Am Vorstandstisch bei der Jahreshauptversammlung des Stadtsportverbandes Porta Westfalica (von rechts): Jugendwart Manfred Flake (SV Hausberge), Vorsitzender des Beirates Hans-Dieter Prehn (TuS Porta), Geschäftsführerin Christiane Heyse (TuS Eisbergen), 1. Vorsitzender Gerhard Nelges (TuS Möllbergen), Kassenwart Heinz Kuhlmann (Schützenverein Kleinenbremen) und Stadtverwaltungsrat Jürgen Hartmann vom städtischen Fachbereich Bildung, Kultur, Jugend, Sport und Soziales.

„Entgelt auf guten Minimalbetrag gedrückt“

Nutzungsgebühren für Sportanlagen am 26. April wieder im Portaner Rat / Sportstättenkonzept lässt auf sich warten

Die Einführung einer Entgeltordnung für die Nutzung städtischer Sportstätten und das Sportstättenkonzept der Stadt standen auf der umfangreichen Tagesordnung, doch Zündstoff und heiße Diskussionen brachte die Jahreshauptversammlung des Stadtsportverbandes Porta Westfalica nicht.

Insgesamt 21 der 50 dem SSV angeschlossenen Vereine konnte 1. Vorsitzender Gerhard Nelges (TuS Möllbergen) am Donnerstagabend im Sportheim des SV Hausberge begrüßen. Ihre insgesamt 51 Stimmen (je nach Mitgliederzahl) mussten nicht bemüht werden, da Wahlen zum Vorstand erst in zwölf Monaten wieder anstehen. Die Stadt war vertreten durch Stadtverwaltungsrat Jürgen Hartmann vom Fachbereich Bildung, Kultur, Jugend, Sport und Soziales, Alexander Busse vom Sportbüro und die bisher dort tätige Ute Grieger, die nach drei Jahren andere Aufgaben übernimmt und sich bei den Vereinen für die gute Zusammenarbeit bedankte.

Nach der Genehmigung des Protokolls der vorjährigen Jahreshauptversammlung erwähnte Vorsitzender Nellges in seinem kurzen Jahresbericht etwa 25 Sitzungen, in denen der Stadtsportverband gegenüber der Stadt die Belange der Sportvereine vertreten habe. Alle beim SSV von den Vereinen eingegangenen Anträge auf Zuschüsse konnten bewilligt werden. Nellges ging ferner auf einen von Frauenwartin Ilona Labbert (MTV Hausberge) initiierten Erste-Hilfe-Lehrgang ein, der im Februar 2009 mit 13 Teilnehmerinnen gut besucht war. Eine Neuauflage plant man für kommenden Herbst, und auf Anregung der Versammlung soll dieser dann auch für das männliche Geschlecht offen sein.

Laut Kassenwart Heinz Kuhlmann (Schützenverein Kleinenbremen) lagen die Ausgaben des SSV etwas unter den Einnahmen. Von dem somit leicht angewachsenen Guthaben sollten – so Nellges – in diesem Jahr die Vereine verstärkt profitieren. Wortmeldungen zu den Berichten gab es so gut wie keine, und einstimmig wurde dem Vorstand dann Entlastung erteilt.

SSV-Vorsitzender froh über „externe Begleitung“

„Das dauert mir alles zu lange, es wird alles ein wenig herausgezögert“, kritisierte Gerhard Nelges, dass noch immer nichts Konkretes vorliege zum Sportstättenkonzept der Stadt, das eine Kölner Firma in Zusammenarbeit mit der dortigen Sporthochschule und dem Land NRW erstellt. Bis zur Sitzung des städtischen Ausschusses für Bildung, Soziales, Kultur und Sport am 31. Mai solle es aber vorliegen. Andererseits ist der SSV-Vorsitzende über die „externe Begleitung“ in dieser Sache aber auch froh: „So können wir der Politik unsere Bedürfnisse besser klar machen.“ Aus einer ersten Bestandserhebung mit Besichtigungen durch die Kölner war zu entnehmen, dass der Zustand der an Vereine verpachteten Sportplätze sehr gut sei, die Hallen mangels Mittel der Stadt aber eher in einem schlechten Zustand seien. Anhand der Erhebung habe das Unternehmen die Notwendigkeit von 2,6 Großsporthallen in Porta errechnet. Drei sind es derzeit mit Hausberge, Lerbeck und Veltheim, wo der Fortbestand in der Diskussion ist.

Die in der Ratssitzung am 23. März behandelte Entgeltordnung für die Nutzung städtischer Sportstätten steht am 26. April bei der nächsten Ratssitzung erneut auf der Tagesordnung. Da neben Schulen, Sportvereinen und Betriebssportgemeinschaften noch weitere Gruppen (Arbeiterwohlfahrt, Kirche etc.) die Stätten nutzen, sollen noch Änderungen eingearbeitet werden. Verhindern konnte der SSV die finanziellen Mehrbelastungen für die Vereine nicht, hat aber an der Entgeltordnung mitgearbeitet. „Wir haben die vorgesehenen Entgelte auf einen guten Minimalbetrag gedrückt“, war Gerhard Nelges mit dem Erreichten zufrieden, „das auf keinen Fall über den Beträgen in der Stadt Minden liegt“. Insgesamt etwa 50 000 Euro pro Jahr erwartet die Stadt aus dieser Maßnahme.

Neue Leute bringen auch neue Ideen

Abschließend forderte Nelges die Vereinsvertreter auf, sich für die nächstes Jahr anstehenden Wahlen Gedanken zu machen: „Neue Leute bringen auch neue Ideen. Drei oder vier Personen scheiden dann aus gesundheitlichen oder anderen Gründen aus, darunter Vorsitzender und Stellvertreterin.“

Vorstand des SSV Porta

1. Vorsitzender: Gerhard Nelges (TuS Möllbergen).
2. Vorsitzende: Dagmar Heidemann (Wassersportverein Porta Westfalica).
Kassenwart: Heinz Kuhlmann (Schützenverein Kleinenbremen).
Frauenwartin: Ilona Labbert (MTV Hausberge)
Jugendwart: Manfred Flake (SV Hausberge)
Geschäftsführerin: Christiane Heyse (TuS Eisbergen) Beirat
Vorsitzender des Beirates: Hans-Dieter Prehn (TuS Porta Westfalica).
Mitglied des Beirates: Klaus Vogt (SC Nammen / Leichtathletik), Burkhard Tebbe (RV Großer Weserbogen / Reitsport), Manfred Teunissen (TV Kleinenbremen / Tennis), Manfred Sellig (SuS Veltheim / Handball.

17.4.2010 minden-web


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