
Laufen als Leidenschaft
Franz Wessolowski lebt nicht mehr
Die heimischen Leichtathleten trauern um Franz Wessolowski, der wenige Wochen vor seinem 77. Geburtstag unerwartet entschlafen ist. Mehr als ein halbes Jahrhundert war der in Allenstein geborene Ostpreuße Mitglied im TuS Eintracht Minden. In jungen Jahren glänzte Wessolowski mit beachtlichen Zeiten auf allen Laufdistanzen zwischen 100 und 1500 Metern und stand bei polnischen Meisterschaften nach starken Vorstellungen auf seinen Parade-Distanzen 800 und 1500 m mehrere Male auf dem Treppchen.
Im Jahre 1958 siedelte er nach Deutschland über und setzte nach einer kurzen Zeit bei Hannover 96 seine Karriere in Minden unter Robert Hannemann fort, wobei er mehrere Westfalenmeister-Titel gewann und auch einen Hallen-Länderkampf für Deutschland bestritt, bei dem er unter anderem mit Paul Schmidt in der 4×800-m-Staffel lief.
Seine in der aktiven Zeit gesammelte Erfahrung gab Franz Wessolowski als Trainer und Betreuer dann an viele Generationen junger und älterer Vereinsangehöriger weiter und war unermüdlicher Mitarbeiter im Vorstand der Leichtathletik-Abteilung des TuS Eintracht Minden. Auch arbeitete er eine Zeit lang als Sportwart im Vorstand des Leichtathletikkreises mit. Bis zuletzt war das Weserstadion nicht nur bei Leichtathletik-Veranstaltungen seine „zweite Heimat“.
24.11.2010 minden-web






