Nur knapp den Sieg verpasst haben die Hausberger Volleyballerinnen, hier hinter dem Netz mit (von links) der neuen Stellspielerin Katja Fricke, Inga Amshoff, Susanne Gieseking (verdeckt) und Sarah Hansing.
Spiel auf Augenhöhe äußerst knapp verloren
Hausbergerinnen verpassen ersten eigenen Sieg um wenige Ballpunkte / Mindener Herren kehren in Erfolgsspur zurück
Die Volleyballerinnen des MTV Hausberge gaben gestern Abend in der Oberliga beim 1:3 gegen USC Münster III den ersten eigenen Sieg nach der Auflösung der Spielgemeinschaft mit dem 1. VC nur um wenige Ballpunkte verpasst. Ihren Platz im Vorderfeld untermauert haben unterdessen mit einem 3:1 gegen TSC Eintracht Dortmund die Herren das 1. VC Minden in der Verbandsliga.
SG Volley Minden/Hausberge – USC Münster III 1:3 (21:25, 22:25, 25:23, 22:25). – „Die Mädchen haben eine wirklich sehr gute Leistung gezeigt und hatten sehr viel Spaß am Spiel“, freute sich Trainer Jens Jäger gestern Abend nach einem „Spiel auf Augenhöhe“. Immerhin 101 Minuten dauerten die vier Sätze zwischen dem Tabellenvorletzten und dem Rangzweiten, wobei sich keine Mannschaft jemals entscheidend absetzen konnte. Die Aufgabe wechselte ständig, und kein Team konnte jemals eine Serie hinlegen. Allerdings mussten die Portanerinnen in allen vier Durchgängen zunächst einem deutlichen Rückstand hinterherlaufen, der zumeist aus Annahmefehlern resultierte und – bis auf Satz 3 – nie ganz wett gemacht werden konnte. 0:6 und 1:7 hießt es zu Beginn, 1:6, 1:5 und 2:5 jeweils in den folgenden Durchgängen. „Wir haben das Spiel letztlich in der Annahme verloren. Hier müssen wir noch stabiler werden“, folgerte dann Jens Jäger, der insgesamt aber sehr zufrieden war: „Wir haben gekämpft, stark angegriffen, gut geblockt und gut in der Feldverteidigung gestanden. Nur ein Quäntchen Glück hat noch gefehlt.“ Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung hab er insbesondere Katja Fricke hervor. Die Regionalliga-erprobte Stellerin vom VfL Lintorf spielte erstmals für die verletzte Vera Stenzel und wartete ohne Training mit einer starken Leistung auf. Bis auf wenige Wechsel ließ Jäger seine erste Sechs nahezu durchspielen, hatte insgesamt aber genau ein Dutzend Spielerinnen aufgeboten, darunter mit Kira Frohwitter und Anita Neufeld auch zwei Talente aus 2. und 3. Mannschaft. Nach der gestrigen Leistung gehen die Portanerinnen nach dem kommenden spielfreien Wochenende sehr zuversichtlich in die beiden letzten Hinrundenspiele im Dezember gegen die Mit-Kellerkinder TuS Iserlohn und PSV Bielefeld.
SG Volley Minden/Hausberge: Amshoff, Gieseking, Hansing, Kuna, Meier, Faber, Fricke, Buck, Heuke, Stenzel, Neufeld, Frohwitter.
1. VC Minden – TSC Eintracht Dortmund 3:1 (20:25, 26:24, 25:23, 24:13). – Dank einer Steigerung während des Spieles und einer bärenstarken Vorstellung im vierten Satz sind die Mindener acht Tage nach dem 1:3 bei Tabellenführer Gütersloher TV in die Erfolgsspur zurück gekehrt. Die bis dahin ebenfalls erst mit zwei Niederlagen belasteten Gäste waren ein ebenbürtiger und starker Gegner, gegen dessen starken Block die Gastgeber anfangs kein Mittel fanden. So ging dann gestern Nachmittag an der Parkstraße über 0:6, 4:11 und 16:21 der erste Durchgang auch verloren. Doch zum Ende hin (19:21) wurden die Annahmen besser und fanden sich die Mindener. Über 11:6 und 21:19 gewannen sie dann auch den umkämpften zweiten Satz, wobei sie nach dem 23:24 zwei der letzten drei Punkte mit dem Block erzielten. Nicht unverdient ging dann auch der ausgeglichene dritte Durchgang an den 1. VC, wobei Auslöser für die deutliche Steigerung letztlich eine Entscheidung des Schiedsrichters gegen die Mindener war. Diese glänzten dann im vierten Satz mit sehenswertem Volleyball und wiesen u. a. mit starken Aufschlägen und guter Blockarbeit den Gast klar in die Schranken. Außer dem langzeitverletzten Andreas Depenbrock fehlten verletzt Maximilian Tischler und Stefan Sander.
1. VC Minden: Siemens, Henning, Friedrichs, Moor, Betz, Bajrami, Frohne, Hermuth, Große, Stegmann.
29.11.2010 minden-web


Berichte



