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| Betreten in der Oberliga Neuland: Die Volleyball-Damen des MTV Hausberge mit (von links) Andrea Klün, Cordula Faber, Anja Buck, Mirja Henke, Susanne Gieseking, Martina Diehl, Tanja Kühn, Vera Stenzel, Gesa Wilharm, Trainer Jens Jäger und Inga Amshoff. Es fehlt Iris Waltke. |
MTV-Damen wollen sich in Oberliga etablieren
„Aushängeschild” betritt mit Auswärtsspiel in Münster Neuland / Junges VC-Team um Klassenerhalt / Eintracht ohne Below
„Wenn uns ein guter Start gelingt und wir von Verletzungen verschont bleiben, ist ein Mittelfeldplatz drin.” Zuversichtlich gehen Trainer Jens Jäger und die Oberliga-Damen des MTV Hausberge in der neuen Spielklasse in die Saison 2005/2006.
Von Jäger in der Landesliga übernommen, feierte die Hausberger Mannschaft nach drei Jahren in der Verbandsliga dort im Frühjahr die Meisterschaft vor dem punktgleichen vom Ex-VC-Trainer Juri Kudrizki betreuten VBC Paderborn und ist in der neuen Spielzeit das „Aushängeschild” des Minden-Lübbecker Volleyballkreises in der „4. Liga”, in der in der Spielzeit 2001/2002 für ein Jahr die Herren des 1. VC Minden pritschten, baggerten und blockten. Noch viel länger liegen die Zeiten zurück, in denen eine Damen-Mannschaft von GWD Minden in dieser Klasse und sogar in der Regionalliga präsent war.
MTV-Trainer Jäger ist sich sicher, dass man in der neuen Klasse mit den unteren Rängen nichts zu tun bekommen und länger als eine Saison in dieser Liga spielen wird, in der man sich langfristig etablieren will. Ins Rennen geht eine eingespielte Mannschaft, in der zur neuen Spielzeit wenig verändert werden musste. Für die Mittelblocker-Position konnte man zudem mit Gesa Wilharm eine Verstärkung an Land ziehen. Die in Minden wohnende 23-jährige Polizeikommissarin, geboren in Hildesheim und zuvor bei VfL Stadthagen und TV Bergkrug aktiv, belegte in der letzten Saison mit dem MTV Obernkirchen in der 2. Bundesliga immerhin Platz 5. Sie zu integrieren und an der Feinabstimmung zu arbeiten, waren letztlich die vorrangigen Aufgaben in der Vorbereitungszeit.
Starker Zugang
Zum bewährten Hausberger Aufgebot gehören außerdem die Stellspielerinnen Iris Waltke (37) und Vera Stenzel (25), die Außenangreiferinnen Tanja Kühn (19), Inga Amshoff (24), Mirja Henke (32) und Cordula Faber (33), Diagonalspielerin Anja Buck (20), die Mittelblockerinnen Andrea Klün (33) und Susanne Gieseking (36) sowie als „Libera” Martina Diehl (36). Letztere wird aus privaten Gründen allerdings beim Auftaktspiel bei USC Münster III fehlen. Die Heimpremiere in der Oberliga steigt dann gegen TSV Berge in der Lerbecker Halle, wo (nach den Handballern) sonntags ab 17 Uhr die meisten Heimspiele steigen. Die Holzhauser Hauptschul-Halle ist aufgrund der zu geringen Höhe für die Oberliga nicht zugelassen.
„Wir wollen möglichst alle unsere Heimspiele gewinnen und auswärts vielleicht für die ein oder andere Überraschung sorgen”, hat sich Jäger vorgenommen. „Ein ausgeglichenes Konto nach den ersten sechs Spielen wäre optimal”, schätzt er die ersten Gegner ein.
Keine Rolle in seinen Planungen spielten Außenangreiferin Petra Ell (geb. Schwentker) und Diagonalspielerin Kerstin Vieregge, die sich mit unbekannten Ziel abgemeldet haben.
