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| Die Hand am Pokal: Fritz Möhlmann als Trainer des Weserspucker-Teams hätte nichts dagegen, die Trophäe noch ein weiteres Jahr bei sich zu Hause zu haben. |
Mit Schalke und HSV sowie "60ern" als Neuling
Auslosung für 22. Weserspucker-Turnier vorgenommen / Möhlmann: Wollen auf jeden Fall wieder Vorrunde überstehen
Ein „gelungenes Wintermärchen” soll es werden, das 22. Hallenfußball-Turnier für Traditionsmannschaften um den Weserspucker am Samstag, 13. Januar nächsten Jahres, in der Mindener Kampa-Halle. Das hoffen in Anlehnung an das „Sommermärchen” der Weltmeisterschaften die Verantwortlichen, die im Vereinsheim von Union Minden, dem Kaisersaal an der Königstraße, Teilnehmerfeld und Rahmenprogramm vorstellten und gleichzeitig die Auslosung der Gruppen vornahm.
„Wohl kaum einer - und auch ich nicht - haben seinerzeit gedacht, dass das Turnier einmal einen solchen Stellenwert in der Region und darüber hinaus bekommen würde”, blickte Union Mindens Pressesprecher Hansi Walden auf die Erstauflage am 28. Dezember 1985 zurück, als vor rund 150 Zuschauern Hannover 96 durch ein 7:1 im Finale über KSV Hessen Kassel den erstmals ausgespielten „Weserspucker” gewann und Schalke 04, Göttingen 05, SC Herford und der im Fusionsklub Union Minden aufgegangene damalige SC Minden die weiteren Mannschaften stellten und VfL Bochum und MSV Duisburg als weitere verpflichtete Traditionsmannschaften nicht antraten.
Inzwischen schätzen jährlich weit über 3000 Zuschauer aus dem weiten Umland die Atmosphäre in der Kampa-Halle, wo sie Spielkünste und Kabinettstückchen der ehemaligen Bundesliga-Profis und daneben auch „ein gepflegtes Bier und eine Bratwurst” geboten bekommen. Und die jungen Fußballfans nutzen mit Feuereifer die Pausen zwischen den Spielen, um Autogramme zu sammeln.
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| Sandra Stieling greift in die Lostrommel, Hansi Walden und Dieter Wiegmann vom Organisationsteam halten das Ergebnis der Auslosung fest. |
Absage an Gladbach
Aber auch unter den Teilnehmerteams ist das Ansehen des Mindener Turnieres mittlerweile sehr hoch angesiedelt und sind die Plätze im Starterfeld sehr begehrt. „Inzwischen kann sich keine Mannschaft mehr leisten, mit einem Trümmerhaufen anzureisen”, weiß Organisationsleiter Heinz Albersmeier, der zuweilen auch Absagen erteilen muss, so jetzt zum Beispiel Borussia Mönchengladbach, das nach der Absage des Turnieres in Lübeck, wo man vor Jahresfrist gewann, nachträglich in Minden noch anfragte.
Gegenüber dem Januar diesen Jahres sind beim 22. Event nicht dabei die Portugiesen von Benfica Lissabon, der 1. FC Köln und eben die Gladbacher, dafür nach Pausen aber wieder der FC Schalke 04 und der Hamburger SV. Und als achte Mannschaft verpflichtete Albersmeier erstmals den TSV 1860 München, angeführt von Martin Max, Bernhard Winkler und Torwart Daniel Hoffmann. Albersmeier: „Die Sechziger sind immer bestrebt, in Bestbesetzung anzutreten, und bestreiten pro Hallensaison lediglich drei Turniere, in Starnberg, Chemnitz und als drittes nun Minden.”
Ansonsten lässt sich über die personelle Zusammensetzung der einzelnen Teams derzeit noch nicht viel sagen. Für den 1. FC Nürnberg aber auflaufen dürfte - schon aufgrund der kurzen Anreise - Roland Seitz, Trainer des Zweitligisten SC Paderborn 07.
Unverändert ins Rennen gehen will unterdessen das Weserspucker-Team. „Die Mannschaft hat die Berechtigung, noch einmal genauso aufzulaufen”, dankt Trainer Fritz Möhlmann seinen Spielern den tollen Triumph vom 14. Januar diesen Jahres, als der Lokalmatador - nach vorne getrieben durch die großartige Unterstützung von den Rängen - das Halbfinale gegen Werder Bremen mit 2:1 gewann und schließlich im Endspiel durch ein spätes Tor von Erkan Tenekeciler mit 1:0 auch über den FC St. Pauli die Oberhand behielt. „Das war schon ein gutes Gefühl”, erinnert sich Möhlmann, weiß aber auch: „Zu toppen ist das nicht. Wir werden auf jeden Fall versuchen, wieder die Vorrunde zu überstehen. Dann geht auch die Stimmung nach oben.”
In der Vorrundengruppe A wird es das Weserspucker-Team dabei mit eben dem FC St. Pauli sowie TSV 1860 München und dem 1. FC Nürnberg zu tun bekommen. Die Gruppe B bilden FC Schalke 04, Borussia Dortmund, Hamburger SV und Werder Bremen. Das ergab die Auslosung, bei der Sandra Stieling, Freundin von Union-Spieler Benjamin Günnewich, als Glücksfee fungierte.
„Ein gutes Gefühl”
Los geht's am 13. Januar um 13.30 Uhr. Die Spielzeit für Vorrunde und Halbfinals wurde von einmal 15 auf einmal 16 Minuten verlängert, und das über zweimal neun Minuten laufende Finale ist für 20.15 Uhr vorgesehen. Auch für das Rahmenprogramm hat man sich einige Neuerungen einfallen lassen. Der Vorverkauf beginnt am Samstag, 2. Dezember 2006, bei der Firma Hagemeyer, bei Lotto Rethemeier, bei der Kotelett-Schmiede und in den E-Center-Filialen an der Königstraße, in Barkhausen und Bückeburg.
29.11.2007 MI-SPORT.DE

