Vorzeitig „Feiertag” für MTV- und VC-Damen

3:0 gegen Werne und 3:2 in Lübbecke / Auch Eintracht siegt / Nur Herren patzen  

Mit drei Siegen und einer Niederlage fiel am letzten Spieltag vor den Feiertagen für die klassenhöchsten heimischen Volleyball-Teams die Bescherung recht erfreulich aus.

In der Oberliga der Damen entschied der MTV Hausberge das Kellerduell gegen den TV Werne gestern Abend in Lerbeck recht deutlich mit 3:0 (25:15, 25:11, 27:25) für sich und kann nach diesem vierten Saisonsieg am 15. Januar im ersten Rückrunden- und nächsten Heimspiel gegen USC Münster III (17 Uhr in Hausberge) sein Konto ausgleichen. Die Stimmung bei der Weihnachtsfeier am kommenden Freitag dürfte dementsprechend sein. Gegen Werne kam man allerdings schwer in Gang, ehe es nach dem 14:14 so lief, wie es sich Trainer Jens Jäger vorgestellt hatte. Über 19:14 buchte man den 1. Satz für sich und ließ auch in Durchgang 2 über 5:2, 9:3, 12:4, 13:5 und 22:10 nichts anbrennen, wobei Vera Stenzel super Regie führte und man im Angriff, in der Blockarbeit und bei den Angaben überzeugte. In Satz 3 kämpften die Gäste dann verbissen und schafften nach dem Hausberger 15:12 und 22:19 beim 24:24 noch einmal den Ausgleich, ehe der MTV seinen vierten Satzball zum Matchgewinn nutzte.

In der Verbandsliga der Herren konnte der 1. VC Minden gestern in der Pöttcherhalle gegen DJK Delbrück II zwar mit seiner Leistung zufrieden sein, doch reichte diese nicht zum Sieg gegen eine sehr gute Mannschaft, die in der Feldabwehr und im Angriff stark aufspielte. „Wir haben in entscheidenden Phasen völlig bescheuerte Fehler gemacht“, kommentierte Stefan Engelking das 0:3 (19:25, 20:25, 20:25) und die insgesamt dritte Saisonniederlage, die nicht unbedingt sein musste. U.a. lag man im dritten Satz immer drei, vier Bälle vorn, ehe nach dem 19:16 das Spiel noch kippte. Ebenso wie am Freitag bei der weihnachtlichen Wanderung durch den Schnee im Wiehengebirge waren auch gestern alle Spieler an Deck, wobei Dirk Kottmeier wegen Knieproblemen aber nicht spielte.

Deutlich verbessert haben unterdessen die Verbandsliga-Damen des 1. VC Minden ihre Chance auf den Klassenerhalt durch den vierten Saisonsieg, für den man bei Schlusslicht SG Lübbecke/Oldendorf allerdings fünf Sätze benötigte. Dabei sah es nach dem 25:9 und 25:16 zunächst nach einem klaren Erfolg aus, doch dann leistete man sich zu viele Eigenfehler und nahm den Gastgeber wohl auch auf die leichte Schulter. So musste nach dem 21:25 und 19:25 der Tiebreak entscheiden, in dem man sich zusammenriss, sehr motiviert spielte und beim 15:12 das bessere Ende hatte. Da Laura Hardes und Sarah Hansing verletzt fehlten und weitere Spielerinnen mit Blessuren kämpften, war Trainer Yuri Chabrouski zu Umstellungen gezwungen.

In der Landesliga der Damen kam Eintracht Minden in der Pöttcherhalle gegen VfB Schloß-Holte in nur 50 Minuten zu einem 3:0 (25:13, 26:24, 25:16). Gegen den in der Tabelle etwas besser gestellten Gast lief im ersten Satz bei der Eintracht fast alles, gut geschlagene Aufgaben und gezielte Angriffe ließen den Gegner nicht ins Spiel finden. Anders dann das Bild im zweiten Durchgang; Probleme in der Annahme führten zu einem ständigen Rückstand, und erst zwei Aufschlagsserien von Dörthe Geitz und Nicole Roberts bescherten nach vier abgewehrten Satzbällen die etwas glückliche 2:0-Führung. Anschließend erlahmte der Widerstand der Gegnerinnen zusehends, und die wiedergewonnene Sicherheit brachte mit 25:16 den überraschend klaren Sieg. So kann das Team mit 12:6 Punkten halbwegs zufrieden in die Winterpause gehen und hat, bei nur zwei Punkten Rückstand auf Rang 2, noch Chancen auf den Relegationsplatz zur Verbandsliga.