VC-Herren verlieren Führung an den Gegner
SG Volley überrascht dank Anja Buck mit 3:2 in Essen / Damen II biegen klare Rückstände zum zweiten Saisonsieg um
Trotz einer überzeugenden Vorstellung haben die Oberliga-Volleyballer des 1. VC Minden im Spitzenspiel bei der TG Schwelm in eine 1:3-Niederlage einwilligen und dem Gastgeber die Tabellenführung überlassen müssen. Ein überraschendes 3:2 bei VC Essen-Borbeck II landeten die Oberliga-Damen der SG Volley Minden/Hausberge und setzten sich erst einmal in der oberen Tabellenhälfte fest. Das dringend nötige zweite Punktepaar schafften die Damen II der SG Volley in der Verbandsliga beim 3:1 gegen PSV Bielefeld II.
TG Schwelm – 1. VC Minden 3:1 (14:25, 22:25, 25:12, 19:25). „Der selbst ernannte Titelkandidat war vom Potenzial her natürlich besser, aber wir haben gut dagegen gehalten“, freute sich VC-Spielertrainer Jörg Hinsken trotz der Niederlage: „Das war eine Leistung, auf die man aufbauen kann.“ In den nächsten Wochen warten – angefangen mit VC Marl am Sonntag (17 Uhr) an der Parkstraße – nämlich die weiteren Mannschaften aus dem Vorderfeld auf die vor diesem sechsten Spieltag die Wertung anführenden Mindener: „Und dann werden wir wissen, wo wir stehen.“ Auswärts konnte der VC einmal mehr nicht in Bestbesetzung antreten. Jan Frohne, Bernd Gurschinski, Oliver Oetke, Henning Pieper und Markus Wittek fehlten. Mit Pascal Rademacher sowie dem Sebastian Isaak aus der Reserve war man aber immerhin zu neunt. Den ersten Satz dominierte der Gastgeber klar, da Minden mit der Größe der Blockspieler nicht zurecht kam. In Durchgang 2 war dem ebenso, nachdem man beim 14:12 auf einem guten Weg schien. Dank Super-Aufschlägen war der dritte Satz dann schnell zugunsten von Minden gelaufen: „Bei uns lief alles bestens, bei denen gar nichts.“ Durchgang 4 konnte der 1. VC bis zum 10:10 offen halten, dann aber setzte sich doch der Favorit durch.
1. VC Minden: Bajrami, Beckebans, Betz, Hinsken, Moor, Siemens, Tischler, Rademacher, Isaak.
VC Essen-Borbeck II – SG Volley Minden/Hausberge 2:3 (22:25, 25:23, 25:19, 19:25, 8:15). „Das sind zwei wichtige Auswärtspunkte, mit denen ich nicht gerechnet habe“, freute sich Trainer Jens Jäger und verteilte Lob an die gesamte Mannschaft, die kämpfte und Moral zeigte, sich vom lautstarken Anhang der Gastgeberinnen nicht beeindrucken ließ und mit nur neun Spielerinnen nach ausgeglichenen vier Sätzen das bessere Ende für sich hatte. Für dieses war maßgeblich Anja Buck verantwortlich, die im Tiebreak nach dem 2:2 mit einer Aufschlagserie für ein 8:4 sorgte, damit den letzten Widerstand Essens brach und schließlich als i-Tüpfelchen auch den Matchball versenkte. Das bessere Ende für sich hatte die SG nach konstanten Aufschlägen und guten Annahmen auch schon im ersten Satz. Fehler und Annahmeschwächen führten zwar zum Verlust des zweiten Durchgangs, doch zum Schluss von Satz 3 hin spürte Jäger: „Da geht noch etwas.“ Sein Team wehrte sich da zwar noch vergeblich (19:25 nach Aufholjagd zum 16:20), nahm dann in Durchgang 4 das Heft aber endgültig in die Hand und dominierte über 21:14 klar. Und im Tiebreak ließ man dann auch nichts mehr anbrennen, obwohl mit Gesa Kuna (sieht Mutterfreuden entgegen), Laura Schmidt (saß erkrankt auf der Bank), Ute Graef (ebenfalls krank) und Sarah Hansing (Einsatz in der Reserve) wichtige Spielerinnen fehlten.
SG Volley Minden/Hausberge: Amshoff, Bastemeyer, Buck, Gieseking, Henke, Laschenko, Meier, Stahl, Stenzel.
SG Volley Minden/Hausberge II – PSV Bielefeld II 3:1 (25:19, 25:23, 13:25, 25:16). Aufatmen nach diesem wichtigen zweiten Saisonsieg gegen die noch erfolglosen Bielefelderinnen. „Unser Zusammenspiel wird immer besser. Wir wissen jetzt, wo wir stehen müssen, um unser eigenes Spiel zu machen“, freute sich Trainer-Tochter Kristina Chabrouskaya. Gegen die erfahrenen und routinierten Bielefelderinnen lagen die jungen Mindenerinnen jedoch in allen Sätzen jeweils deutlich hinten, um dreimal noch den Spieß zu drehen, in Durchgang 1 gar 8:15. In Satz 2 hatte man nach guten Angaben von Tatjana Gripp und Andrea Heute schließlich die Nase vorn. Nach einem Durchhänger im dritten Durchgang zeigte man dann aber wieder Charakter und machte den Sack dann zu. Sehr stark spielte auch Elvira Stark, in der letzten Saison nach Spielerin der 3. Mannschaft.
SG Volley Minden/Hausberge II: Chabrouskaya, Gripp, Horstmeier, Kirchhoff, Moor, Stark, Hansing, Heuke.


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