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Optimistisch vor dem Marathon in der Eifel (von links): Frank Menzel (Porsche Zentrum Bielefeld), Teamchef Franz Konrad, Dennis Rostek und Harald Steudle (porta).
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Erfolg in der "Grünen Hölle" fest im Visier
Portaner Dennis Rostek will mit Konrad Motorsport das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring gewinnen
„Ich investiere viel Geld, Zeit und Herzblut. Ich will gewinnen.” Eine klare Vorgabe von Teamchef Franz Konrad für Dennis \-Rostek für das 24-Stunden-Rennen am kommenden Wochenende auf dem Nürburgring.
Der gebürtige Portaner ist einer der drei Fahrer, mit denen das Verler Rennteam den Klassiker in der „Grünen Hölle” in Angriff nimmt. Für den Ein-Tages-Marathon auf dem Porsche 997 RSR verpflichtete der 55-jährige Langstreckenrennen-Enthusiast außerdem zwei weitere erfahrene Piloten. Der Niederländer Patrick Huisman (40), vierfacher Meister im Porsche Supercup, verfügt über Erfahrung aus der DTM und startete schon mehrfach bei 24-Stunden-Renne in Le Mans, Daytona, Spa-Francorchamps und auf dem Nürburgring. Und Wolfgang Kaufmann (42) aus Molsheim siegte bereits in der FIA-GT-Serie und ist einer der routiniertesten Porsche-Piloten überhaupt. Verhandlungen mit einem vierten Spitzenfahrer waren zuletzt in eine Sackgasse geraten, und so will der Teamchef eventuell selbst ins Lenkrad greifen: „Mich juckt's einfach in den Fingern. Es ist vielleicht die letzte Gelegenheit für mich, in meinem hohen Alter ...”
„Piloten werden keinen Blödsinn machen”
Konrad, der bereits 1976 den Rennstall gründete und mit seinen Langstreckenteams bis heute zahlreiche Erfolge sammelte, ist besonders froh darüber, den in Rinteln wohnenden Dennis Rostek mit an Bord zu haben. „Wir haben somit eine ganz erfahrene Truppe. Ich weiß zu 99 Prozent, dass meine Piloten keinen Blödsinn machen werden.”
Dabei setzen kann er auf die Besonnenheit des gebürtigen Portaners. Rostek: „Es kommt darauf an, kontinuierlich das Rennen zu fahren und jedes unnötige Risiko zu vermeiden. Schließlich wollen wir ankommen. Da ist man mit mehr als 230 Autos gleichzeitig auf der Strecke, darunter viele kleine, und an die 45 Überholungen pro Runde sind die Regel. Das ist wie ein Krieg.”
Rostek, der 1994 aus dem Kartsport kam und nach Langstreckenpokal, DTC light, VW New Beetle Cup und V8STAR-Serie zuletzt für BMW Langstreckenrennen fuhr, kennt die Rennstrecke in der Eifel wie seine Westentasche und weiß: „Hinter jeder Kurve kann ein Problem lauern.”
Neben dem „dichten Verkehr” (siehe oben) können hierfür auch Wetter und Witterungsbedingungen sorgen. Rostek: „Wir drei sind aber alle gute Regenfahrer. Von mir aus kann es am Samstag um 15 Uhr zu regnen anfangen und erst am Sonntag um 15 Uhr wieder aufhören. Für die Zuschauer wäre das natürlich nicht so gut.”
Nach einer zuletzt nicht so erfolgreichen Zeit in einem BMW-Team, in dem einiges nicht zusammen passte und quer lief, ist der 33-jährige jetzt auch mental wieder obenauf: „Ich blühe im Moment richtig auf, das Fahren macht wieder viel Freude.” Nicht zuletzt die Zusammenarbeit mit Konrad, der den Portaner seit dessen zehntem Lebensjahr kennt, hat dazu beigetragen. Rostek: „Als ich im Frühjahr bei einer Ausstellung in Bad Oeynhausen das erste Mal vor dem Auto stand, wusste ich: Das ist es.”
Dem Rennstall Konrad Motorsport, der im vergangenen Jahr das 24-Stunden-Rennen von Bahrain gewann, und dessen 485 PS starken Porsche 997 RSR den Sieg in der Gesamtwertung am Nürburgring streitig machen werden am Wochenende vor allem andere Portsche- und einige BWM-Teams. Rostek: „Gab es in den letzten Jahren zehn und mehr, so sind es diesmal vier oder fünf Favoriten.” Doch Franz Konrad ist mehr als optimistisch: „Fahrzeug, Fahrer, Mannschaft, Reifen, Unterstützung durch Werk, Porsche-Zentrum und Sponsoren - Wir haben ein Paket geschnürt, in dem alles zusammen passt und das in der Lage ist zu gewinnen.”
„Strietzel” Stuck und Bugs Bunny
In den diversen Klassen, in denen am Wochenende rund um die Uhr gefahren wird, ist der heimische Raum im übrigen noch durch weitere Fahrer vertreten. Der Steyerberger Rene Rast startet für Volkswagen Motorsport in einem VW Golf 5, der AMC Diepholz um Werner Uetrecht aus Stemwede schickt einen Honda Civic Type-R ins Rennen, und in einem eben solchen Fahrzeug sitzt auch Berthold Bermel (Krefeld), ehemaliger Fahrer der Renngemeinschaft Bohnhorst.
Aber auch die Prominenz ist bei diesem Klassiker zahlreich vertreten. Neben Rallye-As Jutta Kleinschmidt, Ellen Lohr, Klaus Niedzwiedz oder Kurt Thiim hat auch Ex-Formel-1-Pilot Hans-Joachim Stuck gemeldet, der auf der Nordschleife sechs Wochen nach seinem schweren Unfall an gleicher Stelle sein Comeback geben will. Neben dem 56-jährigen werden den BMW Z4 M-Coupé u. a. noch dessen Sohn Johannes und Claudia Hürtgen steuern.
In der Starterliste finden sich aber auch Fahrer-Namen wie Jaber Ali Khalifa Alkhalifa (Bahrain), Bugs Bunny, Fred, Barney oder Wilma ...
6.6.2007 MI-SPORT.DE
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Dennis Rostek schenkt hier seinem Teamchef Wasser ein, doch Franz Konrad wünscht sich nach dem 24-Stunden-Rennen Sekt.
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