Unter den Augen von Trainer Yuri Chabrouski überwindet hier Simone Brinkmeier den PSV-Block.

Oberligisten klettern ins Vorderfeld

3:0-Auswärtssiege in Wattenscheid und Essen / Chabrouski-Team nach Annahme-Schwächen 1:3

3:0-Erfolge feierten am Wochenende in ihren Auswärtsspielen die beiden heimischen Volleyball-Oberligisten und orientierten sich damit in die oberen Hälften der Tabellen. Dagegen mussten die heimischen Verbandsliga-Damen gestern Abend eine 1:3-Niederlage hinnehmen und stehen weiter im unteren Bereich der Wertung.

Herren TVK Wattenscheid – 1. VC Minden 0:3 (23:25, 19:25, 20:25). Als „ein bisschen überraschend, aber schön“ bezeichnete VC-Spielertrainer Jörg Hinsken diesen Erfolg. Überraschend für ihn deshalb, weil man zu diesem Auswärtsspiel nicht die Bestbesetzung aufbieten konnte, sich die junge Truppe um die nur drei Routiniers (Jan Frohne, Constantin Moor und eben Hinsken selbst) aber prächtig schlug und eine sehr gute Leistung zeigte. Entscheidend war letztlich, dass man seine Angriffe durchbrachte. Ordentliche Aufschläge, gute Blockarbeit und erfolgreiche Feldabwehr kamen hinzu. Der erste Durchgang verlief bis zum 24:22 sehr eng, ehe Minden das bessere Ende für sich hatte. Satz 2 war da schon eindeutiger. In Durchgang 3 lag man zunächst gar 9:11 hinten, ehe man den Spieß noch umdrehte.

1. VC Minden: Beckebans, Betz, Frohne, Hinsken, Moor, Siemens, Tischler, Isaak, Rademacher.

Damen VV Humann Essen – SG Volley Minden/Hausberge 0:3 (15:25, 21:25, 22:25). Zur Freude von Trainer Jens Jäger zeigte die Mannschaft auch endlich auswärts einmal viel Engagement und Selbstvertrauen und machte sich mit viel Stimmung Mut. Man machte sehr viel Druck und machte dabei rund 70 Prozent der Ballpunkte über die Mitte durch Gesa Kuna und Susanne Gieseking. Aber auch an Mirja Henke und Vera Stenzel verteilte Jäger Lob. Die Gastgeberinnen stemmten sich zwar gegen die Niederlage, doch waren sie letztlich zu ungefährlich. Mit guten Angaben und Angriffen über die Mitte dominierte spätestens nach dem 15:11 die SG den ersten Satz klar. Nach Startschwierigkeiten ausgeglichen verlief der zweite Durchgang, in dem am Ende die Jäger-Schützlinge noch ein 16:20 drehten. Nach verschlafenem Beginn (3:7, 7:10) gab über 18:20 und 21:20 in Satz 3 am Ende die größere Motivation den Ausschlag.

SG Volley Minden/Hausberge: Amshoff, Bastemeyer, Buck, Gieseking, Graef, Henke, Kuna, Laschenko, Meier, Schmidt, Stenzel.

Damen SG Volley Minden/Hausberge II – Post SV Bielefeld I 1:3 (17:25, 10:25, 25:23, 14:25). „Die Annahme war heute eine Katastrophe“, beklagte sich Trainer Yuri Chabrouski: „Da war ansonsten mehr drin.“ Sehr zufrieden war er aber mit dem weiter verbesserten Zusammenspiel der neu formierten Mannschaft und deren großartigen kämpferischen Vorstellung. Fünf verschlagene Angaben und 15 Annahmefehler führten zum 10:25 im zweiten Satz und hätten in Durchgang 3 nach einer 24:17-Führung fast noch den Satzgewinn gekostet. Danach konnte man das gute Niveau allerdings nicht mehr halten.

SG Volley Minden/Hausberge II: Schwarze, Feige, Brinkmeier, Chabrouskaya, Gripp, Horstmeier, Kirchhoff, Moor, Stark.


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