Engelking: Zweites Jahr immer das schwerste

Mit recht unterschiedlichen Zielen in die neue Volleyball-Saison gehen am Wochenende die Mannschaften von MTV Hausberge und 1. VC Minden, die in der Verbandsliga bei den Damen abermals die "Aushängeschilder" des Minden-Lübbecker Kreises sind. Während Trainer Jens Jäger für die Portanerinnen wieder Platz 3 bis 4 für möglich hält, zählt für Stefan Engelking vom 1. VC nur der Klassenerhalt: "Das zweite Jahr ist immer das schwerste."


Zuversichtlich vor der neuen Saison: Die Verbandsliga-Damen des MTV Hausberge mit (oberere Reihe von links) Kerstin Vieregge, Annette Burghard, Silke Bahr, Inga Amshoff, Marion Mauritz, Susanne Gieseking und Cordula Faber sowie (unten von links) Mirja Henke, Anja Buck, Trainer Jens Jäger, Martina Diehl und Melanie Schröers. Auf dem Foto fehlen Anja Reuße-Kaup, Andrea Klün und Iris Waltke.


Hausberge und Jäger wollen wieder vorn dabei sein

Jäger und der MTV Hausberge setzten auf die bewährte Mannschaft, die sich zudem durch Inga Amshoff vom Mindener Rivalen und Susanne Gieseking (TV Löhne), die früher ebenfalls für den 1. VC gespielt hat, verstärkt hat. "Wir sind dadurch flexibler geworden", freut sich der Trainer über einen nun 14-köpfigen Kader mit außerdem Martina Diehl, Andrea Klün, Anja Buck, Marion Mauritz, Kerstin Vieregge, Iris Waltke, Annette Burghard, Cordula Faber, Mirja Henke, Melanie Schröers, Libero Silke Bahr und Anja Reuße-Kaup, die nach Mutterfreuden wieder dabei ist. Aus diesem Grund pausiert derweil derzeit Katja de Vink. Zudem wird Iris Waltke als zweite Zuspielerin neben Kerstin Vieregge nicht immer zur Verfügung stehen. Einziger Abgang ist derweil Gaby Niebuhr, die - aus Oldenburg gekommen - nach einem Jahr bei Eintracht Minden nun auch beim MTV nach einem Jahr ihre Zelte wieder abbrach.

Vier Wochen Training hat die Mannschaft hinter sich, und bei der Generalprobe beim eigenen Turnier am letzten Wochenende sprang immerhin Platz 3 heraus durch ein 2:0 im "kleinen Finale" gegen Kreiskonkurrent 1. VC Minden. Dritter und Vierter in den beiden bisherigen Verbandsliga-Jahren, starten die Hausbergerinnen diesmal erstmals auswärts in die neue Saison. "Das ist dann gleich ein Vier-Punkte-Spiel", blickt Jäger der Partie am Samstag bei SCU Lüdinghausen entgegen, der zuletzt sich die Klasse nur über die Relegation erhielt.


Die Verbandsliga-Damen des 1. VC Minden vor der neuen Saison: Stehend von links Trainer Stefan Engelking, Tanja Kühn, Simone Brinkmeier, Julia Uskova, Donata Huebert und Marina Burchard (für die 2. Mannschaft vorgesehen) sowie (davor von links) Tatjana Gripp, Laura Hardes, Vera Stenzel und Antonina Gisbrecht. Zum Aufgebot gehören außerdem Antje Mismahl, Christiane Stricker, Sarah Hansing, Nadeshda Janzen und Verena Poock.


"Gegner kennen uns"

Diese blieb unterdessen dem 1. VC Minden knapp erspart, da der Aufsteiger einen Sieg mehr als Lüdinghausen buchte. "Die Gegner kennen uns nun", kann Trainer Stefan Engelking nicht mehr auf den Bonus des Neulings setzen. Um den Klassenerhalt kämpft eine junge Mannschaft, deren Spielerinnen nicht gerade Gardemaß haben. Doch nach frühem Trainingsbeginn und harter Arbeit stimmen zuversichtlich die Ergebnisse der Turniere in Minden und Hausberge sowie Büren, wo man den Sieg davon trug.

Als Abgang ist nur Inga Amshoff zum Hausberger Nachbarn zu verzeichnen. Dem gegenüber stehen als Zugänge Simone Brinkmeier (TuS Lübbecke), Julia Uskova (16/eigene Jugend) und aus der 2. Mannschaft Donata Huebert (14), die immerhin WVV-Auswahl-Spielerin ist. Zum Aufgebot gehören ferner wie bisher Tanja Kühn (17), Tatjana Gripp (17), Laura Hardes (23), Vera Stenzel (23), Antonina Gisbrecht (21), Antje Mismahl (38), Christiane Stricker (26), Sarah Hansing (20), Nadeshda Janzen (18) und Verena Poock (24). Zum Saisonstart geht's am Samstag zum BSV Ostbevern, zuletzt immerhin Vizemeister.


Die Landesliga-Damen von Eintracht Minden mit Trainer Klaus Below bei einer Auszeit beim Turnier in Hausberge.


