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| So sehr sich hier die Mindener Eintrachtlerinnen auch strecken: Der Ball hat ihren Block passiert, und Rangzweiter SC Halle gewann in der Pöttcherhalle am Ende mit 3:0. |
Nach Pflichtsieg in der Kür eine 1:3-Niederlage
MTV personell gebeutelt / VC-Herren wehren Matchball ab / Damen mit Rumpfteam 0:3 / Eintracht aus dem Rennen
Sieg und Niederlage buchten am Wochenende die Oberliga-Volleyballerinnen des MTV Hausberge, die mit nun 14:12 Punkten zwar weiter der oberen Tabellenhälfte angehören, auf Relegationsplatz 8 aber lediglich vier Zähler Vorsprung haben.
„Kann sein, dass wir in dieser Klasse, in der fast alles möglich ist, bis zuletzt gegen Platz 8 spielen werden”, äußerte Trainer Jens Jäger eine Vorstellung, die ihm aber nicht sehr lieb ist. Eine bessere Ausgangslage vor den letzten fünf Saisonspielen vergab der Aufsteiger, als er im Nachtragsspiel beim TSV Berge in eine 1:3-Niederlage einwilligen musste.
Zuvor hatten die Portanerinnen in der Lerbecker Halle ein 3:0 (25:20, 25:21, 25:17) gegen den Tabellenvorletzten VC Schwerte II gelandet, der wegen zu später Meldung eines Schiedsrichters mit der entsprechenden Lizenz zudem vor dem Zwangsabstieg steht. „Mehr als ein Pflichtsieg war das nicht, einen Schönheitspreis haben wir dabei nicht gewonnen. Das Wichtigste waren die Punkte”, bekannte der MTV-Trainer. Und die blieben sicher in eigener Halle. Zumindest im dritten Satz konnte man dabei mit starker Blockarbeit und einer geringen Fehlerquote gefallen. Überragende Spielerin war an diesem Abend Andrea Klün, und in Satz 2 und 3 überzeugte auch Tanja Kühn mit guten Aufgaben und im Angriff.
Alle vier Sätze zu 15
Das Fehlen der verletzten Gesa Wilharm, Inga Amshoff und Martina Diehl machte sich dann noch mehr bemerkbar in Hamm. Mit nur acht Spielerinnen fehlten Jäger einfach die Variationsmöglichkeiten um Angriff: „Hoffentlich entspannt sich die Lage recht bald”, hofft der Coach auf eine möglichst schnelle Rückkehr der Verletzten. So aber konnte man Gastgeber TSV Berge bei dessen 3:1-Sieg (alle Sätze endeten dabei im übrigen mit 25:15) nicht genügend Paroli bieten. Es haperte in der Annahme und so im Spielaufbau und fehlte an Frische. Beste Spielerinnen waren erneut Andrea Klün und Tanja Kühn. Nur im zweiten gewonnenen Satz konnte der MTV Druck entwickeln, weil der Aufbau besser klappte.
Mit einem 3:2 bei PSV Bielefeld II haben unterdessen die Herren des 1. VC Minden in der Verbandsliga ihren Platz in der Spitzengruppe behauptet und liegen weiter vier bzw. zwei Punkte hinter den beiden führenden Teams TSC Münster-Gievenbeck und SG Greven-Emsdetten, auf die sie an den letzten fünf Spieltagen noch treffen werden. „Zwischen Platz 2 und 4 ist noch alles möglich”, mutmaßte Spielertrainer Stefan Engelking, der in Bielefeld allerdings nicht mit dabei war. Dass man nicht zu einem deutlicheren Sieg kam, lag mit daran, dass die Bielefelder Zweite wie auch in den fünf zuvor gewonnenen Spielen wieder mit zwei ehemaligen Spielern der Erstvertretung in der Regionalliga auflief. Aber auch dennoch spielte Minden in den ersten beiden Sätzen (25:20, 25:19) besser, ließ sich nach der 2:0-Führung allerdings etwas hängen und machte den Gastgeber stark (16:25, 23:25). Im Tiebreak hatte Bielefeld sogar Matchball, ehe der 1. VC noch 17:15 die Oberhand behielt.
Negativ ist unterdessen vor den letzten fünf Spielen das Konto der Verbandsliga-Damen des 1. VC Minden, die beim Rangdritten BSV Ostbevern in ein 0:3 (16:25, 18:25, 20:25) einwilligen mussten. Trainer Yuri Chabrouski hatte aufgrund von Verletzungen und beruflichen Verpflichtungen gerade einmal acht Spielerinnen beisammen, darunter nur drei aus der Stammformation. Diese boten durchaus eine gute Leistung, doch letztlich reichte es auch nicht zu einem Satzgewinn.
Heinßen nach Freiburg
Eintracht Minden musste in der Landesliga gegen den Rangzweiten SC Halle in ein 0:3 (16:25, 19:25, 28:30) einwilligen und liegt nun schon sechs Punkte auf den Relegationsplatz zurück. Zwei Sätze lang ließen sch die Eintracht-Damen von sehr harten Angriffsschlägen und den langen Flatteraufschlägen des Aufstiegskandidaten mächtig unter Druck setzen und agierten fast chancenlos. Erst im dritten Durchgang setzte die Mannschaft, nun mit der eingewechselten Ute Kolbow im Zuspiel, die Trainervorgaben mit gezielten Aufschlägen und riskanterem Angriffsspiel teilweise um. Trotz eigener Satzbälle ging aber auch der dritte Durchgang und damit das Spiel verloren.
Härter als der Spielverlust trifft das Team aber der Abgang der Mannschaftsführerin und Hauptangreiferin Frauke Heinssen, die für die nächsten sechs Monate beruflich nach Freiburg geht.
13.2.206 MI-SPORT.DE

