Die Verbandsliga-Herren des 1. VC Minden mit Trainer Yuri Chabrouski (rechts). 

Chabrouski: Wollen zurück in die Oberliga

VC schickt motivierte und ehrgeizige Mannschaft ins Punkterennen / VSG mit nur einem Team / VfB will verjüngen

"Wir wollen natürlich zurück in die Oberliga!" Yuri Chabrouski, im zweiten Jahr Trainer der Volleyball-Herren des 1. VC Minden, lässt keinen Zweifel an der Zielsetzung für die neue Saison aufkommen, auch wenn die offizielle Vorgabe Platz 3 bis 5 lautet. Zu gerne möchte der 37-jährige Weißrusse schon in der neuen Spielzeit die Schmach der letzten Saison vergessen machen, als man mit nur drei Siegen auf dem Konto als Vorletzter aus der Oberliga abstieg. In der Verbandsliga muss man sich nun das Prädikat "klassenhöchste Herren-Mannschaft des Minden-Lübbecker Kreises" mit dem TV Levern teilen. "Meine Mannschaft ist jung, motiviert und ehrgeizig", begründet Chabrouski seine Erwartungen auf ein erfolgreiches Abschneiden: "Die Kameradschaft ist super, und keiner ist ernsthaft verletzt." Seit dem Beginn der Vorbereitung hatte er immer acht und mehr Spieler beim Training.

"Echte Verstärkung"

Verblieben aus der Mannschaft der letzten Saison sind die Außenangreifer Bekim Bajrami (21), Dirk Kottmeier (31), Alex Gergert (16) und Dirk Möller (28) sowie Mittelblocker Sebastian Rose (25). Hinzu gekommen sind von der VSG Porta der 19-jährige Zuspieler Witali Rempel ("eine echte Verstärkung") sowie aus der eigenen 2. Mannschaft Außenangreifer Markus Deerberg (31), Zuspieler Sebastian Jansen (32), Diagonalspieler Christian Groszewski (21) und die Mittelblocker Tobias Biskup (21) und Jan Frohne (24). Dafür rückte Zuspieler Heiko Mülmenstädt in die 2. Mannschaft und sind auch Matthias Rasche (Studium in Münster), Alexandr "Sascha" Gorodetzki (Post SV Bielefeld) und Tobias Martin (nur noch Beach-Volleyball) nicht mehr mit von der Partie.

In der Landesliga gehen abermals die Herren II des 1. VC Minden ins Punkterennen. Nachdem man zuletzt Vizemeister wurde, wegen des Oberliga-Abstiegs der "Ersten" aber auf die Verbandsliga-Relegation verzichtete, peilt der alte und neue Trainer Juri Kudrizki mit seiner neu formierten Mannschaft einen Platz zwischen Rang 3 und 5 an. Außer den fünf aufgerückten Spielern ist auch Außenangreifer Patrick Schumacher nicht mehr dabei. Der Kader des 56-Jährigen umfasst nun folgende zwölf Spieler: Als Mittelblocker Dennis Luckas (21), Ralf Möller (36), Florian Martin (22) und Philipp Pudenz (18/bisher Herren III), als Zuspieler Heiko Mülmenstädt (23/Herren I) und Benjamin Hennig (18/Herren III), als Außenangreifer Habib Formoli (23), Volker Viezens (35), Mirko Neeb (21) und Alex Gedert (28/BTW Bünde), als Diagonalspieler Jens Meier (23) sowie als Libero Jan-Dirk Beermann (21). Zweiter Kreisvertreter in der Landesliga ist Bezirksliga-Vizemeister TV Levern II.

In der Bezirksliga will der Konkurrenz Paroli bietet wieder ein Minden-Lübbecker Quartett mit OTSV Pr. Oldendorf (Vierter der letzten Saison), VSG Porta Westfalica (Siebter), VfB Gorspen-Vahlsen (Achter) und dem aus der Bezirksklasse aufgerückten TV Jahn Minden.

18 Spieler im Kader

Da der VSG Porta nach den Abgängen von Vitali Rempel (1. VC Minden) und Christoph Lippert (Pause) für 1. und 2. Mannschaft insgesamt nur noch 18 Spieler zur Verfügung standen, hat man die Zweite abgemeldet und will aus dem nun großen Aufgebot eine schlagkräftige Mannschaft bilden, die sich aber erst noch zusammenfinden muss: Mario Giersberg, Achim Knoch, Andreas Braedikow, Heinrich Rempel, Steffen Ellerhoff und Marcus Wojahn (alle bislang Herren I) sowie Maik Eckloff (Mannschaftsverantwortlicher), Edgar Meier, Holger Selow, Jörg Senne, Jörg Kaehlert, Marc Pierro, Heiko Franke, Jürgen Burghard, Uwe Loebig, Eugen Block und die Trainer Marcel Ahijado und Wolfgang de Vink (alle bisher Herren II).

Einen Verjüngungsprozess will der VfB Gorspen-Vahlsen einleiten, der in der letzten Saison nur knapp der Abstiegsrelegation entging. Christian Springer, Heiko Brast, Michael Gieseking, Jens Kipp, Ralf Schmidt, der lange verletzte Dirk Schmidt und Ingo Schmidt sind zwar durch die Bank schon jenseits der 30, aber mit Viktor Esau soll ein aus Rußland zugezogener 17-jähriger integriert werden. Ein weiterer Nachwuchsmann ist noch nicht spielberechtigt. Kürzer treten und sich ihren Familien widmen wollen in Zukunft Michael Rietmeier und Ralf Lücke.

Fast unverändert

Neuland betritt Aufsteiger TV Jahn Minden mit fast unveränderter Mannschaft. Für Matthias Duszat, Marco Grüggemann, Rouven Müther, Volker Höltkemeier, Sascha Brink, Björn Ortmann, Stefan Ulrich, Jürgen Horstmann und Spielertrainer Sebastian Kuna steht deshalb erst einmal der Klassenerhalt im Vordergrund. Am Ende sollte ein guter Mittelfeldplatz herausspringen. Wegen seines Studiums in Münster nicht mehr dabei ist Christoph Höltkemeier.

Ebenfalls vier Minden-Lübbecker Kreisvertreter spielen in der Bezirksklasse mit Tuspo Rahden, 1. VC Minden III und den aufgestiegenen TV Levern III und SuS Holzhausen.

Willi Bitter zurück

Neuer Trainer der Mindener Dritten (bislang Juri Kudrizki) ist nun der vom Fußball und von VfL Frotheim zurückgekehrte Willi Bitter. Einen Platz im gesicherten Mittelfeld erreichen wollen Marc Schulwitz, Philipp Bredemeyer, Sebastian Obst, Eugen Mizel, Nikolaj Gergert, Arne Bokemeyer, Valeri Gisbrecht, Eugen Warkentin, Jesse Buchholz, Michael Hormann und Tobias Hormann, von denen die meisten noch dem Jugendbereich angehören. Benjamin Hennig und Philipp Pudenz sind in die 2. Mannschaft aufgerückt.

In der Kreisliga gehen 1. VC Minden IV, 1. VC Minden V, Eintracht Minden, TV Jahn Minden II, GWD Minden, TG Leteln, OTSV Pr. Oldendorf II und der ATSV Espelkamp ins Punkterennen.



21.9.2002 mindenweb