Marquardt und Fleuter schießen SVKT in Runde 2

Beim 4:2 im Westfalenpokal gegen Bezirksligist SF Warburg kein Klassenunterschied zu merken  
Thorsten Plöger (rechts), hier im Zweikampf mit dem Warburger Carsten Arendes, rackerte eine Halbzeit lang und musste dann entkräftet ausgewechselt werden. 

Durch ein hochverdientes 4:2 (1:0) über Bezirksligist SF Warburg 08 hat der heimische Fußball-A-Kreisligist SV Kutenhausen/Todtenhausen die 2. Runde im Westfalenpokal-Wettbewerb erreicht und hofft nun auf ein Heimspiel am 3. Oktober und einen attraktiven Gast.

Die Schützlinge von Klaus Symanczyk waren dem Gast aus dem Süden des Regierungsbezirkes über weite Strecken mehr als ebenbürtig. Die Sportfreunde konnten einen Klassenunterschied nie deutlich machen, und Torwart Carsten Schäfers schnauzte seine Vorderleute sogar an: "Ihr spielt, als ob ihr Schlaftabletten gefressen habt!"

SVKT-Coach Symanczyk konnte mit der Leistung seiner Schützlinge unterdessen sehr zufrieden sein. Von Anfang an spielten sie aus einer sicheren Abwehr steil in die Spitze, wo Thorsten Plöger und Kai Marquardt auf ihre Möglichkeiten lauerten. Folgerichtig fiel nach 32 Minuten dann auch das 1:0, als nach einem Warburger Abspielfehler Mario Heller auf Kai Marquardt passte und dieser aus zehn Metern gegen Torwart Schäfers vollendete. Symanczyk: "Wir hätten eigentlich noch klarer führen müssen."

Nach dem Wechsel machten sich bei den "Vereinigten" dann aber doch das hohe Tempo und vor allem die harte Vorbereitungszeit bemerkbar. So kam Plöger entkräftet und mit Magenbeschwerden nicht mehr auf den Platz. Durch Alexander Iltner mit einem 20-Meter-Schuss ins linke obere Eck schafften die Gäste nach 52 Minuten dann den Ausgleich. Die Hausherren mobilisierten aber noch einmal alle Kräfte. Scheiterte Marquardt mit einem Freistoß aus 20 Metern noch an Torwart Schäfers (65.), so brauchte er drei Minuten später im Torraum nur noch den Fuß zum 2:1 hin- zuhalten, nachdem Mario Heller fast von der Torauslinie zurückgelegt hatte. Nach dieser Vorentscheidung machte Warburg auf, lief in Unterzahl nach Gelb-Rot für Uwe Brechtken (82.) aber ins offene Messer. Traf Marquardt zunächst nur das Außennetz (84.), so machten der eingewechselte Sven Fleuter (88.) und Marquardt mit seinem dritten Treffer (89.) das Weiterkommen endgültig perfekt. Das 2:4 durch den ebenfalls eingewechselten Jakhup Celik fiel mit dem Schlusspfiff.

SV Kutenhausen-Todtenhausen: Zeilinger - Doebler, Rohlfing, Koch, Tiedtke, D. Rathert (73. Schneider), Habermehl, B. Rathert, Plöger (46. Fleuter), Heller, Marquardt.

SF Warburg 08: Schäfer - Arendes, Brechtken, Arend, Flove, Krull, Schaberich, Heise (76. Manske), Pommerenke (46. Celik), Iltner, Schirbel (51. Klein).

Tore: 1:0 Marquardt (32.), 1:1 Iltner (62.), 2:1 Marquardt (68.), 3:1 Fleuter (88.), 4:1 Marquardt (89.), 4:2 Celik (90.).

4.8.2002 MI-SPORT.DE


Mit engagierter Leistung ins Achtelfinale

SVKT 07 ringt mit VfR Wellensiek einen weiteren Bezirksligisten nieder / Frühe Tore zum 2:0 durch Marquardt und Plöger

Riesenjubel beim SV Kutenhausen/Todtenhausen: Durch einen 2:0 (2:0)-Erfolg gegen VfR Wellensiek schaffte der A-Kreisligist den Einzug in die 3. Runde des Fußball-Westfalenpokals.

Nachdem sich die Schützlinge von Klaus Symanczyk am ersten August-Sonntag in Kutenhausen mit 4:2 gegen SF Warburg 08 durchgesetzt hatten, behaupteten sie sich jetzt abermals gegen einen Bezirksligisten. Als einziger verbliebener A-Kreisligist hoffen die "Vereinigten" für das Achtelfinale, in dem man auf jeden Fall wieder Heimrecht genießt, nun auf einen attraktiveren Gegner als es am Donnerstag die Bielefelder Vorstädter waren.

"Endlich einmal wieder zu Null gespielt!" freute sich nach Abpfiff SVKT-Trainer Klaus Symanczyk, setzte aber gleich hinzu: "Wenn es doch in den Punktspielen auch so laufen würde ..." Die klassenhöheren Gäste hatten zwar während der gesamten Spielzeit deutliche Feldvorteile, aber die Hausherren spielten über 90 Minuten engagiert und konzentriert, kämpften um jeden Meter Boden und machten die Räume eng. Zudem erwischten sie schon nach vier Minuten den Gast kalt, als Thorsten Habermehl fast von den rechten Torauslinie den Ball in die Mitte zog und Kai Marquardt dort nur noch den Fuß hinzuhalten brauchte und aus wenigen Metern zum 1:0 einlochte. Und nach 23 Minuten hieß es gar 2:0 für den Underdog. Umit Karagullü stoppte Sven Fleuter mit regelwidrigen Mitteln, und Thorsten Plöger verwandelte den fälligen Strafstoß sicher. Zehn Minuten später hätte Fleuter gar auf 3:0 aufstocken können, doch Torwart Marcel Föste klärte auf Kosten eines Eckstoßes. Auf der Gegenseite waren für die Bielefelder unterdessen keine zwingenden Torchancen zu verzeichnen, allenfalls ein Lattentreffer durch Admir Halvadzija (23.).

Nach Wiederanpfiff verstärkte Wellensiek - auch mit frischen Kräften - seine Angriffsbemühungen, aber SVKT-Torsteher Marco Zeilinger und seine Vorderleute ließen keinen Gegentreffer zu. Gefährlich waren die hochaufgeschossenen Gäste allenfalls durch ihre Körpergröße. Die beste VfR-Möglichkeit machte erst sieben Minuten vor Schluss Zeilinger per Fußabwehr gegen Sören Wiens zunichte. Vier Minuten zuvor hatte der Unparteiische einen Gäste-Treffer nicht anerkannt, da Zeilinger zuvor gefoult worden war. Die "Vereinigten" fuhren in der zweiten Halbzeit unterdessen immer wieder gefährliche schnelle Gegenstöße. Thorsten Plöger (76./83.) und Thorsten Habermehl (84.) hatten dabei das 3:0 auf dem Fuß.

Trainer Symanczyk hatte dann auch nur einen Grund zu Kritik: "Wir sind mit unseren Konterchancen fahrlässig umgegangen."

SV Kutenhausen/Todtenhausen: Zeilinger - Rohlfing, Schneider (61. Heller), Doebler, Koch, Fleuter, Habermehl, B. Rathert, Plöger (89. Pape), Tiedtke, Marquardt (69. Brandes).

Tore: 1:0 Marquardt (4.), 2:0 Plöger (23. Foulelfmeter).

5.10.2002 MI-SPORT.DE