Der Angriffsball von Helene Töws bleibt in Netz und Block hängen, Katharina Kirchhoff und Laura Schmidt (von rechts) beobachten die Aktion. Am Ende verloren die Damen II der SG Volley gegen SCU Lüdinghausen II mit 1:3.
Herren des 1. VC im Tiebreak ans Klassenziel
Statt drohender Relegation nur gar auf Platz 4 abgeschlossen / 1:3-Niederlagen für SG-Volley-Damen-Mannschaften
Klassenerhalt, Relegationsplatz und direkter Abstieg: Die am Wochenende zu Ende gegangenen Punktspiele der Volleyball-Saison 2009/2010 brachten für die klassenhöchsten heimischen Mannschaften von jedem etwas.
Allein Grund zum Jubeln hatten die Herren des 1. VC Minden, die am Samstagabend mit einem 3:2 beim TV Hörde auf der Ziellinie den Klassenerhalt perfekt machten und in der ausgeglichenen Liga gar noch Vierter wurden. Jedes andere Mindener Ergebnis hätte aufgrund der Resultate der Konkurrenz hingegen Relegationsplatz 8 für das Team des 1. VC bedeutet. Die Oberliga-Damen der SG Volley Minden/Hausberge unterdessen müssen „Nachsitzen“. Sie konnten schon vor ihrem letzten 1:3 bei der danach als Meister feststehenden SG Herne Platz 8 nicht mehr verlassen und treffen am Wochenende 24./25. April im Kampf um die weitere Klassenzugehörigkeit auf einen der Zweitplatzierten der Verbandsliga-Staffeln 3 und 4. Die Damen II der SG Volley schließlich sind nach einem 1:3 gegen SCU Lüdinghausen II als Vorletzter endgültig aus der Verbandsliga abgestiegen.
TV Hörde – 1. VC Minden 2:3 (26:28, 25:21, 26:24, 22:25, 11:15). Mit einem guten Gefühl und sehr zuversichtlich waren die Mindener um Spielertrainer Jörg Hinsken nach Hörde gereist und durften nach einem äußerst knappen Spielausgang dann auch feiern: „Wir haben uns durchgebissen. Wille und Entschlossenheit haben den Ausschlag zu unseren Gunsten gegeben.“ Doch hätte die äußerst enge Partie auch anders ausgehen können. In Durchgang 1 hatten die nur zu Acht angetretenen Mindener das glückliche Ende für sich, machten anfangs aber viele Fehler. Nach einigen strittigen Schiedsrichter-Entscheidungen im dritten Satz lagen sie 1:2 hinten, steckten aber nicht auf, machten in Durchgang 4 die Big Points und glichen zum 2:2 aus. Und nach dem 15:11 im Tiebreak stand die weitere Klassenzugehörigkeit dann endgültig fest und war Feiern angesagt. Nun gönnt man sich erst einmal eine Woche trainingsfrei, und dann sollen die Personalia für die vierte Oberliga-Saison in Folge abgeklopft werden. Neben Markus Wittek, der in Stuttgart ein Studium aufnimmt, wird aus dem gleichen Grund dann wohl auch Lukas Beckebans nicht mehr mit von der Partie sein.
1. VC Minden: Tischler, Bajrami, Gurschinski, Moor, Beckebans, Siemens, Hinsken, Rademacher.
SG FdG Herne – SG Volley Minden/Hausberge 3:1 (25:12, 16:25, 25:21, 25:10). Obwohl für die SG Volley der Ausgang des Spieles letztlich bedeutungslos war, gab man alles und lieferte dem Gastgeber ein Spiel auf Augenhöhe. Mit einer großen Kulisse im Rücken um die Meisterschaft kämpfend, legte dieser ein 15:4 vor, doch die Volley-Damen kamen am Ende des 1. Satzes immer besser ins Spiel, kontrollierten über 4:1, 12:6 und 19:12 den zweiten Durchgang und brachten auch in Satz 3 über 8:4 und 10:7 bis zum 21:18 Herne mächtig ins Schwimmen. Dann aber hielten die Nerven wohl nicht mehr. Die frenetisch angefeuerten Herner Spielerinnen machten sieben Ballpunkte in Folge und marschierten in Satz 4 nach dem 10:12 endgültig der Meisterschaft entgegen, während der Gast aufsteckte. Nach seinem Karibik-Urlaub saß der in den letzten drei Spielen abwesende Trainer Jens Jäger wieder auf der Bank und lobte anschließend insbesondere Andrea Heuke, Libera Sarah Hansing und Rita Laschenko, die für die verletzte Vera Stenzel stellte.
SG Volley Minden/Hausberge: Amshoff, Bastemeyer, Buck, Gieseking, Graef, Meier, Hansing, Laschenko, Heuke.
SG Volley Minden/Hausberge II – SCU Lüdinghausen II 1:3 (25:18, 18:25, 21:25, 17:25). – Als die Schützlinge von Yuri Chabrouski am Abend an der Parkstraße spielten, wussten sie noch nicht, dass die vor ihnen platzierten Bielefelderinnen in Münster gewonnen hatten und sie somit Platz 8 nicht mehr erreichen konnten. Sie zeigten auch in diesem letzten Spiel noch einmal viel Siegeswillen und Motivation, doch der Trainer musste eingestehen: „Lüdinghausen war besser. Wir haben heute in Annahme und Abwehr nicht sehr gut gespielt.“ Bemerkbar machte sich auch, dass mit Tatjana Gripp und Marina Horstmeier zwei Stammspielerinnen fehlten.
SG Volley Minden/Hausberge II: Feige, Brinkmeier, Chabrouskaya, Stark, Schmidt, Moor, Töws, Kirchhoff.


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