neuerungen
sprechen und Auskünfte geben werden.
1.8.2007 MINDEN-WEB







