
- Jahr 2009
Sportheim-Trophy
- Mini-Spielfeld
- Sportlerehrung
- 24-Stunden-Lauf
- FT Dützen
Aus dieser Blickrichtung trügt der Schein: Das Sportheim am Bierpohlweg ist in die Jahre gekommen.
„Bierpohlweg hätte beste Chancen gehabt“
Heruntergekommene und baufällige Sportheime wetteifern in Westfalen um 30 000 Euro / Schnathorst noch im Rennen
„Die Baulichkeiten sind derart marode und die Zustände äußerst katastrophal. Man hätte gute Aussichten gehabt und hat eine große Chance vertan.“ Vereine mit heruntergekommenen und baufälligen Sportheimen wetteifern derzeit in der Vereinsheim-Trophy 2009/2010 des Westfälischen Fußball- und Leichtathletik-Verbandes (FLVW) um Warengutscheine für Baustoffe im Wert von insgesamt 30 000 Euro, die ein in den Segmenten Agrar, Bau und Energie tätiger bayerischer Großkonzern ausgelobt hat. Doch aus dem Mindener FLVW-Kreis 23 hat sich – auch zum Bedauern des Kreisvorsitzenden Walter Schütte – kein Verein an diesem Wettbewerb beteiligt, in dem es Mittel und Material zur Renovierung und Instandsetzung der Anlagen zu gewinnen gibt: „Das Sportheim am Mindener Bierpohlweg wäre da ein Kandidat ersten Ranges gewesen.“
Genutzt wird dieses in erster Linie vom Türkischen Sportverein Minden, und Schütte hatte den Verantwortlichen auch angeboten, ihnen bei der Bewerbung zu helfen. Allerdings steht in den Wettbewerbsbedingungen auch folgender Satz: „Teilnahmeberechtigt sind alle Mitgliedsvereine des FLVW, die über ein eigenes Vereinsheim verfügen.“ Anlagen der Städte oder Gemeinden dürften somit nicht infrage kommen. Und das Gebäude am Bierpohlweg gehört der Kommune, die knapp bei Kasse ist.
Ein anderes derart herunter gekommenes Sportheim in Minden, Petershagen, Porta Westfalica oder Hille fiel dem Kreisvorsitzenden auf Anhieb nicht ein: „Da ist in den letzten Jahren viel gemacht worden.“ Und neuesten Datums sind zum Beispiel die Neubauten in Quetzen und Ovenstädt, wo die Vereine viel an Eigenleistung investiert haben.
Um an der Vereinsheim-Trophy teilzunehmen, hatten die Vereine u. a. Fotos einzureichen, die die Renovierungsbedürftigkeit des Vereinsheims dokumentieren. Aus den Bewerbungen wählte eine Jury 64 Klubs aus, die im Pokalspielmodus in der 1. Runde in 32 Paarungen zu einer Online-Abstimmung im Internet gegeneinander antraten. Die Gewinner bestritten die 2. Runde, und inzwischen stehen die letzten 16 fest, die zwischen dem 1. und 10. Februar im Achtelfinale auf möglichst viel „Klicks“ hoffen. Dem Endsieger winkt schließlich ein Baustoff-Gutschein über 25 000 Euro, dem unterlegenen Finalisten noch über 5000 Euro. Und die beiden weiteren Halbfinalisten können sich über Sportausrüstungen freuen.
Von den insgesamt sieben Bewerbern aus den FLVW-Kreisen Lübbecke und Herford hat es im übrigen der SV Schnathorst bis ins Achtelfinale geschafft. Hier trifft der Verein aus der Gemeinde Hüllhorst online auf den FV 1954 Niederlaasphe aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein. Der SV Schnathorst setzte sich in der 1. Runde gegen TuS Alteheide (Unna/Hamm) und in Runde 2 gegen den Herforder SC Vlotho durch, der in Runde 1 mehr Stimmen als DJK SVE Heessen (Unna/Hamm) bekommen hatte. Ebenfalls in der 2. Runde schied TuS Stemwede gegen FC Ostwig/Nuttlar (Meschede) aus. Bereits in Runde 1 scheiterten Isenstedter SC sowie SV Löhne-Obernbeck, SG Schweicheln und SV Oetinghausen aus dem Kreis Herford.
www.baywa-cup.de
24.12.2009 minden-web






