KSB-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Meyer (rechts) hatte als Referenten Tanja Wucherpfennig, Reinhold Kölling und Melanie Schubert (von links) begrüßen können. 

"Ein Geschäft mit Leistung und Gegenleistung"

Auftaktveranstaltung des Forums „Wirtschaft und Sport im Dialog”: Vereine erhalten Einblick in das Sport-Sponsoring

„Ich bin sicher, wir haben die Spitze des Eisberges noch nicht einmal erspürt. Aber der Anfang war ein guter”, fasste Prof. Dr. August-Wilhelm Meyer als Präsident des Kreissportbundes Minden-Lübbecke (KSB) in seinen Schlussworten die Auftaktveranstaltung des Forums „Wirtschaft und Sport im Dialog im Mühlenkreis” zusammen.

Zahlreiche Vereinsvertreter waren der Einladung des KSB in den VIP-Raum der Mindener Kampa-Halle gefolgt und hatten anhand von Referaten und Ausführungen der Vertreter dreier Unternehmen zunächst einen Einblick in das Sport-Sponsoring der heimischen Wirtschaft bekommen, um im weiteren Verlauf der insgesamt zweieinhalbstündigen Veranstaltung dann Antworten auf Fragen zu bekommen. Meyer wie auch der auf diesem Sektor federführende KSB-Mitarbeiter Jörn Kemmener sahen bei allen Beteiligten eine positive Resonanz auf den Abend, und so wird das zweite Forum, deren Themen und Inhalte die Vereine über die Internet-Seite des KSB (www.ksb-ml.de) mitbestimmen können, nicht lange auf sich warten lassen.

„Die öffentliche Sportförderung wird in den nächsten Jahren weiter zurückgehen. Deshalb müssen sich die Vereine nach Alternativen umsehen”, hatte der als Vertreter des Landessportbundes NRW anwesende Dirk Engelhard die Notwendigkeit für die Vereine deutlich gemacht, sich nach anderen finanziellen Quellen umzusehen. Aus den Referaten und Ausführungen der Unternehmensvertreter wurde dann deutlich, dass zumindest bei größeren Firmen und Organisationen nach dem Motto „Wir trinken doch euer Bier, könnt ihr nicht mal .\x0f.\x0f.” nichts läuft. Marketing- und Sponsoring-Strategien der Unternehmen legen den Rahmen fest, nach dem sie Sportvereine unterstützen. Engelhard: „Deshalb müssen auch die Vereine Konzepte erarbeiten.” Und das ist dann auch für die noch folgenden Veranstaltungen dieser Forumsreihe des KSB vorgesehen.

„Sport-Sponsoring ist ein Geschäft auf Gegenseitigkeit mit Leistung und Gegenleistung”, formulierte Tanja Wucherpfennig als Leiterin des Referates Unternehmensbereichs-PR/Sponsoring der Melitta Unternehmensgruppe Minden: „Das Gieskannen-Prinzip ist nicht sinnvoll, man verzettelt sich.”

Die weiteren Referenten des Abends waren Melanie Schubert als Marketingassistentin der Privatbrauerei Ernst Barre GmbH Lübbecke und Reinhold Kölling, Sprecher der Volksbanken im Kreis Minden-Lübbecke.

22.10.2005 MI-SPORT.DE