Fabienne Eckert
Fabienne Eckert

Mühlenkreis-Vertreter verpassen Finals und Endkampf

Lindenau muss Anfangstempo Tribut zollen / Eschweiler lässt Zeit liegen / Eckert kämpft in Jena mit den Nerven

Von zufrieden bis enttäuscht reichte die Bandbreite der Gefühle nach den Wettkämpfen bei den drei heimischen Nachwuchs-Leichtathleten, die sich für die Deutschen Meisterschaften der Jugendlichen am Wochenende in Jena qualifiziert hatten.

Alle drei hatten sich berechtigte Chancen ausgerechnet, die Endläufe oder den Endkampf zu erreichen, doch keinem gelang dieses. Dennoch am ehesten noch zufrieden sein konnte Jan Lindenau von der LG Porta Westfalica nach seinem Vorlauf über 800 m. „Er ist gelaufen, was er kann“, zollte Trainer Volkhard Bergbrede der Leistung seines Schützlings Respekt. Im zweiten der vier Vorläufe ging Lindenau in der ersten Runde mutig das schnelle Tempo mit, musste nach noch nie gelaufenen 55 Sekunden am Ende aber abreißen lassen und überlief in 1:57,04 als Achter und Letzter die Ziellinie. Dennis Krüger (LAC Berlin) als Gewinner dieses Vorlaufs in 1:52,34 holte sich im übrigen im Endlauf dann in 1:53,22 den Titel. Die Bestzeit Lindenaus, der erst im ersten Jahr der A-Jugend-Klasse angehört, steht bei 1:56,18.

„Wir sind beide ein bisschen enttäuscht, er kann schneller laufen. Ein Lauf muss aber passen, und diesmal tat er es nicht“, beschrieb Bergbrede die Vorstellung seines Schützlings Alexander Eschweiler über 400 m Hürden. Im ersten von drei Vorläufen erzielte dieser 55,15 Sekunden und schied als Vierter aus. Technische Probleme an den Hürden machte Bergbrede nicht aus, aber „zwischen der fünften und sechsten Hürde war er unerklärlicherweise zu langsam und brauchte mehr als fünf Sekunden“. Die dabei verlorene Zeit war nicht mehr wettzumachen. Auch Felix Franz (LG Neckar-Enz) als Gewinner (52,24) das Vorlaufes mit Eschweiler holte sich im übrigen im Endlauf in 51,54 Sekunden den Titel.

Dritte im Bunde war Fabienne Eckert vom TuS Eintracht Minden im Hammerwerfen der weiblichen Jugend B. Mit einer Bestweite von 43,52 m rechnete sie sich gute Chancen auf das Erreichen des Endkampfes der besten Acht aus, zumal im Training Würfe bei 45 und 46 Metern gelandet waren. „Beim Einwerfen in Jena klappte mit Würfen über 40 und 42 Meter noch alles super“, hatte Trainerin Karin Münchow vor Wettkampfbeginn noch ein gutes Gefühl.

Nur ein einziger gültiger Versuch

„Dann aber war die Technik weg. Der Hammer landete erst links im Netz und dann rechts im Netz“, konnte Münchow nicht fassen, was dann im Ring passierte: „Fabienne hatte wohl einen Blackout, die Nerven spielten nicht mit.“ Der dritte und letzte Versuch war dann doch noch gültig, die erzielten 36,39 Meter lagen aber deutlich unter Eckerts Möglichkeiten und bedeuteten in der Endabrechnung Platz 19. Für das Erreichen des Endkampfes der besten Acht wären 44,60 m nötig gewesen. Und den Titel holte sich Susen Küster von den Halleschen Leichtathletik-Freunden mit 55,74 m. Nächstes großes Ziel von Fabienne Eckert sind im September die Deutschen Jugend-Meisterschaften der Rasenkraftsportler in Hückelhoven im Kreis Heinsberg.

8.8.2011 minden-web


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