Kai Wiebusch (Nummer 11) traf für Union dreimal gegen die FT Dützen.


Premiere endet für „Turner” mit 0:7-Debakel

Landesliga-Partner Union Minden im Kreispokal-Halbfinale eine Klasse besser / Wiebusch trifft auf Kunstrasen dreimal

So hatten sich die Landesliga-Fußballer der FT Dützen die Premiere auf ihrem neuen Kunstrasenplatz sicher nicht vorgestellt: Sieben auf einen Streich schenkte ihnen Klassenpartner Union Minden ein.

Überaus deutlich verlor die FT Dützen das Halbfinalspiel im Mindener Kreispokal-Wettbewerb gegen den Ortskonkurrenten, der in den 90 Minuten unter Flutlicht einen Klassenunterschied demonstrierte und hochverdient gewann. „Nach vielen Jahren sind wir jetzt endlich einmal wieder für den Westfalenpokal-Wettbewerb qualifiziert”, freute sich Union-Trainer Fritz Möhlmann nach Abpfiff und tröstete gleichzeitig seinen Gegenüber Mathias Kummer: „Die Punktspiele sind wichtiger als die Pokalspiele.” Doch dieser war überhaupt nicht einverstanden mit der Leistung seiner Schützlinge und attestierte ihnen „eine blamable Vorstellung, und das vor den Augen von Wilfried Kampa.”

Kampa verzichtet auf Anstoß

Der Ehrenvorsitzende der FT Dützen, der durch sein finanzielles Engagement maßgeblich den Bau der Kunststoff-Spielfläche ermöglicht hatte, sollte eigentlich gestern Abend den Anstoß ausführen und damit den Platz für die Erste freigeben, verzichtete dann aber darauf und richtete einige Worte über Mikrofon an seine „Turner” und die gut 300 Zuschauer, die die Anlage säumten. In der kommenden Woche soll er am Meniskus operiert werden. Eine offizielle Einweihung des Spielfeldes in Anwesenheit von Gästen aus Sport und Politik ist ohnehin noch für nächstes Jahr geplant.

Den folgenden 90 Minuten drückte der Landesliga-Tabellenführer eindeutig seinen Stempel auf. Die Schützlinge von Fritz Möhlmann zeigten auf der ebenen Fläche das technisch weitaus bessere Spiel, machten von Anfang an Druck, legten durch den Ex-Dützer Holger Kruse mit einem 18-Meter-Flachschuss von halblinks auch bereits nach 13 Minuten das 1:0 vor und erhöhten zehn Minuten später durch Kai Wiebusch per Kopf nach Flanke von Benjamin Günnewich auf 2:0. Durch Alexander Stichling und Yannik Brandhorst hatten dann zwar auch die Hausherren Chancen und forderten nach einem Foul an Raphael Lessmann vergeblich einen Strafstoß von Schiedsrichter Jan Schubert (TuS Petershagen-Ovenstädt), doch spätestens mit dem 3:0 durch Christian Niedworok (37.) mit einem Schuss an die Lattenunterkante war die Partie endgültig entschieden. Nach dem Wechsel erhöhten dann Wiebusch, Günnewich, Wiebusch zum dritten und Steven Jones noch auf 7:0, während u. a. Lessmann und Ingo Dammasch gute Möglichkeiten zum Ehrentreffer vergaben.

Union Minden hat damit als erste Mannschaft des Endspiel erreicht, das am Mittwoch, 3. Oktober, in Eisbergen ausgetragen wird. Den zweiten Finalisten und ebenfalls Teilnehmer am Westfalenpokal-Wettbewerb ermitteln am Mittwoch, 19. September, ab 19.30 Uhr in Kutenhausen A-Liga-Tabellenführer SV Kutenhausen-Todtenhausen und Verbandsliga-Aufsteiger SC RW Maaslingen.

Dützen – Union Minden 0:7
FT Dützen: Fachmann – Rusteberg, Stichling, Tenekeciler, Raetz (84. Foukis), Brüggemann, Dick, Lessmann, H. Dammasch, Brandhorst (54. I. Dammasch), Schumann.
Union Minden: Fischer – Rasic, Siviloglu, Meyer, Thaus, Grundmann, Niedworok (65. M. Schulde), Kruse, Jones, Günnewich, Wiebusch (82. Teinert)
Tore: 0:1 Kruse (13.), 0:2 Wiebusch (23.), 0:3 Niedworok (37.), 0:4 Wiebusch (60.), 0:5 Günnewich (73.), 0:6 Wiebusch (78.), 0:7 Jones (88.).

19.9.2007 minden-web


SVKT 07 – RWM 6:5 (2:2) n. Elfmeterschießen

SV Kutenhausen-Todtenhausen: Wolfgram – Schlieske, Matthias Finke, Wesemann (73. Bauermeister), Joachim Finke, Schütte, Claußen, Kruska (75. Finger), Lamottke, Brücker (61. Lameira), Busse.
RW Maaslingen: Römbke – Ruhland, Horstmann, Wallbaum, Meyer, Schmitz, Heitmann, Ihlo (58. Krug), Versick (77. Reilender), Schwier, Möller (58. Büsing).
Tore: 0:1 Ruhland (7.), 1:1 Lamottke (24.), 2:1 Kruska (25.), 2:2 Wallbaum (71.).


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