Willi Neermann
Willi Neermann

Sich selbst um den Start gebracht

Abgabefrist versäumt / Jürgen Wessolowski müde nach langer Fahrt

Sich selbst um den Start in Disziplinen gebracht haben zwei Mühlenkreis-Vertreter bei den Senioren-Meisterschaften im Weserstadion. Jeweils 90 Minuten zuvor waren von den Teilnehmern die Stellplatzkarten abzugeben, und Willi Neermann verpasste für das Kugelstoßen diesen Termin um 23 Minuten. Ein Gespräch mit der Wettkampfleiterin nutzte nichts, diese blieb hart und pochte auf die Bestimmungen. „Ich hatte mich mit ihr früher schon einmal bei einem Wettkampf in Bad Oeynhausen angelegt“, räumte der Statistiker des Mindener Leichtathletikkreises allerdings auch ein nicht sonderlich gutes Verhältnis zu ihr ein. Für das Hammerwerfen am Sonntag kam der M80-Senior seiner Pflicht dann nach, überbot die anvisierte 25-Meter-Marke und wurde Fünfter.

Auch M70-Starter Heinrich Hangebruch versäumte den Termin. Allerdings hatte der Mindener Eintrachtler ohnehin gesundheitliche Probleme.


Eintrachtler Jürgen Wessolowski reiste aus Wülfrath an und wurde Fünfter mit dem Speer.
Eintrachtler Jürgen Wessolowski reiste aus Wülfrath an und wurde Fünfter mit dem Speer.

Seit 1978 in Wülfrath wohnend, war in der M55 im Speerwurf Jürgen Wessolowsi am Start, Neffe des im vergangenen November verstorbenen Eintracht-Trainers Franz Wessolowski. Mit Platz 5 war dieser nicht ganz zufrieden: „Ich bin erst gestern mit dem Wohnmobil aus Griechenland zurück gekommen. Die Müdigkeit steckte mir noch in den Knochen. Ich hatte den Speer mit in den Urlaub genommen und dort zuletzt über 46 Meter geworfen. Schade.“

1.8.2011 minden-web


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