
Laura Schmidt, Tatjana Gripp und Carolin Bastemeyer (von links) verfolgen hier beim 3:0 der Mindener Verbandsliga-Damen gegen Schloß Holte den Flug des Balls.
Oberligisten präsentieren sich kampfstark
MTV gewinnt im Tiebreak / VC-Herren beißen Zähne zusammen
Einen gelungenen Einstand feierten in der Volleyball-Oberliga die Damen des MTV Hausberge mit einem 3:2 (19:25, 25:21, 17:25, 25:22, 15:13) beim VV Phönix Schwerte. „In der Oberliga auswärts zu gewinnen, ist schon eine starke Leistung“, freute sich Trainer Ralf-Peter Lenz nach dem hart erkämpften Erfolg des Wiederaufsteigers, der nach dem Rückzug des VBC Paderborn zum Saisonstart vor Wochenfrist spielfrei war und nun wie alle anderen Mannschaften wegen Herbstferien und Jugendspieltag bis zum dritten Oktober-Wochenende pausiert, was Lenz nicht ungelegen kommt: „So haben wir jetzt genug Zeit, um an den gemachten Fehlern anzusetzen und daran zu arbeiten, sie abzustellen.“
Für einen möglichen deutlicheren Erfolg machten die Portanerinnen nicht konstant genug Druck, und auch in der Annahme schwankten die Leistungen. Viele Punkte gelangen derweil mit langen Aufschlägen, wobei sich im vierten Satz besonders Andrea Heuke hervortat, die für Ute Graef (Familienfeier) ins 12-köpfige Aufgebot rückte. Nach dem 1:2-Satzrückstand hatte Lenz „schon schwarz gesehen“, doch fing man sich, erzwang über 21:21 („eine enge Kiste“) mit einem 25:22 den Tiebreak und hatte hier über 9:9 und 13:10 das bessere Ende für sich. Vera Stenzel hatte sich bereits beim Warmmachen eine Leistenzerrung zugezogen. Besonderes Lob des Trainers gab es für Helena Moor und ihren ersten Oberliga-Einsatz als Diagonalspielerin.
Als Tabellenführer grüßen die Herren des 1. VC Minden, die in der Oberliga nach dem 3:1 gegen TSC Münster-Gievenbeck zu einem Drei-Satz-Sieg bei der TG Schwelm kamen. Mit 25:23, 25:22 und 26:24 waren die Sätze dabei aber weitaus knapper als das Gesamtergebnis vermuten lässt, das zudem nur zustande kam aufgrund einer „taktischen Meisterleistung“ und „weil jeder für jeden gefightet hat“, so Spielertrainer Jörg Hinsken.
Man war nur mit sieben Spielern inclusive Libero nach Schwelm gefahren, und als beim 24:22-Vorteil im ersten Satz Jan Frohne umknickte (Verdacht auf Bänderriss), drohten mangels Auswechselspieler per Spielabbruch die Punkte an den Gastgeber zu gehen. Frohne biss jedoch auf die Zähne, Lukas Beckebans vollendete zum 25:23, und fortan spielte Frohne mit einem Druckverband um seinen dicken Knöchel nur noch in der Annahme. Jeder kämpfte aber für den anderen, und so gingen dann auch die Sätze 2 (nach 2:6-Rückstand) und 3 (in der Verlängerung) an Minden, das außer Henrik Sander (nach Meniskusoperation noch längere Pause) und Oliver Oetke (nur in Heimspielen dabei) auch noch auf Igor Zimmermann wegen Prüfungsvorbereitungen verzichten musste.
Chabrouski: Dachte, es gibt ein Chaos
Letztlich unnötig Sorgen machte sich Trainer Juri Chabrouski. Obwohl bei den Verbandsliga -Damen des 1. VC Minden die Hauptzuspielerinnen (Grippe) ausfielen und die übrigen Mädchen auch etwas angeschlagen waren, kam man am Samstagabend in der Pöttcherhalle gegen Aufsteiger VfB Schloß Holte in nur 54 Minuten zu seinem schnellen 3:0 (25:8, 25:22, 25:21). Seine Spielerinnen bewahrten nämlich vom ersten bis zum letzten Punkt Ruhe, spielten sehr konzentriert und übten sehr viel Druck auf den Gegner aus. Dank sehr guter Aufschläge von Zuspielerin Tatjana Gripp und einer überragenden Abwehr führte man dabei im ersten Satz gar 17:1. Starke Angriffe von Rita Laschenko und die Abwehr von Libero Mareike Kruse und von den Außenangreiferinnen ließen den VC eigentlich nie in Gefahr geraten.
22.9.2008 minden-web



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