Die Stützpunkttrainer Peter Alvermann, Heinz Zwingmann und Lothar Sieveking sowie FLVW-Stützpunkt-Koordinator Alexander Richter freuen sich über die Zusage von Unterstützung durch den Portaner Bürgermeister Hilmar Wohlgemuth (von rechts). 

Möhlmann: Gute Strukturen werden ausgebaut

Neues Talentförderkonzept des DFB wird auch im Mindener Kreis umgesetzt / Barkhausen Standort für Stützpunkt 

"Die vorhandenen guten Strukturen werden ausgebaut und verbessert." Überwiegend positiv steht Kreis-Jugendübungsleiter Fritz Möhlmann dem neuen Talentförderkonzept des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gegenüber, das ab dem 1. August bundesweit über die Landesverbände vor Ort und auch im Fußballkreis Minden umgesetzt wird.

Der DFB geht dabei von ca. 1,8 Millionen Jugendlichen aus, die in ungefähr 100 000 Mannschaften Fußball spielen. Hiervon sind nach Ansicht von Experten des DFB 9000 bis 15 000 Spielerinnen und Spieler als sehr begabt einzustufen. An diesen Zahlen orientiert sich das erweiterte Talentförderprojekt des DFB.

Es stehen bereits bundesweit 122 übergeordnete Stützpunkte zur Verfügung. Die Anzahl wird auf 390 erhöht, nicht zuletzt, um die Fahrtstrecken für die Talente und deren Eltern deutlich zu reduzieren. Es wird in Zukunft einmal wöchentlich zusätzlich zum Vereinstraining trainiert, die Trainingsinhalte werden weiter intensiviert und genau auf die Ansprüche der einzelnen Altersklassen abgestimmt.

Für die Umsetzung des Talentförderkonzeptes hat der DFB 29 Stützpunktkoordinatoren eingestellt. Im FLV Westfalen koordinieren der auch für den Mindener Fußballkreis zuständige Alexander Richter und Dirk Reimöller in Zusammenarbeit mit dem Verbands-Jugendausschuss und den Verbands-Sportlehrern dieses Förderungsprojekt.
In den 33 Fußballkreisen des FLV Westfalen bleiben die Strukturen jedoch weitestgehend erhalten. Dieses gilt auch für den Mindener Kreis. Die erfolgreiche Arbeit der Auswahltrainer mit den Kreisauswahlen, aufbauend auf die gute Trainingsarbeit der heimischen Vereine, macht auch in Kaiserau immer wieder auf sich aufmerksam. Damit diese positiven Entwicklungen fortgesetzt werden können, sind Möhlmann und Richter stolz darauf, dass sie Peter Alvermann, Lothar Sieveking und Heinz Zwingmann als Trainertrio für diese neue Aufgabe gewinnen konnten.

Ideale Bedingungen

Möhlmann und Richter erläuterten jetzt im Barkhauser Sportheim das Konzept des DFB, wobei u. a. Kreisvorsitzender Walter Schütte, Kreis-Jugendobmann Manfred Büsching, Portas Bürgermeister Hilmar Wohlgemut, die Stützpunkt-Trainer und Vertreter vom TuS Barkhausen interessierte und fragende Zuhörer waren. Ab dem 1. August wird es für die Altersklassen u12 bis u15 keine Kreisauswahlen mehr geben, sondern nur noch Stützpunkt-Mannschaften. Der Stützpunkt des Kreises Minden wird seine Heimat auf der Sportplatzanlage Barkhausen in Porta Westfalica erhalten. Dieser gut zu erreichende und zentral liegende Standort bietet sich mit seinen Rahmenbedingungen förmlich an. Neben dem guten Rasenplatz liegt ein Aschenplatz für die schlechten Witterungsbedingungen. Umkleidekabinen und Duschräume im Topzustand und ein Aufenthaltsraum, der von wartenden Eltern bzw. für Mannschaftssitzungen und theoretische Unterweisungen genutzt werden kann, bieten ideale Bedingungen. Möhlmanns Dank galt dabei für die Freigabe der Sportanlage den Verantwortlichen des TuS Barkhausen und der Stadt Porta, insbesondere Bürgermeister Wohlgemuth.

Längere Förderung

Ab dem 1. August werden im Kreis Minden aus den bisherigen Auswahlspielern nun Spieler des Stützpunktes. In den Stützpunkten werden Spieler ab der u12, also ab dem ersten D-Jugend-Jahrgang, gefördert. Die Kinder und Jugendlichen bleiben aber etwas länger in der Förderung, auf jeden Fall bis zum zweiten C-Jugend-Jahrgang (u15). Besonders förderungswürdige Jugendliche sollen künftig auch anschließend noch im Förderungsprojekt verbleiben. Bisher erfolgte die Förderung nur bis zur u14.

Die Stützpunkt-Mannschaften von Kreisen werden künftig einmal im Monat gegeneinander spielen. Alle weiteren Wettbewerbe, die für die Kreisauswahlmannschaften durchgeführt wurden, bleiben für die Stützpunkt-Teams bestehen. Für die Stützpunktspiele setzen die beiden Koordinatoren Richter und Reimöller sowie die Verantwortlichen des FLVW auf eine einheitliche Philosophie hinsichtlich des Spielsystems. Dieses Ausbildungssystem soll die westfälischen Talente in ihrer Entwicklung weiter fördern.

10.6.2002 MI-SPORT.DE