Erster „goldener Fünfziger” im Kreisgebiet

Mindener Klaus-Dieter Hoffmann erfüllt ein halbes Jahrhundert lang Bedingungen für das Deutsche Sportabzeichen


Ulrike Bäumer heftet hier Klaus-Dieter Hoffmann das Deutsche Sportabzeichen in Gold mit der Zahl 50 ans Jackett. Adelheid Traue, Prof. Dr. August-Wilhelm Meyer und Dirk Franck (von links) gehörten ebenfalls zu den Gratulanten. 

Sport hält fit und jung bis ins hohe Alter - Der Mindener Klaus-Dieter Hoffmann ist dafür der lebende Beweis.

Als der heute 70-jährige vor 50 Jahren in den Zolldienst eintrat, wurde er erstmals mit dem Sport konfrontiert, da dieser wöchentlich auf dem Dienstplan stand. Doch schnell kam Hoffman auf den Geschmack, trainierte in den 13 Zöllnerjahren in Vreden an der holländischen Grenze den klassischen Dreikampf aus Lauf, Sprung und Wurf, erwarb den Übungsleiterschein und auch den Rettungsschwimmerschein und fuhr etliche Kilometer zu zahlreichen Wettkämpfen. Als er 1970 nach Minden versetzt wurde, schloss er sich der FT Dützen an und verlegte sich nach einem 1981 beim Weitsprung erlittenen Muskelfaserriss, der einzigen ernsthaften Verletzung seiner Sportler-Laufbahn, mehr auf den Ausdauersport.

Bis vor 15 Jahren bestritt der Mindener „Dauerrennen“ zumindest einmal jährlich einen Marathonlauf und fand dann im Triathlonsport eine neue Liebe: „Schwimmen und Radfahren geht weniger auf die Gelenke als Laufen.“ Beim SV Kutenhausen-Todtenhausen mit seiner Triathlon-Sparte fand er auch eine neue Heimat.

Regelmäßige Joggingläufe in freier Natur mehrmals die Woche halten den 70-jährigen fit und lassen nach 41 Arbeitsjahren im öffentlichen Dienst keine Langeweile aufkommen. Hinzu kommen Wettkämpfe wie jüngst auch der 3. Möllberger Fit-und-Fun-Triathlon, bei dem er nach 1:51:55 Stunden ins Ziel kam.
Vor 50 Jahren erfüllte Hoffmann erstmals auch die Bedingungen für das Deutsche Sportabzeichen in Gold, für das erst wenige Jahre zuvor das Präsidium des Deutschen Sportbundes bei der Wiedereinführung nach dem Weltkrieg bundeseinheitliche Bedingungen beschlossen hatte. Hatte es sich dafür damals im Training noch quälen müssen, so absolvierte er dann jährlich die fünf Disziplinen so ganz nebenbei.

In diesem Jahr, noch vor Vollendung des 71. Lebensjahres, hat Hoffmann nun sein Ziel erreicht: Gold mit der Zahl 50. Damit ist der Mindener der erste im Mühlenkreis, der diese Marke erreicht hat. Im Rahmen des Leichtathletik-Abendsportfestes von Eintracht Minden im Mindener Weserstadion überreichten Prof. Dr. August-Wilhelm Meyer und die im KSB-Vorstand für den Sportabzeichen-Wettbewerb zuständige Ulrike Bäumer ihm Nadel, Urkunde und ein Buchpräsent. Zu den weiteren Gratulanten gehörten u. a. Mindens Stadtsportverbands-Vorsitzender Dirk Franck, Mindens stellvertretende Bürgermeisterin Adelheid Traue und die Abteilungsleiter von Eintracht Minden und SVKT 07. „Eine Arthrose im Knie hätte diesmal das Absolvieren der Bedingungen fast unmöglich gemacht“, bekannte dabei Hoffmann, der sich nun „Gold mit der Zahl 55“ als nächstes zum Ziel gesetzt hat.

Bei dieser Gelegenheit konnte im übrigen KSB-Präsident Meyer das erste Sportabzeichen seines Lebens entgegen nehmen. „Damit der Chef auch weiß, wovon er spricht“, flachste Ulrike Bäumer. Immerhin findet im kommenden Jahr am 1. April die Siegerehrung durch den LandesSportBund NRW für den Wettbewerb 2005 im Minden statt . . .


8.7.2005 MI-SPORT.DE