Verbandsliga

Yuri Chabrouski
Die vom MTV Hausberge in der Verbandsliga hinterlassene Lücke schließt die Damen-Mannschaft des 1. VC Minden, die unter Yuri Chabrouski nach nur einem Jahr souverän den Wiederaufstieg schaffte. Hier ist nun der Klassenerhalt das vorrangige Ziel des sehr jungen Teams, aus dem Außenangreiferin Imke Lang (19 / Auslandsaufenthalt) ausgeschieden ist und das durch Julika Hettlich (18), Rita Laschenko (15) und Trainer-Tochter Kristina Chabrouskaya (17) aus der eigenen 2. Mannschaft aufgefüllt wurde. Das weitere Aufgebot: Nadeshda Janzen (20), Mareike Kruse (17), Laura Hardes (25), Laura Schmidt (17), Sonja Wesemann (19), Marina Burchard (17), Tatjana Gripp (19), Antonina Giesbrecht (23), Helene Töws (17) und Sarah Hansing (22). Bei Sonja Wesemann und Sarah Hansing steht der Studienort noch nicht fest, sodass ein Abgang nicht ausgeschlossen werden kann. Zudem muss zur Halbzeit ab Januar eventuell auf die erfahrene Laura Hardes verzichtet werden, die dann ihr Referendariat an noch nicht bekanntem Ort beginnt. Das junge, motivierte Team muss in der neuen Klasse an ein schnelleres Spielniveau herangeführt werden. Die Vorbereitung ist gut verlaufen, und auf dem eigenen Turnier wurden sehr gute Leistungen gegen höherklassige Mannschaften erreicht.
Landesliga

Klaus Below
In der Landesliga ist Eintracht Minden nun „Alleinunterhalter”. Nach der letzten Saison verließen drei Spielerinnen die Mannschaft: Simone Ullrich aus gesundheitlichen Gründen und zwei, erst Anfang der Saison aus Neuenknick dazugekommene Spielerinnen, aus zeitlichen bzw. persönlichen Gründen. Auch Trainer Klaus Below hat eine Auszeit genommen und sich von seiner jahrelangen, engagierten und erfolgreichen Tätigkeit vorerst zurückgezogen. Als neuer Trainer konnte Hans-Jörg Kolbow gewonnen werden, der Erfahrungen im Regionalliga- bzw. Zweitliga-Bereich mitbringt. Saisonziel ist, das Ergebnis der letzten Serie zu verbessern und die Mannschaft mit neuen Spielerinnen zu erweitern und zu festigen. Zum derzeitigen Kader gehören Frauke Heinßen, Ute Gräf, Agnes Oginski, Ute Kolbow, Monika Rieboldt, Sarah Kelle, Dörthe Geitz und Nicole Roberts. Da die Mannschaft recht knapp besetzt ist, stehen sporadisch noch Antje Lochthofen, Katharina Bruns und Miriam Rommelmann zur Verfügung.
Bezirksliga
„Aller guten Dinge sind drei” sagt sich in der Bezirksliga die TSG Neuenknick, die im ersten Jahr in der Klasse gegen den Abstieg kämpfte, dann einen guten Mittelfeldplatz belegte und nun sich noch etwas steigern will und das obere Mittelfeld anpeilt. Nach einem Jahr ist Mareen Behrmann (23) von Eintracht Minden zurückgekommen, und aus den eigenen Reihen hat man sich durch Maria Maier (18) aus der 2. Mannschaft mit einer weiteren Mittelblockerin verstärkt. Weiter zum Aufgebot gehören Stefanie Baade (31), Christine Janze (29), Britta Klocke (35), Katja Lütz (31), Agnes Renneberg (42), Heide Schulz (38), Sonja Stadtländer (33) und Ivonne Wecke (29) sowie als Ergänzungsspielerinnen Tanja Erbe (31), Ute Gieseking (32), Elke Schäkel (43) und Katrin Schumann (28). Trainer ist schon seit sieben Jahren Volker Schwier (39).
Über die Relegation in die Bezirksliga aufgestiegen ist die 2. Mannschaft des MTV Hausberge, die seit fünf Jahren von Jürgen Burghard trainiert wird und sich hier nun im oberen Mittelfeld festsetzen will. Einziger Abgang ist Stellerin Anke Minte (ohne neuen Verein), aufgerückt aus der eigenen „Dritten” ist Diagonalspielerin Helena Moor (21). Ansonsten blieb das erfolgreiche Team zusammen mit den Außenangreiferinnen Silke Harting (33), Katja De Vink (34), Almut Bich (36) und Carolin Beer (22), den Mittelblockerinnen Bettina Mattausch (39), Maren Schweitzer (31), Annette Burghard (37), Kerstin Wolter (39) und Astrid Schwoer (32) sowie den Stellspielerinnen Sandra Brockmann (30) und Ulrike Bauer (35).
