
Nach dem Startschuss im Jahr 2004 auf der Aschenbahn: Links (halb verdeckt) Schulleiter Michael Paul und in der Mitte Mindens Bürgermeister Michael Buhre. Durchs Bild flattern die damals aufgelassenen Friedenstauben.

Schulleiter Michael Paul
Jede Runde kann Menschenleben retten
24-Stunden-Lauf am Mittelweg zugunsten der Initiative „Gemeinsam gegen Leukämie“ des Vom-Stein-Berufskollegs
„Als wir im Jahr 1989 mit gerade einmal sechs Mannschaften begonnen haben, konnte damals niemand ahnen, zu welch einer großartigen Veranstaltung dieses Laufen für einen guten Zweck einmal werden würde.“ Mit beeindruckenden Fakten und Zahlen belegte Union Mindens Vorsitzender Torsten Schwier seine Aussage beim ersten Informationstreffen für die Lauf-Teams und deren Sponsoren sowie den Leistungsempfänger im Vorfeld des inzwischen zwölften 24-Stunden-Laufes am 25. und 26. Juni nächsten Jahres.
Für die bislang elf Veranstaltungen des Fördervereins Union Minden auf dem Sportplatz am Mittelweg stehen unter dem Strich insgesamt mehr als 183 000 Euro (inklusive der umgerechneten DM-Beträge der ersten sieben Austragungen). 263 Mannschaften und insgesamt 214 497 Runden auf der Aschenbahn haben für dieses stolze Ergebnis gesorgt. „Das war am Limit“, blickte Schwier auf das Jahr 2004 zurück, als mit 35 Teams das Engagement bislang am größten war: „Nach einem Tief in 2006 hat sich deren Zahl bei 22 im vergangenen Jahr wieder stabilisiert.“
Torsten Schwier hofft auf 25 bis 30 Mannschaften
Wieviele Mannschaften es am Freitag, 25. Juni 2010, um 18 Uhr beim Startschuss sein werden, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen. „Ich hoffe auf 25 bis 30“, ist Schwier optimistisch. Knapp ein Dutzend war bereits bei der ersten Info-Veranstaltung zugegen, darunter auch Eintracht Minden, das die „ewige Tabelle“ mit insgesamt 10 724 Runden vor der Bundeswehr (10 298) und dem Mindener Ruderverein (8826) anführt und als einziger Verein oder Gruppierung bislang bei allen elf Läufen vertreten war. Neben Torsten Schwier und Dieter Wiegmann von der Organisationsleitung ist auch Fritz Möhlmann Ansprechpartner insbesondere für interessierte heimische Schulen.
Begünstigte des Laufes 2010 ist die Initiative „Gemeinsam gegen Leukämie 1000 + X Typen“ am Freiherr-vom-Stein-Berufskolleg, den Kaufmännischen Schulen des Kreises Minden-Lübbecke. Zusammen mit zwei Lehrerkollegen stellte Schulleiter Michael Paul den Anwesenden im Union-Sportheim die Initiative vor: „Bei uns wird Blut groß geschrieben.“ Für die „Deutsche Knochenmarkspenderdatei“ will man am 23. September nächsten Jahres wieder eine Typisierung durchführen wie schon im vergangenen Jahr, als an „Typisch Stein“ mehr als 550 Schüler und Lehrer teilnahmen, unter denen inzwischen sieben Spender ausgemacht wurden. Diesmal peilt man die magische 1000er-Marke an und will für die Aktion beim 24-Stunden-Lauf auch bei Außenstehenden werben. Eine einzige Typisierung bedeutet etwa 50 Euro Laborkosten, und so hofft man natürlich auf ein sehr gutes Ergebnis des kommenden 24-Stunden-Laufes. Für diesen die Schirmherrschaft übernommen hat im übrigen die Detmolder Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl.
30.10.2009 minden-web
Hintergrund
Deutsche Knochenmarkspenderdatei: Die DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei gemeinnützige Gesellschaft mbH mit Sitz in Tübingen ist eine gemeinnützige Gesellschaft, deren Ziel es ist, durch Unterstützung von Knochenmarkspenden die Heilungschancen der an Leukämie und anderen lebensbedrohlichen Erkrankungen des blutbildenden Systems Erkrankten zu verbessern.
Typisierung: Die Erkennung und Speicherung bestimmter Merkmale zur Aufnahme in eine Spenderdatenbank, zum Beispiel bei Stammzelltransplantationen. Bei einer Typisierung wird eine kleine Blutprobe (etwa 5-20 ml, das entspricht maximal etwa zwei Esslöffeln) oder eine Speichelprobe entnommen und mit deren Hilfe im Labor die wichtigsten Gewebemerkmale bestimmt.
Datenbank: Die Probe wird zusammen mit dem Namen und der Anschrift des potenziellen Spenders gespeichert. Die persönlichen Daten dienen nur dazu, später mit dem Spender Kontakt aufnehmen zu können. In die nationalen und internationalen Datenbanken gelangen alle Informationen nur in anonymisierter Form unter einer Spenderkennziffer. Mit der Aufnahme in ein Spenderregister verpflichtet sich aber noch niemand, später tatsächlich zu spenden.
(aus Wikipedia)






