Tipula der „Gegner“

Ungewöhnlicher Wettkampf im Weserstadion

Ungewöhnlicher Wettkampf im Mindener Weserstadion: Larven und Vögel sind dort derzeit „Gegner“ des Grünflächenamtes der Stadt.

Nach dem Landesliga-Derby gegen den FC Bad Oeynhausen am 22. August hatte Union Mindens Heinz Albersmeier auf dem Rasen Veränderungen bemerkt, die nicht von Fußballschuh-Stollen stammten: „Ich habe erst an Kaninchen gedacht. Grasbüschel waren locker, und Wurzeln fehlten.“ Man walzte, doch wenige Tage später das gleiche Bild. Städtische Bedienstete gingen der Sache auf den Grund und stellten Larvenbefall fest.

„Die Tipula-Larven fressen die Wurzeln, und Krähen als ihre natürlichen Feinde zerstören bei der Suche nach ihnen die Rasennarbe“, erklärt Philipp Knappmeyer vom Sportbüro die großen aufgewühlten Stellen auf der Spielfläche. Im Volksmund Wiesen- oder Sumpfschnake genannte Mücken haben durch ihre abgelegten Eier demnach den unbespielbaren Zustand der Spielfläche hervorgerufen.

Inzwischen hat – nach Zulassung durch den Landschaftsverband – das Grünflächenamt ein Gegenmittel ausgebracht und in Mitleidenschaft gezogene Stellen großräumig abgetragen. „Da wird am Dienstag oder Donnerstag aus Bielefeld gelieferter Rollrasen verlegt“, wusste gestern Albersmeier. Der ist dann zwar noch nicht sofort bespielbar, aber bis zum nächsten Union-Heimspiel am 19. September gegen den SC Herford sollte dieses möglich sein. Nachzuholen ist dann auch noch die vergangenen Sonntag ausgefallene Partie gegen Preußen Espelkamp.

„Vorerst ist die Spielfläche gesperrt. Aber das Leichtathletik-Sportfest von Eintracht Minden am kommenden Sonntag kann natürlich stattfinden“, so Knappmeyer. Verlegt werden musste unterdessen eine Schulfußball-Veranstaltung, und für das kommenden Sonntag anstehende Kreisliga-B-Spiel VfL Minden – RW Maaslingen II haben sich die Vereine auf einen Heimrecht-Tausch und Austragung in Maaslingen geeinigt.

7.9.2010 minden-web


buch24

leichtigkeit
buch24
sport
billardshop