Regelmäßiger Ausdauersport nutzt

Diabetes Thema bei Informationsveranstaltung des Kreissportbundes


Regelmäßiges moderates Ausdauertraining wirkt sich überaus positiv auf den Glukosestoffwechsel aus, kann die Entwicklung von Diabetes aufhalten und ist auch für an dieser Erkrankung Leidende eher förderlich. Diese Aussagen konnten rund 50 Interessierte aus einer Informationsveranstaltung des Kreissportbundes Minden-Lübbecke mitnehmen, die im VIP-Raum der Kampa-Halle unter dem Motto stand: „Überwinde den inneren Schweinehund .... rundum fit mit Diabetes”.

„Diabetes ist nicht mehr eine Alterserkrankung”, machte eingangs Dr. Meinolf Behrens von der Diabetologischen Schwerpunktpraxis an der Mindener Bismarckstraße klar. Aufgrund der gesellschaftlichen Veränderungen und immer weniger Bewegung würden im Laufe der Zeit die Erkrankten immer jünger und sei zum Beispiel in Amerika bereits jedes dritte Kind davon betroffen. Regelmäßige körperliche Betätigung auf sportlichem Sektor könne da vorbeugen.  
  Dr. Meinolf Behrens während seiner Ausfühungen beim KSB-Informationsabend. 


Erst nach ungesundem Lebenswandel und festgestellter Erkrankung dorthin gefunden hat unterdessen der Schaumburger Boris Schlüter. Der zweite Referent des Abends und Patient in der Mindener Praxis änderte auf ärztliches Anraten seinen Lebensstil radikal, ist inzwischen begeisterter Ausdauersportler und nahm u. a. am Rose-Marathon und vor zwei Jahren am Ironman in Roth teil. „Man muss ja nicht gleich einen Triathlon bestreiten. Man kann auch zu Fuß zum Kaiser Wilhelm hoch wandern und wieder runter”, ermunterte der Mittdreißiger die Zuhörer, den „inneren Schweinehund zu überwinden”.

Viele weitere nützliche Informationen erhielten die Anwesenden auch von Marita Fastnacht und Kirsten Grotemeyer, den für den KSB tätigen und vom landesportbund lizensierten Übngsleiterinnen für Diabetes-Sportgruppen.

„Wir wollten zu diesem problematischen Thema grundlegend informieren und aufzeigen, was möglich ist”, resümmierte KSB-Sportlehrer Olaf Wittkamp nach einer gelungenen Veranstaltung. „Wir werden unseren heimischen Vereinen und Übungsleitern Hilfestellung geben” hofft er auch darauf, dass zu den drei Diabetes-Sportgruppen beim Kreissportbund und einer Handvoll weiteren in den Vereinen in absehbarer Zeit einige hinzu kommen werden.

8.2.2007 MI-SPORT.DE