Eintracht mit bewährtem Team

In der Landesliga ist aus dem heimischen Trio der letzten Saison ein Duo geworden, da TV Levern als Vorletzter absteigen musste. Neben OTSV Pr. Oldendorf, der in der Aufstiegs-Relegation gescheitert ist, will hier auch Eintracht Minden wieder kräftig Punkte sammeln. Zuletzt kletterte man immerhin noch auf Platz 5, nur vier Punkte hinter Meister Detmolder TV II. So hofft denn der langjährige Trainer Klaus Below auf einen guten Start seiner unveränderten Mannschaft, die trainingsfleißig ist und gute Fortschritte macht. Am Sonntagnachmittag ist zum Auftakt TuS Beverungen Gastgeber. Das bewährte Aufgebot bilden Monika Riebold, Antje Lochthofen, Ute Kolbow (steht beruflich nicht immer zur Verfügung), Sarah Kelle, Agnes Oginski, Frauke Heinßen, Katharina Bruns, Nicole Roberts, Beate Harre und Ute Graef (fällt wegen einer Zahnoperation einige Zeit aus).

"Schwierige Saison"

Auf fünf Teams und somit die Hälfte der Klasse angewachsen ist unterdessen das Minden-Lübbecker Kontingent in der Bezirksliga mit Landesliga-Absteiger TV Levern, Bezirksklassen-Meister TSG Neuenknick und wie bisher 1. VC Minden II, TuSpo Rahden und Eintracht Minden II.

Für Neuling TSG Neuenknick steht natürlich in erster Linie zunächst einmal der Klassenerhalt im Vordergrund. Mannschaftsführerin Heide Schulz erwartet eine "schwierige Saison", doch wird man alles geben, um die Liga zu erhalten, in die man durch das maßgerechte 3:1 am letzten Spieltag im "Endspiel" gegen Vizemeister OTSV Pr. Oldendorf II aufrückte. Schwangerschaften werden dabei die Mannschaftsstärke in nächster Zeit allerdings etwas reduzieren. Angehen will man die Saison mit Stefanie Baade, Mareen Behrmann, Jutta Bredemeier, Tatjana Büschking, Ute Gieseking, Simone Hachmeister, Christine Janze, Britta Klocke, Agnes Renneberg, Elke Schäkel und Heide Schulz sowie Sonja Stadtländer, die früher schon für die TSG spielte und jetzt aus dem Ruhrgebiet zurückkehrte. Sina Völker zieht es unterdessen beruflich für ein Jahr ins Ausland. Trainer der Mannschaft ist schon seit Jahren Volker Schwier.

Nur aufgrund des Satzquotienten verpasste 1. VC Minden II in der zurückliegenden Saison die Aufstiegs-Relegation. Den neuen Punktekampf geht man an mit Ronja Ernsting (31), Svenja Czempik (20), Ilka Dockhorn (20), Sonja Wesemann (17), Imke Lang (17), Kristina Kruse (17), Lea Lange (26), Barbara Beermann (48), Julika Hettlich (16, 3. Mannschaft), Marina Burchard (15, 3. Mannschaft), Jana Gebauer (16, 3. Mannschaft), Mareike Kruse (15, 3. Mannschaft), Laura Schmidt (14) und Helene Töws (14, beide 4. Mannschaft). Abgänge sind Donata Huebert (1. Mannschaft), Lena Berghöfer und Karolin Hoffmeister (beide wegen Studiums).

Eintracht Minden II sicherte sich letztens erst auf der Ziellinie den Klassenerhalt und möchte das nun natürlich etwas früher schaffen. Zum Team von Trainer Bernd Gundlach gehören Irena Ruchailo, Petra Biskup, Jutta Nagel-Pamin, Agnes Oginski, Jutta Riechmann, Dörthe Geitz, Sigrid Rommelmann und Angela Schemmann.

Fest in Kreis-Händen

In der Bezirksklasse messen sich die sieben Minden-Lübbecker Mannschaften OTSV Pr. Oldendorf II, TV Jahn Minden, TV Levern II, SuS Holzhausen und die Aufsteiger SSV Pr. Ströhen, 1. VC Minden III und OTSV Pr. Oldendorf III mit dem Herforder TuS Gohfeld.

TV Jahn Minden als zuletzt Dritter möchte wieder im oberen Drittel einkommen mit seiner eingespielten Mannschaft. Abgänge oder Verletzungen gibt es keine, hinzu gekommen ist aber Tanja Erbe, die nach Jahren bei SV Frille-Wietersheim zuletzt nur noch hobbymäßig spielte. Zum Team von Trainerin Claudia Pohlmann gehören außerdem Katja Lütz, Katrin Schumann, Ina Manhenke, Sandra Haase, Monika Simon-Jansen, Ivonne Wecke, Karin Borcherding, Julia Brilinskaja und Svetlana Turtschin.

Aufsteiger 1. VC Minden III schickt mit Nina Weber (16), Christiane Bolte (17), Eugenia Nowikow (17), Judith Südmeier (16), Carina Sandbrink (17), Franziska Krusche (18), Valeria Scheck (17), Christina Chabrouskaya (15), Anna Paulsen (14), Margarita Laschenko (12), Jana Bekemeyer (13), Maria Derr und Lena Rabzun ein sehr junges Team ins Rennen.

3.10.2003 MI-SPORT.DE