Nach 0:3 in Dülmen schwinden die Hoffnungen immer mehr

Portaner Damen vor dem Abstieg aus der Oberliga / Mindener Herren können in Hörde nicht an letzte Leistung anknüpfen

Die Oberliga-Volleyballerinnen der SG Volley Minden/Hausberge haben das Schlüsselspiel beim Drittletzten, TV Dülmen, mit 0:3 verloren und danach nur noch minimale Chancen auf den Klassenerhalt oder den Relegationsplatz. In eine 1:3-Niederlage bei ZV Hörde II einwilligen mussten die Verbandsliga-Herren des 1. VC Minden, stehen aber weiter mit einem positiven Konto zu Buche.

TV Dülmen – SG Volley Minden/Hausberge 3:0 (17:25, 17:25, 24:26). „Wir wollen die Saison sauber zu Ende spielen, werden auch in den letzten Spielen unser Bestes zu geben und wollen auch weiterhin jede Partie gewinnen“, kündigte SG-Trainer Jens Jäger nach dieser Niederlage an. Auch in den letzten fünf Spielen ist der Relegationsplatz das Ziel, auch wenn dieser nunmehr sechs Punkte entfernt ist. Gleichzeitig wollen Jäger und Sebastian Kuna aber auch schon Planungen angehen, damit der MTV Hausberge in der Verbandsliga eine schlagkräftige Mannschaft stellen kann, wenn die SG Volley endgültig Geschichte ist.
Da Gesa Kuna, Sarah Hansing und Susanne Gieseking ihre Grippeerkrankungen noch nicht überwunden hatten, waren die Portanerinnen wie angekündigt nur zu siebt nach Dülmen gefahren. „Wichtige Mädchen fehlten, und ich hatte so wenig Handlungsspielraum“, bilanzierte Jäger nach der Partie, in der seine Mannschaft in den ersten beiden Sätzen bis zur „Halbzeit“ jeweils mit Dülmen gleichauf lag, dann aber jeweils mit fünf, sechs Ballpunkten in Rückstand geriet: „Ich hatte dann keine Alternativen und konnte nicht reagieren.“ Sein Team kämpfte aber unverdrossen weiter, und die Stimmung war gut. So erspielte man sich im dritten Durchgang beim 24:23 immerhin einen Satzball, nachdem man schon vorher alles klar machen konnte. Doch auch hier fehlte dann das Glück. Lob zollte Trainer Jäger Cordula Faber und Anja Buck, die ohne viel Training sehr gut spielten.

SG Volley Minden/Hausberge: Heuke, Brinkmeier, Fricke, Buck, Meier, Faber, Henke.

TV Hörde II – 1. VC Minden 3:1 (25:18, 25:19, 25:27, 25:16). „Das war grausam“, bekannte Mannschaftsverantwortlicher Markus Herrmuth: „Wir waren von der Rolle, und niemand hat Normalform erreicht.“ Gegenüber dem letzten 3:0 gegen PSV Bielefeld II waren die Mindener in Hörde nicht wiederzuerkennen. Etwas heraus hob Herrmuth ab Stefan Sander in der Annahme und Christian Siemens als Zuspieler. Allenfalls im dritten Durchgang zeigte man eine akzeptable Leistung, die dann auch zum Satzgewinn führte. Nicht zurecht kam man mit einer Routinier, den die Hörder im Kampf um den Klassenerhalt „ausgegraben“ hatte und der allein für zahlreiche Punkte sorgte.

1. VC Minden: Stegmann, Jansen, Gurschinski, Moor, Bajrami, Tischler, Herrmuth, Siemens, Henning.


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