Trainer Peter Alvermann mit den Zugängen Sascha Schumann, Lennart Versick, Andre Rusteberg und Co-Trainer Andre Möller (stehend von links) sowie Samuel Gurcke, Jens Fachmann und Emrah Bingöl.

Mannschaft stark genug für eine gute Rolle

Union Minden setzt weiter auf junge Spieler aus der Umgebung / Nach sieben Zugängen mit 19er-Kader in die Saison

„Wir haben zwar einen knappen Kader, aber der ist stark genug, in der Landesliga eine gute Rolle zu spielen.“ Zuversichtlich blickt Trainer Peter Alvermann der am kommenden Sonntag mit einem Auswärtsspiel beim TuS Jöllenbeck beginnenden neuen Saison entgegen. Als Union Minden am vergangenen Freitagabend im Weserstadion seinen Fans und Gönnern bei Bratwurst und Bier die Mannschaft für die kommende Spielzeit vorstellte, hätte man zwar gern noch einen weiteren Zugang präsentiert. Doch bleibt es (vorerst) bei den 17 Feldspielern und zwei Torleuten, mit deren der Tabellenfünfte der zurückliegenden Saison den Punktekampf angeht.

Von den sieben bekannten Zugängen, mit denen die ebenfalls sieben Abgänge wettgemacht werden sollen, waren sechs anwesend. Jan-Henrik Giessmann, der Westfalenliga-A-Jugend von Preußen Espelkamp entwachsen und im ersten Senioren-Jahr, absolviert derzeit ein soziales Jahr und war wegen einer Fortbildung unabkömmlich.

Für Trainer Peter Alvermann sind die meisten Zugänge weit mehr als Ergänzungsspieler; er sieht sie als Verstärkungen und potenzielle Leistungsträger. So auch den Jüngsten im Aufgebot, den vorzeitig zum Senior erklärten noch A-Jugendlichen Samuel Gurcke von Hannover 96, der das Fußballspielen beim FSC Eisbergen lernte. Auch von Emrah Bingöl erwartet er in dessen drittem Senioren-Jahr einiges; der Stürmer erhielt verletzungsbedingt beim FC Bad Oeynhausen zuletzt weniger Spielanteile. Lennart Versick wird unterdessen wohl erst nach der Winterpause stürmen können; der zweite Zugang aus der Espelkämper A-Jugend wird erst kommenden Freitag am Kreuzband operiert.

Trio mit Erfahrung von der FT Dützen

„Gestandene“ Spieler mit doch schon einiger Erfahrung sind die drei weiteren Zugänge von Landesliga-Absteiger FT Dützen. Andre Rusteberg bringt drei Senioren-Jahre mit ins Weserstadion, von Sascha Schumann erwartet Alvermann nicht nur Tore, sondern auch Führungsqualitäten, und der ebenfalls schon früher bei Union spielende Torwart-Routinier Jens Fachmann, der als „trainingsverrückt“ gilt, ist mit seinen fast 33 Jahren nun ältester Spieler im Aufgebot.
„Wir halten weiter fest an dem Konzept, mit jungen Spielern aus Minden und Umgebung zu arbeiten“, stellte eingangs bei der Begrüßung Herbert Hoppmann von der Union 2000 GbR fest und ist sich sicher: „Wir sind auf dem richtigen Weg. Die Mannschaft ist stark genug für einen gesicherten Mittelplatz.“ Hoppmann bat aber auch: „Das Team ist jung und der Trainer auch. Das braucht noch Zeit.“

Die Spieler und den Verein weiterbringen

„Ich will die Chance nutzen, Spieler und Verein weiterzubringen“, formulierte Neu-Trainer Peter Alvermann, der seinen Vorgänger Fritz Möhlmann unter den Anwesenden begrüßte. „Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich hier vor einem Jahr stand und als neuer Co-Trainer vorgestellt wurde. Inzwischen habe ich festgestellt, dass Jugend- und Senioren-Bereich doch etwas anderes sind. Ich habe von Fritz aber viel gelernt“, kündigte der 30-jährige B-Lizenz-Inhaber und ehemalige Kreisauswahl- und Stützpunkt-Trainer eine nahtlose Fortsetzung der Arbeit seines Vorgängers an. Einem erneuten Umbruch in der Mannschaft schob er jedenfalls weit weg.

Viel lobende Worte fand Alvermann für die Arbeitsbedingungen: „Das Umfeld sucht seinesgleichen in der Landesliga. Heinz Albersmeier ist 24 Stunden für die Mannschaft und alles was sie betrifft da, Dieter Kopahs nimmt mir auch einiges ab, nicht zu vergessen die Altinternationalen Horst Lenz und Peter Braungarten. Und die Betreuer Steffen Pultke und Jens Winkelmann machen ehrenamtlich ebenfalls einen sehr guten Job.“ Hinzu kommt die „medizinische Abteilung“ mit gleich zwei Physiotherapeuten und einem Sportarzt. Und nicht missen möchte Alvermann auch die Arbeit von Hermann Gotthelf als Torwart-Trainer: „Das kann nur von Vorteil sein.“

Union Minden

Abgänge: Josip Rasic (Rödinghausen), Ilker Siviloglu (TSV Schötmar), Holger Kruse (FT Dützen), Björn Meyer (FT Dützen), Kai Wiebusch (SV Rödinghausen), Sascha Mohe (1 Jahr Studium in Schottland), Tim Schwier (RW Maaslingen).

Zugänge: Sascha Schumann (FT Dützen), Andre Rusteberg (FT Dützen), Jens Fachmann (FT Dützen), Samuel Gurcke (Hannover 96 A-Jugend), Jan-Henrik Giessmann (Pr. Espelkamp A-Jugend), Lennart Versick (Pr. Espelkamp A-Jugend), Emrah Bingöl (FC Bad Oeynhausen).

Aufgebot: Jens Fachmann (32), Axel Pundt (21) – Stephan Teinert (24), Andre Rusteberg (21), Sergej Bartel (21), Daniel Steinkamp (24), Danny Odoy (21), Torben Möhlmann (21) – Jan-Henrik Giessmann (19), Benjamin Günnewich (29), Mirco Claußen (23), Edgar Mizel (20), Samuel Gurcke (18), Andre Möller (26), Emrah Bingöl (20) – Hussein Hamdan (19), Sascha Schumann (31), Tobias Versick (22), Lennart Versick (18).

Trainer: Peter Alvermann (30 / bisher Co-Trainer) für Fritz Möhlmann (54 / vier Jahre / passiv bei Union Minden).

3.8.2009 minden-web




Dieter Gels, ehemaliger Jugend-Obmann und Ex-Vorstandsmitglied und inzwischen 68 Jahre alt, sammelt schon seit den 90er-Jahren Zeitungsausschnitte mit Berichten über die 1. Mannschaft und überreicht diese geheftet nach einer Saison dem Trainer. Zum vierten und letzten Mal durfte sich Fritz Möhlmann (rechts) darüber freuen. Mit ihm interessieren sich hier Peter Alvermann und Dieter Kopahs (zweiter von rechts) für die Presseveröffentlichungen.


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