Vera Stenzel (Nr. 13) – beobachtet von Anja Buck, Gesa Kuna und Andrea Heuke (von links) – bot als Stellerin beim 1:3 der SG Volley gestern Abend gegen den Detmolder TV eine gute Leistung
Erster Sieg im neuen Jahr lässt auf sich warten
Wieder nur Lob für SG-Damen nach guter Leistung gegen Topteam / Auch VC-Herren gelingt erneut nur ein Satzgewinn
Auch nach dem zweiten Rückrunden-Durchgang warten die beiden klassenhöchsten heimischen Volleyball-Mannschaften noch auf die ersten Punktepaare des neuen Jahres. Acht Tage nach dem 1:3 in Lüdinghausen boten die Oberliga-Damen der SG Volley Minden/Hausberge gestern Abend in Lerbeck gegen Aufstiegsaspirant Detmolder TV eine sehenswerte Leistung, konnten beim 1:3 aber erneut nichts für den Klassenerhalt tun. Die zweite Niederlage des neuen Jahres einstecken mussten nach dem 1:3 in Oerlinghausen auch die Verbandsliga-Herren des 1. VC Minden gestern Nachmittag an der Parkstraße beim 1:3 gegen den gefährdeten Kreisrivalen TV Levern.
SG Volley Minden/Hausberge – Detmolder TV 1:3 (20:25, 17:25, 26:24, 24:26). – „Das war erneut ein Spiel auf Augenhöhe, aber wieder gab es keine Punkte“, ärgerte sich SG-Trainer Jens Jäger über den Ausgang der Partie gegen den Regionalliga-Absteiger. Nach dem 0:2-Satzrückstand lag der Ausgleich in der Luft, und wer weiß, wie der Tiebreak ausgegangen wäre. Bis auf Katja Fricke, die im Rahmen ihres Wochenend-Studiums gestern erneut Klausuren zu schreiben hatte, standen gegen den Tabellenzweiten alle Spielerinnen zur Verfügung, auch die zweite Stellerin Vera Stenzel, der – obwohl nach ihrer Verletzung noch nicht wieder topfit – Jäger ein gutes Spiel bescheinigte. Die Führungen wechselten im ersten Satz ständig, ehe die SG dem 9:11 über 13:15 bis zum Ende hinterher lief. Eine höhere Eigenfehler-Quote sorgte in Durchgang 2 für ein 7:13 und 15:21, das nicht mehr aufzuholen war. Doch die Gastgeberinnen steckten nicht auf, kämpften bravourös und nutzten – angefeuert von den Zuschauern – über 3:6, 11:10 und 20:20 ihren zweiten Satzball zum 1:2-Anschluss. Bei nun deutlich weniger Fehlern und dank guter Angaben verlief auch Durchgang 4 auf des Messers Schneide, ehe nach dem 19:18, 20.19, 22:22 und 24:24 diesmal Detmold die beiden letzten Ballpunkte machte.
Die SG-Konkurrenten aus Dülmen und Bielefeld verloren zwar ebenfalls ihre Spiele des Wochenendes, doch angesetzt des überraschenden 3:2 von Schlusslicht TuS Iserlohn über Tabellenführer RC Sorpesee forderte Jäger: „Nun müssen auch wir Überraschungssiege landen, egal wer Gegner ist. Nun ist jedes Spiel quasi ein Endspiel.“
SG Volley Minden/Hausberge: Meier, Amshoff, Hansing, Buck, Kuna, Faber, Stenzel, Gieseking, Heuke, Henke, Brinkmeier, Frohwitter.

Routinier Bernd Gurschinski überwindet beim Mindener 1:3 hier den Leveraner Ein-Mann-Block
1. VC Minden – TV Levern 1:3 (24:26, 22:25, 25:22, 19:25). – Wie acht tage zuvor in Oerlinghausen war VC-Trainer Simon Stegmann auch nach dem gestrigen Spiel gegen den abstiegsbedrohten Nachbarn aus Levern mit der Leistung seiner Mannschaft nicht zufrieden. Abermals spielte aber auch der Gegner sehr gut auf und machte es den Mindener Herren sehr schwer, sich im Angriff entscheidend genug durchzusetzen. Auch in diesem Spiel musste Stegmann wieder auf einen Teil seines Kaders verzichten. So ist zum Beispiel Bekim Bajrami noch nicht wieder fit und befand sich Constantin Moor im Urlaub. Stegmann selbst spielte zwar in den Sätzen 2 bis 4, musste aber feststellen, dass nach seiner Verletzungspause noch Trainingsrückstand vorhanden ist. Enttäuscht war er aber von der Einstellung und der Umsetzung seiner Ansätze und Vorstellungen: „Im Training zeigt die Mannschaft oft sehr gute Leistungen, die wir im Spiel aber nicht so abrufen können und dem Gegner somit das Spiel zu einfach machen – daran müssen wir arbeiten.“ Jeweils 0:4 gerieten die Mindener in den ersten beiden ansonsten ausgeglichenen Sätzen in Rückstand, buchten dann zwar Durchgang 3 für sich, doch nach erneut hohem Rückstand war in Satz 4 „die Luft raus“.
1. VC Minden: Friedrichs, Frohne, Gurschinski, Henning, Herrmuth, Jansen, Sander, Siemens, Stegmann, Tischler.


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