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| Nadeshda Janzen und Laura Hardes blocken für die VC-Damen hier einen Angriff der Gäste aus Albachten ab. |
1. VC fordert Titelkandidat alles ab
Niederlage erst im Tiebreak / „Schwache Stunde” der MTV-Damen / Chabrouski-Team am Ziel
„Ich wäre am liebsten aus der Halle gelaufen, um irgendwo ein Bierchen zu trinken ...” Trainer Jens Jäger mochte sich kaum anschauen, was seine Oberliga-Volleyballerinnen vom MTV Hausberge am drittletzten Spieltag der Saison zustande brachten.
In gerade einmal einer Stunde Spielzeit mussten die Portanerinnen am Samstagnachmittag in der Almhalle in eine glatte 0:3-Niederlage einwilligen bei der Mannschaft von Telekom Post SV Bielefeld, die nach ihrem nun sechsten Saisonsieg neue Hoffnungen auf den direkten Klassenerhalt schöpfen kann. Der Aufsteiger aus Hausberge hatte unterdessen mit einem siebten Erfolg vorzeitig alles klarmachen wollen, muss nun aber noch einmal etwas bangen. „Es wird schon noch reichen”, ist Jäger vor den letzten beiden Spielen gegen den Tabellenzweiten VC SFG Olpe und zum Abschluss beim als Absteiger feststehenden TV Werne jedenfalls zuversichtlich.
„Wir waren irgendwie alle im falschen Film, es war einfach der Wurm drin”, fasste Jäger das „schlechteste Saisonspiel” seiner Schützlinge zusammen. Die Unzulänglichkeiten fingen schon bei den Angaben an, die zumeist sehr schwach kamen. Zudem erstarrten die Portanerinnen fast in Ehrfurcht vor Anne-Kathrin Schade, die von 1991 bis 2000 ununterbrochen für den USC Münster spielte, mit diesem jeweils dreimal Europapokal-Gewinner, deutscher Meister und deutscher Pokalsieger wurde, mehr als 60 Länderspiele bestritt und nun mit den Bielefelderinnen ans Klassenziel kommen will. Kaum einmal brachte man einen Ball an ihr vorbei. Nach dem 17:25 und 15:25 kam Hausberge im ebenfalls 20 Minuten dauernden dritten Satz nach dem 13:20 zwar noch auf 18:20 heran, kam für eine Wende aber nicht in Frage.
Das letzte Heimspiel am kommenden Sonntag gegen Olpe wird im Übrigen aller Voraussicht nach statt um 17 Uhr in Lerbeck bereits mittags ab 12 Uhr in der Holzhauser Grundschule ausgetragen. Grund für die Vorverlegung sind die DVV-Pokal-Endspiele im Haller Gerry-Weber-Stadion.
Sander und Kottmeier als stärkste Kräfte
An den Rand einer Niederlage brachten unterdessen die Herren des 1. VC Minden in der Verbandsliga Tabellenführer TSC Münster-Gievenbeck beim 2:3 (15:25, 29:27, 18:25, 25:23, 12:15). Trotz der knappen Niederlage blieben die Mindener Dritter, da der Gütersloher TV mit 2:3 bei DJK Delbrück II ebenfalls verlor. Nach einem sehenswerten Spiel auf hohem Niveau konnten die Mindener erhobenen Hauptes die Halle verlassen, hatten sie dem Titelaspiranten doch fünf Sätze Paroli geboten und damit das glatte 0:3 vom Hinspiel vergessen gemacht. Hatte damals Dirk Kottmeier gefehlt, so sah man nun, wie wertvoll er für die Mannschaft ist, aus der außerdem Dirk Sander herausragte, der als Zuspieler einen Super-Tag erwischt hatte.
Zeigte man in Durchgang eins vor immerhin fast 150 Zuschauern noch viel Respekt, so war man dann ein ebenbürtiger Gegner, hätte trotz 24:20-Führung Satz zwei aber fast noch abgegeben. Auch die Sätze Nummer drei (über 16:16 und 18:20) sowie vier verliefen ausgeglichen, ehe die Gastgeber das bessere Ende für sich hatten.
Den Klassenerhalt feiern konnten in der Verbandsliga die Damen des 1. VC Minden, die nach einem 3:1 (22:25, 25:23, 25:23, 25:17) gegen Schlusslicht SV Concordia Albachten und dem achten Saisonsieg vom Drittletzten SV Bösensell auch theoretisch nicht mehr abgefangen werden können.
Nachdem man das Hinspiel locker 3:0 gewonnen hatte, nahm man den Gast am Samstagabend in der heimischen Pöttcherhalle zunächst etwas zu leicht und spielte unkonzentriert, während Albachten sich kampfstark präsentierte und viel riskierte bei Aufschlägen und im Angriff.
Mit zunehmender Spielzeit nahmen die Schützlinge von Yuri Chabrouski aber das Heft in die Hand und fanden spätestens im vierten Satz zu ihrer gewohnten Leistung, obwohl einige Spielerinnen erkrankt, nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte waren. Fast fehlerlos spielte Mareike Kruse als Libera, und auch Rita Laschenko (trotz Fieber) und Laura Schmidt verdienten sich sehr gute Noten.

