Als “Hasibär” aus Löhne vor Kanzlers Weide das Ufer erreicht hatte, gingen sieben Zweibeiner und ein Vierbeiner an Land.

Weserbergland-Rallye: Mehr als 850 Medaillen

Ungebrochener Beliebtheit unter den Kanuten erfreut sich die Weserbergland-Rallye, die bereits zum 20. Mal stattfand. Mehr als 850 Teilnehmer konnten sich zur Belohnung Gold-, Silber- und Bronzemedaillen abholen, nachdem sie die drei verschieden langen Strecken auf der Weser in bestimmten vorgegebenen Zeiten bewältigt hatten. Und noch einmal über 100 dürften nach Schätzung von Werner Netzeband vom Organisatoren-Team die Rallye “wild” und ohne Belohnung bestritten haben, sodass wieder rund 1000 Sportler den Ruf Mindens als “Mekka der Wassersportler” unterstrichen, darunter auch etwa 50 Ruderer.

Auch diese 20. Auflage war wieder ein internationales Ereignis, denn neben Teilnehmern aus dem gesamten Bundesgebiet gingen auch Niederländer und Engländer an den Start. Jeweils etwa 40 Prozent entschieden sich, am frühen Morgen die Gold-Strecke über 66 Kilometer ab Hameln oder die Silber-Distanz über 40 Kilometer ab Rinteln zu bestreiten. Dem restlichen Fünftel genügten die 20 Kilometer ab Vlotho für Bronze. Fast schon zu warm war das Wetter mit abwechselnd Sonne und Wolken. Der Wasserstand lag mit 175 Zentimetern am Pegel Porta etwa 15 Zentimeter unter Normal, und die Flussgeschwindigkeit sorgte mit etwa 5 km/h für zusätzlichen Schub.

Schnellster Einerfahrer war – wie vor Jahresfrist – Hildebrand Schlotter (Hildesheim), der für die 66 Kilometer ab Hameln diesmal fünf Stunden und fünf Minuten benötigte. Die weiteste Anreise hatte Werner Lonthoff aus Berhardswald im Süden Deutschlands, ältester Teilnehmer war der 86-jährige Anton Zharzel aus Hannover. Den Wanderpokal für den Verein mit den meisten Startern (24) sicherte sich VfW Hanseat Hamburg. Wasserschutzpolizei und DLRG meldeten keine Zwischenfälle, und so konnten als Ausrichter Kanu-Klub Minden und Rintelner Kanu-Club in Verbindung mit dem Ring der Wassersportvereine um die Porta Westfalica ein zufriedenes Fazit ziehen für diese Veranstaltung des Deutschen Kanu-Verbandes und der Landesverbände NRW und Niedersachsen.

9.9.2002 minden-web




Den Pokal für den Verein mit den meisten Teilnehmern überreichte der 2. Vorsitzende des “Rings”, Friedhelm Kinkelbur (rechts) an den VfW Hanseat Hamburg.


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