Dirk Franck: Minden eine absolute Stadt des Sports

Ude Peters scheidet nach 12 Jahren aus Stadtsportverbands-Vorstand aus


Vorsitzender Dirk Franck (links) verabschiedete seinen Stellvertreter Ude Peters mit dem Zinnteller des Stadtsportverbandes aus dem Vorstand. 

Der bisherige Beisitzer Harald Pohlmann wurde zum neuen 2. Vorsitzenden des SSV gewählt.

Der Vorstand des Stadtsportverbandes Minden hat bei seiner Jahreshauptversammlung im Dorfgemeinschaftshaus Todtenhausen seinen eingeschlagenen Verjüngungskurs fortgesetzt. Nach zwölf Jahren im Vorstand schied 2. Vorsitzender Ude Peters auf eigenen Wunsch hin aus; der 62-Jährige will sich nun wieder mehr Zeit für seinen Wassersport nehmen. Von 1994 bis 2000 war Peters Beisitzer und wurde dann zum 2. Vorsitzenden des Bindegliedes zwischen Vereinen und Stadt gewählt. 1. Vorsitzender Dirk Franck bezeichnete ihn als einen „Mann der klaren und deutlichen Worte” und verabschiedete ihn unter dem Beifall der Anwesenden mit dem nur selten vergebenen Zinnteller des Stadtsportverbandes sowie Musik-CDs als persönliches Geschenk für das Mitglied des Gemischten Chores Hahlen.

Bei den gut vorbereiteten Teil-Neuwahlen folgten die Vereinsvertreter einstimmig dem Vorschlag Francks, den bisherigen Beisitzer Harald Pohlmann zum neuen 2. Vorsitzenden zu wählen. Für Pohlmann rückte Heike Brandhorst, Kassenwartin beim Faltboot- und Skiklub Minden, als neue Beisitzerin nach. Guido Höltke, Protektor der Ruderriege Herder-Gymnasium und erst vor einem Jahr zum Beisitzer gewählt, fungiert nun als Jugendwart, da Matthias Schakau nicht wieder kandidierte. Wiedergewählt wurden Lore Voigt als 3. Vorsitzende sowie Horst Südmeier und Ingrid Poock als Beisitzer.

Zur Versammlung im Dorfgemeinschaftshaus Todtenhausen hatte Franck eingangs außer 74 Mitgliedern aus 30 Vereinen und insgesamt 58 Stimmberechtigten auch Vertreter der Stadt mit Bürgermeister Michael Buhre an der Spitze sowie Prof. Dr. August-Wilhelm Meyer als Vorsitzenden des Kreissportbundes Minden-Lübbecke begrüßen können. Buhre unterstrich, dass trotz knapper öffentlicher Kassen die Sportförderung in Minden weiter einen großen Stellenwert besitze und sich die Sportpauschale und ihre Modalitäten bewährt hätten. Nachdem bei der letztjährigen Versammlung die Zustände der Sanitäranlagen des Weserstadions kritisiert worden waren, konnte der Bürgermeister nun berichten, dass hierfür Mittel im Haushaltsplan 2008/2009 vorgesehen seien und man zudem auf Zuschüsse des Landes hoffe.

Peter Specht aus dem Sportamt der Stadt ging auf Einzelheiten der Sportförderung in 2005 ein und wies auf den 30. April als letzten Termin für Anträge auf Bezuschussung von Großgeräten sowie bereits den 1. Juni für das darauf folgende Jahr hin.

Seine Kollegin Anette Amann berichtete, dass der Organisationsgrad von 32,5 Prozent bei 27\x0f000 Mitgliedern in 132 Sportvereinen zwar stagniere, sich darunter aber nahezu unverändert erfreulicherweise fast 7300 Jugendliche bis 18 Jahre befänden. Um 72 gegenüber dem Vorjahr auf 1440 in 2005 zugenommen hat die Zahl der abgelegten Deutschen Sportabzeichen; allerdings entfielen davon immerhin 232 auf in Minden stationierte Bundeswehrsoldaten. Eifrigste Vereine waren TuS Eintracht vor Familiensportbund und Schützenverein Stiftsallee-Feldmark, bei den Grundschulen lag Leteln vor Rodenbeck und Hohenstaufen und bei den weiterführenden Schulen Herder-Gymnasium vor Ratsgymnasium, Hauptschule Todtenhausen und Besselgymnasium. Für Schüler und Jugendliche übernimmt der SSV auch in diesem Jahr die Kosten.

Vorsitzender Franck stellte in seinem Bericht fest, dass sich nach dem Gerangel um Hallen-Nutzungsgebüren und Sportpauschale sich „alles ein bischen mehr entkrampft” habe und man sich nun wieder mehr auf den Sport an sich konzentrieren könne. Angesichts der zahlreichen hochkarätigen Termine in 2006 sei Minden „eine absolute Stadt des Sports”. So will man in Zukunft auch einen Sport-Kalender erstellen wie für dieses Jahr bereits vom KSB praktiziert. Franck regte außerdem einen „Förderpreis für sportliche Jugendliche” an, wobei man die Beurteilungskriterien noch zu erarbeiten habe. Außerdem wird man demnächst auch mit einer Homepage im Internet vertreten sein.

Laut Geschäftsführer Reinhard Wiech ist die Kasse des Verbandes noch gut gefüllt, auch wenn die Ausgaben aufgrund einer Investition für die Zukunft die Einnahmen diesmal deutlich überschritten. So wurde vor den Wahlen dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt. Dem SSV gehören nach wie vor 86 Vereine an, da diesmal keine Anträge auf Aufnahme vorlagen. Die Jahreshauptversammlung 2007 findet beim Bessel-Ruderclub statt, der dann sein „50-Jähriges” begeht.

8.3.2006 MI-SPORT.DE