
Marina Burchard (rechts) und Laura Schmidt (links) versuchen hier, Block und Sicherung der SG Lüdinghausen/Olfen auszuspielen.
Drei unnötige Niederlagen
VC-Herren zeigen zu wenig / Damen: Hausberge und Minden 2:3
Schwarzes Wochenende für die klassenhöchsten heimischen Volleyball-Mannschaften: Durch die Bank brachte der zweite Durchgang der Saison Niederlagen. Zweimal gingen die Punkte dabei erst im Tiebreak verloren, und unter dem Strich waren alle drei Schlappen nicht unbedingt nötig.
„Wir haben mehr mit uns selbst zu tun gehabt und weniger mit dem Gegner”, haderte Trainer Stefan Engelking nach dem 0:3 (20:25, 28:30, 21:25) der Herren des 1. VC Minden in der Oberliga bei TuB Bocholt II. „Die drei Stunden Anreise können keine Ausrede sein, das werden wir in dieser Klasse öfter haben”, war er mit der Vorstellung seiner Schützlinge gar nicht zufrieden. Allein Bekim Bajrami bescheinigte er eine gute Leistung: „Alle anderen haben sich nicht den Arsch aufgerissen.” Man leistete sich viele Fehler und wirkte unkonzentriert. Der Gastgeber spielte allerdings auch nicht gerade schlecht. Dennoch hätte man im zweiten Satz noch die Siegerstraße einschlagen können, verspielte aber 18:16- und 23:21-Führungen und vergab in der Verlängerung einige Satzbälle. Im dritten Durchgang kämpften sich die Mindener nach sieben Bällen Rückstand noch auf 20:20 heran, verschlugen dann aber Aufgaben. Da außer Pascal Rademacher und Christian Eiden auch noch Jan Frohne (privat unabkömmlich) fehlte, hatte Engelking wenig Alternativen.
Acht Tage nach dem 3:0-Erfolg im Kreisduell gegen den 1. VC Minden mussten unterdessen die Verbandsliga-Damen des MTV Hausberge mit einem 2:3 (22:25, 25:23, 25:22, 22:25, 12:15) beim BSV Ostbevern die erste Saisonniederlage einstecken. „Wir waren die bessere Mannschaft, haben das aber nur im zweiten und dritten Satz so richtig gezeigt”, bilanzierte Trainer Jens Jäger. „Eigene Dummheit” und nur zu 70 Prozent abgerufene Leistung verhinderten in Ostbevern ein Erfolgserlebnis des Aufstiegsaspiranten. Allenfalls der druckvoll spielenden Tanja Kühn, Libero Mirja Henke und Anja Buck bescheinigte Jäger eine gute Leistung. Da Vanessa Stahl und Iris Waltke verhindert waren, war Vera Stenzel einzige Stellerin und musste zudem mit Fieber spielen.
„Wir haben ein gutes Spiel gemacht, sind dafür aber nicht belohnt worden”, musste Trainer Yuri Chabrowsky nach einem 2:3 (25:19, 18:25, 25:18, 17:25, 10:15) der Verbandsliga-Damen des 1. VC Minden am Samstagabend in der Pöttcherhalle gegen Aufsteiger SG Lüdinghausen/Olfen feststellen. Am Freitag hatte man extra noch einmal Aufschlag und Annahme trainiert, doch klappte tags darauf dabei nicht viel. Man traf auf einen unbekannten Gegner, der mit einem starken Block glänzte und viel Risiko spielte. Nach der 2:1-Satzführung lag Minden im vierten Durchgang schon 15:11 vorn, doch dann kippte der Satz durch eben Gäste-Aufschläge mit viel Risiko zum 15:20 und letztlich zum 2:2. Im Tiebreak fand Minden dann gegen die kurz gestellten Lüdinghauser Angriffe kein Gegenmittel.
