Helena Moor, Gesa Kuna und Tanja Kühn (von links) versuchen hier einen Angriff der Münsteraner Mannschaftsführerin Maike Herrmann zu blocken.

Für Oberligisten kein Grund zum Feiern

Ernüchterndes 0:3 der Mindener und Tiebreak-Niederlage für Hausberge / VC-Damen gleichen ihr Konto aus

Nach einer nicht eingeplanten 0:3-Schlappe und einer äußerst knappen Niederlage im Tiebreak hatten die beiden heimischen Volleyball-Oberligisten schon am Samstagabend Grund zu Trauer.

„Der Gegner war recht gut. Bei uns unterdessen fehlten Leute und weisen einige Spieler Trainingsrückstand auf“, erklärte Spielertrainer Jörg Hinsken das 0:3 der Oberliga-Herren des 1. VC Minden gegen die SG Freundenberg/Siegen. Durch diese dritte Niederlage in Folge verloren die Mindener Platz 2, auf dem man eigentlich Weihnachten feiern wollte, an TSC Münster-Gievenbeck, gegen den man zum Saisonstart beim 3:1 den ersten der bislang vier Siege gefeiert hatte. „In den ersten Spielen waren wir jeweils einen Tick besser“, blickte Hinsken zurück und gleichzeitig voraus: „In der Rückserie wird’s auch personell besser. Bis dahin soll aber wenigstens noch ein Sieg her.“ Fest eingeplant ist dieser für den 14. Dezember gegen Schlusslicht TV Hörde. Zuvor geht’s noch kommenden Samstag nach Wattenscheid. Beim 14:25, 20:25 und 21:25 am Samstag konnte man erst die Sätze 2 und 3 etwas freundlicher gestalten. Christian Siemens saß mit Trainingsrückstand dabei nur auf der Bank, und Oliver Oetke fehlte beruflich bedingt.

Durchaus anders enden konnte das Heimspiel der Damen des MTV Hausberge gegen USC Münster III. Das Duell zweier gleichstarker Teams sah beim Portaner 2:3 (22:25, 21:25, 25:20, 25:21, 10:15) die Gäste unter dem Strich um lediglich drei Ballpunkte vorn. MTV-Trainer Ralf-Peter Lenz sah dabei in den ersten beiden Sätzen seine Mannschaft als die bessere, doch bei einer „Berg- und Talfahrt“ (Lenz) wurden dabei jeweils deutliche Vorsprünge verspielt (u. a. 18:12 im 1. Satz). Dann wurde die Abstimmung besser, und die Leistung in der Annahme stimmte, doch den Tiebreak am Schluss bestimmte Münster. Lenz: „An der Konstanz müssen wir noch arbeiten.“ Besonders lobte er das variable Zuspiel von Vera Stenzel und die Blockarbeit von Gesa Kuna sowie die fast fehlerlos spielende Tanja Kühn. Weihnachten möchte man nach den Spielen in Hamm und gegen Olpe gern auf einem Platz unter den ersten Vier feiern.

Durch den letzten Erfolg gegen SV BW Aasee haben sich in der Verbandsliga bei den Damen des 1. VC Minden die Stimmung verbessert und der Siegeswille zugenommen, und Ergebnis davon war am Samstagabend das 3:2 (25:23, 25:19, 18:25, 25:27, 15:12) beim SC Halle, mit dem man sein Konto ausglich. In den ersten beiden Sätzen sah das Spiel der Minderinnen nahezu perfekt aus, der Block funktionierte wie noch nie, die Annahme war stabil, und trotz eines hohen Blockes auf der gegnerischen Seite kamen die Angreiferinnen fast immer durch. In den Sätzen 3 und 4 besserten sich aber Annahme und Abwehr des SC Halle, und das Mindener Spiel wurde langsamer. Im Tiebreak setzte man jedoch alles daran, den Sieg nach Hause zu holen. So dominierte man, schüchterte den Gegner mit starke Angriffen ein und holte sehr viele Bälle duch ausgezeichete Abwehr. Am Schluss gratulierte Trainer Juri Chabrouski der Mannschaft dann herzlich.

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