Die Damen II der SG Volley – hier mit (von rechts) Helene Töws, Elvira Stark und Marina Horstmeier – nahmen Tabellenführer TSC Münster an der Parkstraße einen Satz ab.

Weiter zwischen Hoffen und Bangen

Drei Niederlagen am Wochenende: Oberliga- und Verbandsliga-Teams können nichts für das Klassenziel tun

Klassenerhalt, Relegationsplatz oder direkter Abstieg – auch nach dem drittletzten Spieltag der Volleyball-Saison ist noch völlig unklar, wie diese für die klassenhöchsten heimischen Herren- und Damen-Mannschaften enden wird. Die Oberliga-Herren des 1. VC Minden verloren am Samstagabend das wichtige Spiel bei Tabellennachbar VC Marl mit 1:3, liegen aber weiter zwei Zähler vor den auf Relegationsplatz 8 und Rang 9 nun punktgleichen VC Bottrop II und TVK Wattenscheid, das mit einem 3:1 gegen den Tabellenzweiten BW Aasee aufhorchen ließ. Durch ein 0:3 bei TuSEM Essen auf Relegationsplatz 8 hinter den Gegner gerutscht sind unterdessen die Oberliga-Damen der SG Volley Minden/Hausberge. Als Neunter direkt absteigen würden derweil derzeit aus der Verbandsliga die Damen II der SG Volley, die ihr Heimspiel gegen Meister in spe TSC Münster mit 1:3 verloren.

VC Marl – 1. VC Minden 3:1 (25:15, 25:22, 24:26, 25:15). „Wir waren nicht in der Form vom Spiel zuvor gegen Schwelm und haben nicht gut gespielt. Aufgrund von Verletzungen waren wir aber nur zu siebt und mussten ohne Libero spielen“, erklärte VC-Spielertrainer Jörg Hinsken die Niederlage. Angesichts der Tabellensituation hatte man sich viel vorgenommen, fand aber nicht so recht ins Spiel und machte mehr Fehler als der Gastgeber, der einen wirklich guten Tag erwischt hatte. Außer Durchgang 3, in dem Marl etwas zurücksteckte, hätten die Mindener auch schon den zweiten Satz gewinnen können, doch verhinderten dieses ein paar Fehler zu viel in entscheidenden Situationen. Vorerst sein letzten Spiel für den VC machte Markus Wittek, der in Stuttgart sein Studium aufnimmt.
1. VC Minden: Bajrami, Beckebans, Gurschinski, Hinsken, Siemens, Tischler, Wittek.

TuSEM Essen – SG Volley Minden/Hausberge 3:0 (27:25, 25:13, 25:15). „Wir hatten und richtig viel vorgenommen, und anfangs stimmte vom Kopf her auch alles, wir sind sichtig gut ins Spiel gekommen“, schilderte Trainer Sebastian Kuna den Anfang des Spieles. Doch als dann der erste Satz unglücklich in der Verlängerung verloren ging, war’s damit vorbei, und erst nach einem 0:9-Rückstand fing sich in Satz 2 die Mannschaft wieder. Doch dann machten sich immer mehr die Hüftbeschwerden bemerkbar, mit der Stellerin Vera Stenzel ins Spiel gegangen war. Mit schmerzstillenden Mitteln hielt sie zwar durch und baute im Wechsel mit Rita Laschenko das Spiel auf, doch „im Angriff haben einfach zu wenig Druck gemacht, die Bälle nicht versenkt und zuwenig gepunktet“, stellte Kuna fest: „Die Stimmung passt aber nach wie vor.“
SG Volley Minden/Hausberge I: Bastemeyer, Buck, Graef, Hansing, Henke, Laschenko, Stenzel, Heuke, Gripp.

SG Volley Minden/Hausberge II – TSC Münster 1:3 (20:25, 16:25, 25:16, 20:25). „Ich bin stolz auf meine Mädchen und sehr zufrieden. Sie haben gut gekämpft“, freite sich Trainer Yuri Chabrouski darüber, dass man dem Meisterschaftskandidaten immerhin einen Satz abknöpfte und trotz der prekären Lage nicht resignierte. Dabei musste man ohne die an die „Erste“ ausgeliehene Tatjana Gripp auskommen, und Kristina Chabrouskaya und Helene Töws spielten trotz Verletzung. Lob bekam man auch vom Gäste-Trainer: „Wir hatten nicht so starke Gegenwehr erwartet und haben nichts geschenkt bekommen.“ Chabrouski hofft nun auf eine ähnliche Leistung in Paderborn oder gegen Lüdinghausen, um vielleicht doch noch auf Relegationsplatz 8 zu klettern.
SG Volley Minden/Hausberge II: Feige, Schwarze, Brinkmeier, Chabrouskaya, Horstmeier, Stark, Schmidt, Töws, Kirchhoff.


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