FTD-Trainer Mathias Kummer gratuliert seinem Trainerkollegen Stefan Studtrucker zur Meisterschaft - die Gesichter sprechen Bände.
FTD-Trainer Mathias Kummer gratuliert seinem Trainerkollegen Stefan Studtrucker zur Meisterschaft - die Gesichter sprechen Bände.

Dützer gratulieren dem VfL Herford zum Titel

Alles versucht – aber 0:3 im „Endspiel“ um die Meisterschaft / Mathias Kummer: Waren heute keine drei Tore schlechter

Bittere Minuten durchlebte die FT Dützen nach ihrem 0:3 (0:1) im „Finale“ der Fußball-Bezirksliga um Meisterschaft und Landesliga-Aufstieg beim VfL Herford. Tief enttäuscht saßen oder lagen die Spieler auf dem Rasen, und Trainer, Betreuer und Offizielle trösteten sich gegenseitig, während wenige Meter weiter die Gastgeber die Sektkorken knallen ließen, sich mit Sprechgesängen feierten und über die Lautsprecheranlage dröhnte: „We are the Champions“.


Auch die Dützer hatten ihre Chancen: Hier hat Ivo Makiola abgezogen.
Auch die Dützer hatten ihre Chancen: Hier hat Ivo Makiola abgezogen.

Die „Turner“ unterdessen hatten den angestrebten Sieg klar verfehlt, mit dem sie nach nur einem Jahr die Rückkehr in die Landesliga hätten feiern können, und so konnte FTD-Trainer Mathias Kummer seinem Gegenüber nur gratulieren und musste eingestehen: „VfL Herford ist ein verdienter Meister mit seiner starken Mannschaft und den guten Stürmern, auch wenn sie in der Rückrunde Schwächen gezeigt haben wie auch wir oder TSV Schötmar.“

Kummers Spieler hatten in den 90 Minuten zuvor alles versucht, doch letztlich reichte es nicht. „Ich kann den Jungs keine Vorwürfe machen, auch wenn der ein oder andere heute Probleme mit seinen Nerven hatte. Aber die Mannschaft ist noch jung. Wir können froh sein, dass es heute überhaupt noch zu einem Endspiel gekommen ist“, stellte er sich hinter seine Mannen.
Die Gastgeber bemühten sich von Anfang an, die dicht gestaffelte FTD-Hintermannschaft zu knacken, vor der Heiko Dammasch und Ivo Makiola auf ihre Chancen bei langen Bällen warteten. Diese hätten nach dem Anfangsdruck der Herforder auch durchaus die Dützer in Front bringen können. „Wir hatten auch unsere Möglichkeiten“, stellte Kummer fest. Doch die Mehrzahl an Chancen erarbeiteten sich die Herforder, die nach einem Pass von Sven Wihan in die Mitte durch Mohammed Akbulut per Direktabnahme in den Winkel dann auch in Front gingen (27.). Mario Wihan und Fidan Muji hatten anschließend gute Möglichkeiten zum Aufstocken, verzogen aber oder fanden in Torwart Christian Funk ihren Meister.

Nach dem Wechsel begannen ihrerseits die Dützer druckvoller und suchten den Ausgleich, doch wieder Akbulut (57.), der nach einer Hereingabe am schnellsten schaltete, dämpfte die FTD-Hoffnungen . Kummer reagierte und brachte mit Felix Werner und Simon Ferling zwei frische Kräfte, nachdem er zum Wiederbeginn mit Barzan Barghash bereits einen weiteren Stürmer gebracht hatte. In der letzten halben Stunde riskierten die Dützer dann weitaus mehr. Heiko Dammasch prüfte dabei VfL-Keeper Alexander Fischer mit einem satten 16-Meter-Schuss, und auch die ein oder andere Situation hätte den Anschlusstreffer bringen können. Doch als dann fünf Minuten vor Schluss Fidan Muji einen Freistoß an der Dützer Mauer vorbei in den Winkel zum 3:0 zirkelte, war die Partie endgültig entschieden.

„Auch wenn Herford verdient gewonnen hat, drei Tore waren wir heute aber nicht schlechter“, fasste Kummer zusammen und gratulierte Stefan Studtrucker, der seinerseits wenig später über Mikrofon seine Schützlinge lobte: „Ihr seid die geilste Mannschaft, mit der ich je zusammengearbeitet habe, ihr seid die Stars!“

VfL Herford: Fischer – Coksezgin (32. Kagels), Rieso, Akbulut, Koliofotis, M. Wihan (87. Jaffal), Reh (89. Stipp), Muji, S. Wihan, Kurth, Celik.
FT Dützen: Funk – Müller (62. Ferling), Raetz, Köhler, Brüggemann, Makiola (62. Werner), Kruse, H. Dammasch, Neppert, Möhlmann (46. Barghash), Badde.
Tore: 1:0 Akbulut (27.), 2:0 Akbulut (57.), 3:0 Muji (85.).

17.5. 2010 minden-web


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