Carolin Bastemeyer versucht hier die Essener Gegenspielerin zu überwinden.

Nach durchweg Niederlagen geht das Zittern weiter

VC-Herren bieten Meister zwei Sätze lang Paroli / Damen ohne einen Satzgewinn / SG-Reserve auf Abstiegsplatz

Erneut ein „schwarzes Wochenende“ für die klassenhöchsten heimischen Volleyball-Mannschaften: Durchweg in Niederlagen einwilligen mussten die Herren des 1. VC Minden in der Oberliga sowie die Damen I und II der SG Volley Minden/Hausberge in Oberliga und Verbandsliga. Vor den letzten drei Durchgängen der Saison an den kommenden drei Wochenenden liegen die beiden Oberliga-Mannschaften weiter nur zwei Punkte vor Relegationsplatz 8, und die SG-Damen II rutschten gar auf Abstiegsplatz 9.

1. VC Minden – TG Schwelm 1:3 (25:22, 23:25, 12:25, 14:25). „Kompliment an die Mannschaft. Wir haben zwei Sätze auf hohem Niveau gespielt, ein tolles Spiel gemacht und dem Tabellenführer Paroli geboten“, nahm VC-Spielertrainer Jörg Hinsken viel Positives mit aus der Partie gestern Abend: „Wenn wir diese Leistung am kommenden Samstag beim Drittletzten VC Marl wiederholen, sind wir am Klassenziel.“ Obwohl mit nur wenig Wechselmöglichkeiten und ohne Libero angetreten, gewannen die Mindener den fast fehlerlos gespielten ersten Satz verdient. Ausgeglichen verlief Durchgang 2, ehe sich die Gäste über 20:23, 22:23, 22:24 und 23:24 doch noch durchsetzten. Hinsken: „Hätten wir diesen gewonnen, hätten wir gar eine Chance auf den Gesamtsieg gehabt.“ In der Folgezeit spielte Schwelm dann aber Stärke und Können in Annahme, Block und Aufschlag aus und konnte am Ende vorzeitig schon die Meisterschaft feiern.
1. VC Minden: Bajrami, Beckebans, Betz, Gurschinski, Hinsken, Moor, Siemens, Tischler, Wittek.

SG Volley Minden/Hausberge I – VC Essen-Borbeck II 0:3 (23:25, 17:25, 23:25). Auch Stunden nach dieser Niederlage rätselte Sebastian Kuna noch, woran es letztlich lag. „Wir scheinen ein Kopf-Problem zu haben, es mangelte uns an Leichtigkeit und Spielfreude“, fasste er schließlich zusammen. Kuna wird wie gestern Nachmittag auch in den kommenden beiden Spielen auf der Bank das Sagen haben, ehe Jens Jäger wieder aus dem Urlaub zurück ist. Ihm standen gestern aus verschiedenen Gründen nur sieben Spielerinnen zur Verfügung. Elena Giesbrecht und Franziska Wieschollek aus der Bezirksliga-Mannschaft saßen zwar auf der Bank, kamen aber nicht zum Einsatz. Trotz der engen Personaldecke lief das Spiel zunächst gut an, doch nach „komischen Fehlern“ sank die Stimmung. Und auch in Durchgang 3 konnte man noch einmal auf eine Wende hoffen, doch letztlich machten Annahme-Fehler und zu wenig Druck im Angriff die Hoffnungen zunichte.
SG Volley Minden/Hausberge I: Bastemeyer, Buck, Graef, Henke, Laschenko, Meier, Stenzel, Giesbrecht, Wieschollek.

PSV Bielefeld II – SG Volley Minden/Hausberge II 3:2 (22:25, 25:9, 23:25, 25:19, 16:14). Nach dieser hauchdünnen Niederlage am späten gestrigen Abend sind die Schützlinge von Yuri Chabrouski auf einen Abstiegsplatz gerutscht. 2:1 führte die SG schon, ehe der Gastgeber im Tiebreak das Glück auf seiner Seite hatte und in der Tabelle somit vorbeizog.




Markus Wittek und Bernd Gurschinski (von rechts) strecken sich hier einem Angriff von Gast TG Schwelm entgegen.


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