Dr. med. Vera Straeten, Prof. Dr. med. Peter Schellinger und Wibke Walter (von links) hoffen auf möglichst viele Beinpaare beim 24-Stunden-Lauf im nächsten Juni.
Für 2012 die Viertelmillion bereits im Visier
Großes Interesse von Mannschaften für 24-Stunden-Lauf auch für 13. Auflage am 29. und 30. Juni des nächsten Jahres
„Dürfen wir auch mit mehreren Läufern gleichzeitig unterwegs sein, und dürfen wir uns unsere Runden auch von mehreren Sponsoren honorieren lassen?“ Diese Fragen und ein mehr als gut gefülltes Sportheim unterstreichen, dass die Solidarität gegenüber Hilfsbedürftigen und der Sport für einen wohltätigen Zweck nach wie vor einen hohen Stellenwert hat. Bei der ersten Informations-Veranstaltung für den nunmehr 13. 24-Stunden-Lauf des Fördervereins Union Minden am 29. und 30. Juni des nächsten Jahres konnte am Montagabend am Mittelweg Union-Vorsitzender Torsten Schwier unter den Vertretern von Laufmannschaften auch einige „Neulinge“ begrüßen.
Diesen und den „alten Hasen“ stellten sich auch die beiden Organisationen vor, denen diesmal der Erlös zu gleichen Teilen zukommen wird: Der „Förderverein Schlaganfall Neurologische Klinik Minden“, vertreten durch Prof. Dr. med. Peter Schellinger und Dr. med. Vera Straeten, sowie die Stiftung „Fürs Leben. Für Organspende“, vertreten durch Wibke Walter.
Der Förderverein Schlaganfall war bereits 1994 bei der vierten Veranstaltung am Mittelweg Begünstigter und unterstützt u. a. die Etablierung von Infrastrukturen (Schlaganfallbüro, Selbsthilfegruppen), die Aufklärung der Bevölkerung (Schlaganfalltag) und die Anschaffung von neuen Methoden und Geräten, wenn keine öffentlichen Mittel zur Verfügung stehen.
Die Stiftung „Fürs Leben“ der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) hat sich zum Ziel gemacht, möglichst viele Menschen zu motivieren, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, darüber nachzudenken und eine Entscheidung zu treffen. „In Deutschland besitzen nur knapp 15 von 1000 Einwohnern einen Spenderausweis, in Spanien unterdessen aber immerhin 34“, wusste Wibke Walter zu berichten.
„Wir haben bei den vergangenen Veranstaltungen immer viel Freude und Begeisterung auf dem Platz gespürt und viele schöne Bilder gesehen“, wünscht sich Rainer Thielking von der Organisationsleitung auch im Juni des nächsten Jahres möglichst viele Engagierte, die für den guten Zweck Runde um Runde drehen. Immerhin gilt es dann auch, die „Viertelmillion“ voll zu machen, vielleicht noch nicht in punkto Spendenerlös, so aber doch auf jeden Fall in Sachen Rundenzahlen. Seit der Erstauflage im Jahr 1989 sind bei den ab 1990 dann alle zwei Jahre durchgeführten Veranstaltungen inzwischen insgesamt 240 475 Runden gezählt worden, die unter dem Strich 217 400 Euro für diverse wohltätige Zwecke und soziale Einrichtungen brachten. Im Jahr 2010 konnte mit 21 200 Euro zugunsten der Deutschen Knochenmarkspender-Datei schon wenige Monate später die Typisierungsaktion am Freiherr-vom-Stein-Berufskolleg unterstützt werden. 26 Mannschaften hatten am 25. und 26 Juni 19 493 Runden gedreht, und 1425 eingetragene Läuferinnen und Läufer für die von drei Sponsoren unterstützte Schlussrunde hatten Rekord bedeutet.
In den nächsten Monaten wird das Organisations-Team die Planungen – auch in punkto Rahmenprogramm – vorantreiben und die Mannschaften (man hofft auf 30) dann Ende März/Anfang April zu einer weiteren Info-Veranstaltung einladen. Die eingangs zitierten Fragen beantwortete Torsten Schwier im übrigen wie folgt: „Wir wollen, dass unter dem Strich so viel wie möglich zusammen kommt. Da wird sich sicher ein Weg finden lassen . . .“
30.11.2011 minden-web