Eintracht Minden II bestand in der letzten Saison zur einen Hälfte aus älteren, jahrelang erfahrenen Spielerinnen und zur anderen Hälfte aus Spielerinnen aus dem Jugendspielbetrieb bzw. der Kreisklasse. Nun findet ein Aderlass statt, und mit Ilona Budde, Jutta Nagel-Pamin, Angela Schemann, Sigrid Rommelmann und Petra Biskup verlassen die „alten Hasen” das Feld. Von der aufgelösten Spielgemeinschaft MTV 1860/Eintracht Minden kommen Kristina Henneking als Mittelangreiferin und Joana Malatray als Stellspielerin dazu. Sigrid Rommelmann hofft als Trainerin mit folgendem, sehr verjüngtem Kader auf einen guten Saisonstart: Kristina Henneking, Friederike Jahns, Christin Friedrich, Sabrina Kavermann, Kathrin Cihar, Lena Riechmann, Janina Turbanisch, Joana Malatray, Rosa Franzen und Sina Czempik. Für Notfälle stehen noch Sabrina Tönsing und Dana Barbi (zur Zeit verletzt) zur Verfügung.
Bezirksklasse
In der Bezirksklasse bietet 1. VC Minden II nur noch drei bisherige Spielerinnen auf (Maria Derr/18, Eugena Nowikow/19 und Lena Rabzun/17) und ist mit Carolin Bastemeyer (16), Mareike Böke (17), Tjalda Deiwick (17), Elena Giesbrecht, Elena „Micky” Giesbrecht (beide 16), Anna Paulsen (16) und Mara Wunderlich (17) eigentlich die „alte” 3. Mannschaft, zu der noch Johanna Staniek (17) von den Damen IV kommt. Alle anderen spielen nun in der Ersten oder haben teilweise mit unbekanntem Ziel aufgehört (Ronja Ernsting, Ilka Dockhorn, Svenja Czempik und Jana Gebauer). Das junge Team soll unter Antje Mismahl spieltaktisch weiterentwickelt werden, um Nachwuchsspielerinnen auf die 1. Mannschaft vorzubereiten. Der Tabellenplatz spielt nur eine untergeordnete Rolle. Man sollte aber um den Aufstieg mitspielen können.
Als Aufsteiger aus der Kreisliga hat sich VC Porta 02 den Klassenerhalt zum Ziel gesetzt; alles weitere wäre umso schöner. Seit 2002 von Sirko Kämpf (33) betreut, blieb das Aufstiegsteam weitgehend zusammen mit Daniela Wortmann (19), Kerstin Klöpper (19), Erika Pätkau (20), Svenja-Katrin Jungton (16), Laura Borstelmann (16), Milena Möhle (18), Sabrina Görlich (16), Rahel Hartmann (15) und Janine Kelle (17). Nur Kerstin Pape (20) macht vorübergehend eine Pause, und Susanne Skora (20) spielt nun in der „Zweiten”.
Ebenfalls aus der Kreisliga aufgestiegen ist die 3. Mannschaft des MTV Hausberge, die seit 2002 von Marcel Ahijado (27) trainiert wird und Platz 6 und somit den Klassenerhalt anstrebt. Neben Helena Moor (2. Mannschaft) wird künftig auch Daniela Asmuth nicht mehr dabei sein. Dafür gewann man mit Julia Klingsiek (21) und Therese Fauck (23) zwei junge Angreiferinnen vom MTV Bad Oeynhausen und rückten mit Vanessa Tüttmann (16), Janine Radünz (17) und Alina Lafferthon (16) drei Mädchen aus der 4. Mannschaft nach. Wie bisher am Ball sind Regina Schwentker (23), Helena Rempel (19), Ilona Häring (17), Jessica Deerberg (19), Kristina Johanning (20), Lidia Block (19) und Tasja Kolte (22).
17.9.2005 MI-SPORT.DE