Ute Gräf und Sarah Kelle ragen heraus
Eintracht-Damen im Schnellgang / VC-Reserve muss gegen Brake im Tiebreak passen
Trotz personaller Probleme haben die Volleyballerinnen von Eintracht Minden in der Landesliga auch ihr zweites Saisonspiel gewonnen. Beim 3:0 (25:4, 25:12, 25:16) gegen TuS Leopoldshöhe konnte der Gastgeber in nur 41 Spielminuten einen lockeren Sieg einfahren. Sarah Kelle gab ihr Aufschlagsrecht erst nach dem 11:0-Zwischenstand ab. Die nach dieser Serie völlig verunsicherten Gäste fanden danach im ganzen Spiel in keinerlei Spielrythmus. In Abwesenheit von Coach Ralf Blome übernahm Hans-Jörg Kolbow noch einmal das Kommando auf der Bank ind konnte zufrieden miterleben, wie bis auf kleine Unkonzentriertheiten im dritten Satz ein klarer Sieg herausgespielt wurde. Zwei Spielerinnen konnten sich dann noch etwas aus der Mannschaftsleistung herausheben: Ute Gräf mit der absoluten Lufthoheit im Block und Sarah Kelle mit ihrer Aufschlagsstärke. Nun hofft der Trainer, dass die momentane Peronaldecke von nur sieben Spielerinnen auch beim nächsten Spiel kein Handicap sein wird, denn erst nach den Herbstferien wird sich die Lage entspannen.
Nach dem Auftakt-3:0 in Delbrück mussten sich unterdessen die Herren II des 1. VC Minden in der Landesliga erstmals geschlagen geben. Im Heimspiel in der Halle an der Parkstraße gegen TuS Brake mussten die Schützlinge von Sascha Gorodetski nach 92 heiß umkämpften Minuten in ein 2:3 (27:29, 25:19, 21:25, 25:13, 9:15) einwilligen, was für die Gäste gleichzeitig der erste Sieg bedeutete. Nach Ballpunkten lag mit 107:101 im übrigen Minden vorn.
In der Bezirksliga der Damen startete die nach dem Rückzug von TV Concordia Enger im ersten Durchgang spielfreie 2. Mannschaft des MTV Hausberge mit einem 3:2 (26:28, 16:25, 25:12, 29:27, 15:9) gegen TuSpo Rahden in die neue Saison, wobei der Gegner schon 2:0 führte und im vierten vor dem Gesamtsieg stand. Für die 2. Mannschaft des 1. VC Minden, die ihr Auftaktspiel gegen SuS Holzhausen am kommenden Donnerstag an der Parkstraße (19 Uhr) nachholt, begann die Saison derweil mit einer 0:3-Niederlage (16:25, 17:25, 16:25) gegen SC Halle II, der nach diesem zweiten Erfolg die Führung übernahm.
In der Bezirksklasse der Damen zählen nach zwei Runden zu den Teams mit dem Optimum auch VC Porta 02 als 3:0-Sieger (75:56) gegen OTSV Pr. Oldendorf III und TSG Neuenknick I als 3:1-Gewinner (97:75) gegen Eintracht Minden II.
Zu seinem zweiten Sieg kam auch in der Bezirksklasse der Herren TV Jahn Minden II mit einem 3:1 (25:20, 25:19, 22:25, 25:19) gegen Aufsteiger MTV 1860 Minden, der in seiner neuen Umgebung noch ohne Erfolgserlebnis ist. Die „Dritte” des 1. VC Minden glich gegen ATSV Espelkamp mit einem 3:0 (27:25, 25:19, 25:22) ihr Konto aus.

In der Kreisliga der Herren gab es Sieg und Niederlage zum Einstand für die neu zum Spielbetrieb gemeldete Mannschaft von SV Kutenhausen-Todtenhausen, hier mit Giesbrecht beim 3:2 gegen TG Herford II. Gegen die jungen „Vierte” des 1. VC Minden verlor man anschließend mit 1:3.



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