Glückwünsche zum "100-Jährigen" an Union Minden
2. Vorsitzender Torsten Schwier (Mitte) würdigte den Einsatz von Betreuer Samuel "Paddy" Best (links) und Schiedsrichter Reinhard Beining (rechts).
"Letztlich führte kein Weg an Fusion vorbei"
Bezug nehmend auf den MTV Rodenbeck von 1904 als einen seiner Vorgängervereine, feierte Union Minden im Festzelt auf dem Sportplatz am Mittelweg mit zahlreichen Gästen und Mitgliedern im Rahmen eines musikalischen Frühschoppens das "100-Jährige".
Präsident Günther Nolting hob aus der "bewegten Geschichte", niedergelegt in einer Festschrift, aus der jüngsten Zeit u. a. den Aufstieg der Fußballer 1997 in die Landesliga sowie Weserspucker-Turnier und 24-Stunden-Lauf als wiederkehrende herausragende Veranstaltungen hervor, bezeichnete den Klub als einen "Verein der Jugend, der sich der Förderung des Breitensports und natürlich des Fußballs verschrieben hat", und dankte allen Aktiven, Funktionsträgern, Helfern und Sponsoren für Einsatz und Engagement: "Machen Sie weiter, auch wenn es manchmal Probleme und Irritationen gibt."
"Der Verein ist elastisch, jugendlich, frisch", befand Landrat Wilhelm Krömer und hob das auch beim aktuellen 24-Stunden-Lauf wieder gezeigte soziale Engagement und das "Bewusstsein für die Schwachen der Gesellschaft" hervor. Im Namen des Kreises überreichte er dem Jubilar ein "gewichtiges Flachgeschenk".
"Der Sport in Minden hat einen hohen Stellenwert, und ihr Verein hat einen großen Anteil daran", lobte Stadtkämmerin Gabriele Buchholz in Vertretung des Bürgermeisters und seiner Stellvertreter. Mit 237 Kindern und Jugendlichen unter den über 500 Mitgliedern betreibe der Verein "eine erfolgreiche Jugendarbeit in Breite und Spitze".
"Letztlich führte an der Fusion kein Weg vorbei. Wenn jeder Verein wie bisher weiter gemacht hätte, wäre viel mehr auf der Strecke geblieben." Uwe Gerdes ließ keinen Zweifel daran, dass SV Minden 05, SC Minden und der inzwischen wieder eigenständige VfL Minden damals die richtigen Schritte machten und am 16. März 1992 zum heutigen Verein Union Minden fusionierten. Gerdes, der schon seit Jahren in Magdeburg lebt und arbeitet, war vier Jahre SCM-Vorsitzender und in den ersten vier Jahren nach der Fusion auch Union-Chef.
Walter Schütte als Vorsitzender des Fußballkreises Minden zollte dem "letzten Fusionsglied in einer langen Kette von traditionellen und bekannten Vereinen großes Lob und höchste Anerkennung für die Arbeit in 100 Jahren". Er hob die Bedeutung der Vereine für die Gesellschaft hervor und kritisierte in diesem Zusammenhang die von der Stadt Minden erhobenen Nutzungsentgelte für Hallen und Plätze. Dem Verein überreichte er die Jubiläumsurkunde des Verbandes und an die langjährigen Platzkassierer Willi Hermening und Karl-Henning Reinshagen Silberne Verdienstnadeln und Urkunden des FLVW.
Vereinsintern geehrt durch Präsident Günther Nolting und den 2. Vorsitzenden Torsten Schwier wurden für ihre Verdienste Reinhard Beining als Schiedsrichter und Samuel "Paddy" Best als Betreuer.
Auf richtigem Weg
Schwier blickte in seinen Schlussworten auf letzte negative Entscheidungen wie Nichtaufstieg der Reserve sowie Abstieg von A- und B-Jugend, sah aber auch positive Entwicklungen wie u. a. im Mädchenbereich. Dank eines guten Unterbaus wird wahrscheinlich schon in der Saison 2005/2006 wieder eine Damen-Mannschaft spielen. Und auch bei der Erfüllung des Schiedsrichter-Solls ist man inzwischen auf dem richtigen Weg. "Es gibt aber noch viel zu tun" hofft er für die Zukunft auf viele starke Arme und Schultern.
Abgeschlossen wurde die Feierstunde im Festzelt am Mittelweg mit einem Imbiss.
Fußballkreis-Vorsitzender Walter Schütte überreichte FLVW-Verdienstnadeln an Willi Hermening und Karl-Henning Reinshagen (von links).
Landrat Wilhelm Krömer überbrachte dem Jubilar und Präsident Günther Nolting Glückwünsche des Kreises und ein "Flachgeschenk".
