Nichts geholfen hat der Daumen von Ex-Trainer Jens Jäger, der unter den Zuschauern in Hausberge war.
Nichts geholfen hat der Daumen von Ex-Trainer Jens Jäger, der unter den Zuschauern in Hausberge war.

Hausberge bietet Titelaspirant Detmold viel Paroli

Beim 0:3 im zweiten Satz ein 20:15 verspielt / VC-Herren kassieren gegen TV Datteln die erste Saisonniederlage

Völlig leer gingen am Wochenende am fünften Spieltag die klassenhöchsten heimischen Volleyball-Mannschaften aus.

Die Oberliga-Damen des MTV Hausberge konnten dabei erhobenen Hauptes die Hausberger Halle verlassen nach ihrem 0:3 (15:25, 22:25, 18:25) im Spitzenspiel gegen Regionalliga-Absteiger und Meisterschaftsanwärter Nummer 1, Detmolder TV. „Wir haben uns teuer verkauft in einem sehr ansehnlichen Spiel“, freute sich Trainer Ralf-Peter Lenz trotz der ersten Saisonniederlage des Wiederaufsteigers.

Vor gut besetzten Zuschauertribünen hielten die Portanerinnen den ersten Satz bis zum 12:13 offen, ehe Sandra Piasecki, inzwischen 22-jährige ehemalige U-18-Weltmeisterschafts-Dritte im Beachvolleyball, mit einer Serie von knallharten Aufschlägen zum 12:18 für die Vorentscheidung sorgte. Obwohl die Hausbergerinnen zuletzt verstärkt an ihrer Annahme gearbeitet hatten, fanden sie dagegen kein Mittel. Gegen die mit außerdem zwei ehemaligen Zweitliga-Spielerinnen angetretenen Detmolderinnen lief der zweite Satz aus Portaner Sicht dann weitaus besser. Über 9:8 und 13:12 führte der MTV schon 20:15, und der Satzgewinn war greifbar nahe. Doch beim 21:21 war der Traum ausgeträumt, und Detmold gewann 25:22. Lenz: „Wir haben unser Niveau nicht halten können.“ Doch auch der dritte Durchgang verlief nicht schlecht. Nach Hausberger 8:7-, 9:8- und 10:9-Führungen zog Detmold erst nach dem 13:13 auf 13:16 davon und steuerte über 19:15 und 22:16 dem Gesamtsieg entgegen. Insgesamt war Trainer Lenz mit der Leistung zufrieden: „Wir haben allerdings zuviele Aufschläge auf den Libero geschlagen und zuwenig Bälle über Außen tot gemacht.“

Nicht zu unserer Form gefunden

Etwas unerwartet kam unterdessen die erste Saisonniederlage der bislang ebenfalls ungeschlagenen Oberliga-Herren des 1. VC Minden gestern Abend in der Halle an der Parkstraße mit 1:3 (25:23, 22:25, 14:25, 22:25) gegen TV Datteln. „Der Gast war eindeutig besser. Wir haben nicht zu unserer Form gefunden, zumal einige Spieler zuletzt weniger trainiert haben und nicht topfit waren“, erklärte Spielertrainer Jörg Hinsken die nicht eingeplante Schlappe. Nachdem Durchgang 1 noch weitgehend nach Plan verlief, zeigten sich dann vor allem in der Annahme Probleme bei den Dattelner Long-Distance-Aufschlägen. In Satz 3 steckte man nach schnellem Rückstand früh auf und experimentierte schon für den vierten Satz, doch auch in diesem lag man immer hinten und konnte nur beim 20:22 noch einmal hoffen. Zumal Hennig Pieper (Bundeswehr) und Oliver Oetke (erkrankt) ausfielen, fehlte es an Alternativen im Angriff.

Mit 0:3 (24:26, 18:25, 21:25) verloren die Verbandsliga-Damen des 1. VC Minden gestern beim TSC Münster. Durch das Fehlen der Libera Mareike Kruse war das Team von Juri Chabrouski etwas geschwächt. Man versuchte jedoch trotzdem zu kämpfen und mitzuhalten. Über alle drei Sätze konnte man immer wieder die Führung erkämpfen, nur am Ende verlor man etwas die Nerven und machte immer wieder kleine Fehler in Annahme oder Pass, die zum Satzverlust führten. Im dritten Satz wechselte der Trainer für Zuspielerin Kristina Chabrouskaya, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr spielen konnte, Maria Derr ein, wonach man Ausgleich und Führung erkämpfte (19:18). Man versuchte da anzuknüpfen und passte besser bei der Annahme und Abwehr auf, doch Münster wollte den Sieg nicht mehr hergeben. Trotz der Niederlage kann man sagen, dass die Manschaft wieder zueinander gefunden hat. Von der schlechten Leistung des letzten Wochenendes war nichts zu spüren, man hatte einfach nur weniger Glück.




Die Hausbergerinnen Susanne Gieseking und Vera Stenzel stemmen sich hier der bärenstarken Sandra Piasecki (von rechts) entgegen.


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