TuSPO trennt sich von Reiner Stegemeier

"Aus sportlichen Gründen als Trainer freigestellt" / Carsten Bruns übernimmt Verantwortung für Landesliga-Mannschaft

Fünf Tage vor dem absoluten Kellerduell in Petershagen gegen Schlusslicht TuS Tengern (13. Oktober) haben sich in der Fußball-Landesliga am Mittwoch die Wege vom Tabellenvorletzten TuS Petershagen-Ovenstädt und seinem Trainer Reiner Stegemeier getrennt.

"Aus sportlichen Gründen wurde Reiner Stegemeier am Mittwoch mit sofortiger Wirkung von seinem Amt als Trainer der 1. Mannschaft des TuS Petershagen-Ovenstädt freigestellt. Durch die prekäre Tabellensituation der Mannschaft in der Landesliga mit nur drei Punkten aus den ersten sieben Spielen sah sich der Verein gezwungen zu handeln und entschloss sich letztlich zu diesem Schritt", heißt es in einer von Michael Schulz aus dem Hauptvorstand und Tobias Aumann aus dem Vorstand der Fußballsparte unterzeichneten E-Mail.

Diese Fakten kommentieren wollte allerdings keiner der Verantwortlichen. "Wir bitten um Verständnis, dass wir bis Anfang nächster Woche keine weiteren Kommentare, auch keinen Vorbericht für das Meisterschaftsspiel am Sonntag, abgeben möchten, da die Regelung interner Angelegenheiten unserer vollen Konzentration bedarf", heißt es am Ende der elektronischen Nachricht.

"Das war nicht meine Entscheidung" wollte aber auch Trainer Reiner Stegemeier nicht weiter zu seiner Freistellung Stellung beziehen: "Der Verein hat gehandelt und muss das nun kommentieren. Ich kann das Ganze relativ gelassen sehen und nun zur Tagesordnung übergehen", ist für den kaufmännischen Angestellten das lange Kapitel TuS Petershagen-Ovenstädt nun endgültig abgeschlossen, so dass sich der stets optimistische 36-jährige auch nicht mehr zu den Gründen und Ursachen für das wenig erfolgreiche Abschneiden seiner Mannschaft äußern wollte.

Zweimal Meister in sieben Jahren

Die Verantwortung für das Landesliga-Team hat ab sofort Carsten Bruns übernommen, der bisherige Trainer der 2. Mannschaft, die mit einer Reihe ehemaliger Landesliga-Spieler in der Kreisliga A derzeit Tabellenzweiter hinter VfB Gorspen-Vahlsen ist. Nach einer anschließenden Lösung für die 2. Mannschaft sucht der Verein noch, solange erfolgt deren Betreuung kommissarisch.

Nachdem 1991 TuS Petershagen und TuS Ovenstädt fusioniert hatten, begann 1995 beim TuSPO eine kleine Ära, als nach dem Petershäger "Urgestein" Klaus Ewald und Rainer Gaida (ging nach nur einem Jahr wieder zum SC Stolzenau zurück) im Jahr 1995 Reiner Stegemeier vom RW Maaslingen kommend seine Arbeit aufnahm. In der ersten Saison noch Zweiter (68 Punkte) hinter SV Eidinghausen-Werste (74), fuhren die Weserstädter dann im Sommer 1997 in der Kreisliga A souverän den Meistertitel ein (84) vor FC Oeynhausen II (67) und RW Rehme (62). Als Neuling belegten die TuSPO-Akteure in der Bezirksliga anschließend auf Anhieb Platz 2 (58) knapp hinter SV Enger-Westerenger (62), um dann im Sommer 1999 die zweite Meisterschaft unter Stegemeier feiern zu können. Hinter TuSPO (61) kamen damals VfL Klosterbauerschaft (60) und Bünder SV (59) knapp geschlagen auf die Plätze. Bis dahin schnürte Stegemeier auch noch seine Stiefel als Spielertrainer. Als Neuling in der Landesliga gelang im Frühjahr 2000 immerhin Platz 7, und in der Saison darauf wurden die Petershäger hinter SV Enger-Westerenger und SV Avenwedde gar Dritter und somit vor dem viertplatzierten SC RW Maaslingen bester Kreisvertreter. In der zurückliegenden Spielzeit sprang dann nur noch Platz 10 heraus, und derzeit belegt man zusammen mit TuS Tengern die beiden Abstiegsplätze.

TuSPO-Dank für hervorragende Arbeit

"Der TuS Petershagen-Ovenstädt dankt Reiner Stegemeier für sieben Jahre hervorragend geleistete Arbeit, unter ihm gelangt der Aufstieg von der Kreisliga A bis in die Landesliga. Wir wünschen ihm für seine sportliche und private Zukunft alles Gute", heißt es dann auch in der E-Mail des Vereins.

10.10.2002 MI-SPORT.DE