
FTD-Vorsitzender Gerd Malinowski (Mitte) beglückwünscht Rolf „Rolle“ Brink zu 50 Jahren Mitgliedschaft im Verein. Rechts Trainer Mathias Kummer, der die Fußballer an die Tabellenspitze der Bezirksliga geführt hat.
„Es macht alles viel Freude hier im Verein“
Gerd Malinowski bleibt Vorsitzender der FTD / „Abstieg im Nachhinein Glücksfall“ / Siegmar Witting neuer „Dritter“
„Es macht alles viel Freude hier im Verein. Wir müssen nur aufpassen, dass es so bleibt.“ Hatte Vorsitzender Gerd Malinowski noch vor Jahresfrist in einer Brandrede viele Missstände im Verein angeprangert und sich zunächst nicht der Wiederwahl gestellt, so herrschte bei der Jahreshauptversammlung 2010 der FT Dützen ein ganz anderer Wind. Von Desinteresse am Vereinsleben oder mangelnder Mitarbeit der Mitglieder und Unterstützung für die Funktionsträger war keine Rede. So stellte sich dann Malinowski auch der Wiederwahl, die einstimmig erfolgte.
Zum neuen 3. Vorsitzenden wählten die Versammelten im Sportheim den neuen Jugendwart Siegmar Witting. Edmund Brüggemann als Vorgänger in beiden Positionen kandidierte aus gesundheitlichen Gründen nicht wieder. Malinowski würdigte dessen langjährige Verdienste u. a. auch für das beliebte Kinderspielfest des Vereins. Vakant blieb unterdessen der Posten des Geschäftsführers, den zuletzt Karsten Brink kommissarisch bekleidet hatte.
Mit zur Aufbruchstimmung an Römbkes Ort beigetragen hat sicherlich auch der aktuelle Höhenflug der Fußballer. „Der Abstieg aus der Bezirksliga war im Nachhinein wohl ein Glücksfall“, stellte Malinowski in seinem Rückblick fest und begrüßte den alten und nun wieder Trainer Mathias Kummer als „verlorenen Sohn“. Sportheim-Wirtin Elke lobte er als „Mutter des Vereins“, die großen Anteil an der guten Atmosphäre auf der Anlage habe, die seit der letzten Versammlung z. a. mit einer Überdachung für die Zuschauer ausgebaut wurde. In nächster Zeit sollen zwei Duschräume mit neuen Fliesen versehen und der Besprechungsraum im Obergeschoss renoviert werden. „Was hier in den letzten zwölf Jahren entstanden ist, ist einmalig“, resümierte Malinowski stolz, mahnte aber auch: „Wir haben die Verpflichtung, es zu hegen und pflegen. Zigarettenkippen und Kaugummireste gehören da nicht hin, schon gar nicht auf den Kunstrasen.“
Für besonders lange Vereinstreue zeichnete er Rolf „Rollo“ Brink für 50-jährige Mitgliedschaft und den ehemaligen Trainer und Spieler Heiko Eickmeier für 25 Jahre aus. Ein weiteres Mitglied überweist ebenfalls bereits 25 Jahre treu seinen Beitrag, doch mehr als den Namen wusste man bis zur Versammlung nicht.
Beweis dafür, was Teamgeist ausmacht
„Das ist der Beweis dafür, was Teamgeist und Zusammenhalt ausmacht“, freute sich Trainer Mathias Kummer über den Spitzenplatz seiner Mannschaft in der Bezirksliga trotz aller Skepsis und nach dem größten Umbruch in den letzten Jahren: „Grundsätzlich war wohl alles so richtig, wie wir es gemacht haben. Es kann zwar keiner verlangen, dass wir souverän durch die Rückserie stiefeln, aber wir wollen wie in 2002 unsere Chance nutzen.“
„Es macht Spaß, das passt schon“, war auch Marco Zeilinger mit dem aufgrund des Aderlasses nicht unbedingt erwarteten Hinrundenplatz 5 der Reserve in der Kreisliga A recht zufrieden: „Immerhin stellen wir das erfolgreichste Team der Stadt Minden.“ Als seit fünf Jahren eine feste Größe in der Kreisliga B fühlt sich die 3. Mannschaft, wobei der schmale Kader oftmals durch Altherrenspieler ergänzt wird.
Erfolge vorwiegend durch die Ü-40-Mannschaft verzeichnete die Altherren-Abteilung. Mit fünf Unparteiischen ist das Schiedsrichter-Soll derzeit zu 100 Prozent erfüllt. Laut Siegmar Witting steigt die Mitgliederzahl (derzeit 444) wieder leicht, wobei die Altersgruppe von sieben bis 14 Jahre inzwischen mehr als 150 Kinder und Jugendliche umfasst. Ein erstmals durchgeführtes Betreuertreffen, Kickerturnier, Turnertag, Preisknobeln und die Internet-Website zeugen ebenfalls von einem regen Vereinsleben. Ein „zartes Pflänzchen“ mit nur einer kleinen Mutter-Kind-Gruppe ist derzeit allerdings die Turnabteilung. Die Skisparte war im Januar wieder unterwegs und plant schon die nächsten Aktivitäten.
Der Kassenbericht von Gunnar Mertens („wir haben vorwiegend in Steine investiert“) sah keine Beanstandung, der Vorstand wurde bei einer Gegenstimme entlastet, und angenommen wurden redaktionelle Änderungen in der Beitragsordnung.
9.3.2010 minden-web






