
Am Vorstandstisch (von links): 1. Vorsitzender Gerd Malinowski, Geschäftsführer Karsten Brink, 2. Vorsitzender Volker Seifert und Kassenwart Gunnar Mertens.
Nach Brandrede die fälligen Wahlen ausgesetzt
FTD-Vorsitzender Malinowski prangert Missstände an / Bedenkzeit für Mitglieder bis zu einer „Außerordentlicher“
Nach einer „Brandrede“ des 1. Vorsitzenden Gerd Malinowski, der zahlreiche Missstände anprangerte, ist bei der FT Dützen die Jahreshauptversammlung ohne die auf der Tagesordnung stehenden Wahlen zu Ende gegangen.
Der Vorstand wird die Geschäfte zunächst aber weiterführen, und man einigte sich auf Freitag, 24. April, als Termin für eine außerordentliche Versammlung, bis zu der sich die Mitglieder Gedanken über ihre Rolle im Verein und darüber machen können, wie künftig ihr Engagement für den Klub sein werde. Zur Wahl standen am Freitagabend im Sportheim der 2. Vorsitzende (Volker Seifert), Geschäftsführer (Karsten Brink) und Kassenwart (Gunnar Mertens, der aufgrund beruflicher Anspannung einen Nachfolger sucht). Nicht zu wählen waren diesmal 1. Vorsitzender (Gerd Malinowski kündigte sein Ausscheiden für nächstes Jahr an) und 3. Vorsitzender (Edmund Brüggemann).
Alle Mitglieder sind der Verein
„Alles hier ist nicht landesliga-würdig, wir haben in der Klasse nichts verloren“, fasste Malinowski seine engagierten Ausführungen zusammen. Überall auf der Anlage an Römkes Ort, die „von den Bedingungen und der Ausstattung her ihresgleichen im weiten Umkreis sucht“, liege Müll herum, sprieße Unkraut, alles verkomme, werden Geräte nach der Benutzung nicht weggeräumt, Duschen, Toiletten und Umkleiden in einem unmöglichen Zustand hinterlassen und übervolle Mülleimer nicht geleert: „Wir vom Vorstand haben keine Lust mehr, für den Rest des Vereins Hausmeister und Müllmänner zu sein. Alle Mitglieder sind der Verein – aber machen nichts und noch mal nichts …“ Zudem fehle es regelmäßig an Freiwilligen und Helfern, wenn solche für Aufgaben und Arbeiten etwa im Rahmen von Veranstaltungen oder Turnieren gesucht werden (Ordner, Platzsprecher etc.).
„Wir suchen mindestens 13 Leute, die organisatorisch mithelfen“, gab Karsten Brink den Mitgliedern auf den Weg. Und Gedanken machen können sich diese bis zur „Außerordentlichen“ auch über die Festschreibung von zehn Arbeitsstunden pro Mitglied und Jahr, wie Malinowski sie forderte. Über die Homepage des Vereins im Internet werden ab sofort Anregungen, Meinungen und Angebote zur Mitarbeit entgegen genommen.
Die Berichte der Abteilungen brachten Licht und Schatten. A- und B-Jugend belegen in den Fußball-Bezirksligen hervorragende Plätze, mit sechs der sieben geforderten Schiedsrichter erfüllt man fast das Soll, beim Nachwuchs sind mit 13 Teams einige Altersklassen megrfach besetzt, Mutter-und-Kind-Turnen sowie Kinder-Leichtathletik erfahren guten Zuspruch, die neue Wintersport-Sparte wertete ihre erste Skifahrt als vollen Erfolg, und die drei Altherren-Teams hatten einige Male Grund zum Feiern. Doch für die 1. Mannschaft in der Landesliga „käme der Klassenerhalt einem Wunder gleich“ (Karsten Brink). Deshalb treibe man schon jetzt mit eigenen jungen Spielern den Neuaufbau für die Bezirksliga voran, werde längerfristig den Wiederaufstieg aber nicht aus den Augen verlieren.
Der Verein zählt derzeit 388 Mitglieder, die Hälfte davon sind jünger als 18 Jahre. Einen detaillierten Kassenbericht konnte Kassenwart Gunnar Mertens nicht vorlegen aufgrund eines Defektes an seiner Computer-Festplatte. Das soll bei der „Außerordentlichen“ nachgeholt werden. Der Vorstand wurde am Freitagabend aber dennoch entlastet. Fütr Reinhard Withöft wurde Friedel Mertens neu in den Ältestenrat gewählt, für Udo Rodenberg als neuer Kassenprüfer Gerd Lohmeier.
Für Treue zum Verein bei der Jahreshauptversammlung der FT Dützen geehrt (von links): Bernt Brüggemann (50 Jahre Mitglied), Olaf Buddenbohm (25 Jahre), Eckhard Fuchs (50 Jahre) und Gerd Malinowski (25 Jahre).
Zitat
Er ist quasi ein Urgestein, er pfeift Tag und Nacht
Schiedsrichter Andre Pulter über seinen Vater Gert, mit Leib und Seele Referee.
Edith, stimmt das?
Zwischenruf aus der Versammlung in Richtung Gerts Ehefrau






